Nach Fake-News zu Terroranschlag

Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehl gegen ‚Rheinneckarblog‘!

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Die Staasanwaltschaft beantragt einen Strafbefehl gegen den ‚Rheinneckarblog‘

Mannheim - Nach einer Falschmeldung zu einem angeblichen Terroranschlag in Mannheim hat die Staatsanwaltschaft Strafbefehl gegen den Herausgeber des ‚Rheinneckarblog‘ beantragt!

Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim am Donnerstag mitteilt, wurde beim Amtsgericht Mannheim der Erlass eines Strafbefehls wegen Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens beantragt.

Dem Herausgeber des ‚Rheinneckarblog‘ wird vorgeworfen, am 25. März 2018 einen frei erfundenen Artikel über den „größten Terroranschlag in Westeuropa“ veröffentlicht zu haben, der angeblich in der Nacht zuvor in Mannheim begangen worden sei. Der Artikel schildert unter anderem, dass 136 Personen zu Tode gekommen, 237 Personen verletzt worden und 20 Angreifer noch im Stadtgebiet unterwegs seien. Weiter ist in dem Artikel von einer Nachrichtensperre der Polizei die Rede.

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Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sei bei dem realistisch geschriebenen Artikel, der insgesamt über 20.000 Mal aufgerufen worden sei, nicht für jeden sofort erkennbar gewesen, dass es sich um einen frei erfundenen Text gehandelt habe. Eine entsprechende Information sei erst nach Überwinden einer Bezahlschranke und Abschließen eines Abonemmentvertrags lesbar gewesen.

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„Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Artikel die bevorstehende Verwirklichung schwerer Straftaten (Mord, Totschlag bzw. schwere Körperverletzung) in einer Weise vorgetäuscht wurde, die dazu geeignet war, den öffentlichen Frieden zu stören, und der Beschuldigte dies auch zumindest billigend in Kauf nahm“, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung.

Wie er auf seinem Blog selbst veröffentlicht, soll der Betreiber nun eine Geldstrafe in Höhe von 9.000 Euro bezahlen. „Es wurde Einspruch eingelegt“, heißt es dort weiter.

pm/kab

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