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Mannheim: Radverkehr mit 10 Millionen Euro gefördert – das soll sich jetzt ändern

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Von: Katja Becher

Zahlreiche Fahrräder vor dem Hauptbahnhof in Mannheim (Archivfoto)
Zahlreiche Fahrräder vor dem Hauptbahnhof in Mannheim (Archivfoto) © Bernd Weissbrod/dpa

Mannheim - Mehr Sicherheit im Radverkehr der Quadratestadt. Dafür hat der Bund nun eine Förderung in Millionenhöhe beschlossen. Was mit dem Geld erreicht werden soll:

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestag hat am Freitag eine Sonderförderung für den Radverkehr in Mannheim beschlossen. Darüber informiert der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel (CDU) in einer Mitteilung. Demnach fördert der Bund die modellhaften Maßnahmen für mehr Sicherheit im Radverkehr von Mannheim mit 10 Millionen Euro. Die Mittel stehen der Stadt in den Haushaltsjahren 2021 bis 2023 zur Verfügung. Mit dem Eigenanteil der Stadt Mannheim ergibt das ein Investitionsvolumen von mehr als 14 Millionen Euro für den Radverkehr in der Stadt, in der das Fahrrad 1817 von Karls Drais erfunden wurde.

Mannheim: Bund beschließt Sonderförderung – 10 Millionen für sicheren Radverkehr

Die Sonderförderung für mehr Sicherheit im Radverkehr beschloss der Bund auf Initiative von Nikolas Löbel. „Ich habe die Sonderförderung angestoßen, weil viele Menschen die mangelnde Sicherheit als Grund dafür angeben, nicht häufiger auf das Fahrrad umzusteigen. Das muss besser werden in Mannheim und dafür habe ich unserer Stadt das Geld im Bundeshaushalt gesichert“, sagt der Bundestagsabgeordnete und Mannheimer Stadtrat in der Mitteilung vom Freitag. Vor allem große Kreuzungen würden in Mannheim von Radfahrern als unübersichtlich und gefährlich empfunden.

Unter die Bundesförderung für Mannheim fielen laut Löbel insbesondere der Umbau oder Neubau von Kreuzungsbereichen unter dem Aspekt der Sicherheit für Radfahrer sowie zum Beispiel die Ertüchtigung bestehender Radwege unter Sicherheitsaspekten. „Auch Möglichkeiten der Digitalisierung für mehr Sicherheit im Radverkehr können gefördert werden“, so Löbel. Mannheim kann sich außerdem über eine weitere Förderung vom Bund freuen:

Mannheim: 10 Millionen Euro für Radverkehr in Mannheim – was mit dem Geld passieren soll

Seit über 10 Jahren investiert Mannheim in die Förderung des Radverkehrs. Grundlage ist das 2009 verabschiedete 21-Punkte-Handlungsprogramm. Damit möchte die Stadt den Anteil des Radverkehrs steigern. Das Zwischenziel von 23 Prozent Radverkehrsanteil wird in 2020 knapp erreicht werden. Eine weitere Steigung soll mit der Einrichtung neuer Fahrradstraßen und dem weiteren Ausbau des Radwegenetzes erreicht werden. Darunter fällt auch der Bau zweier Radschnellwege, die aus dem baden-württembergischen, hessischen und pfälzischen Umland in die Innenstadt führen.

In den Jahren 2020 bis 2023 sind auf dem Gebiet der Stadt Mannheim Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur in Höhe von mindestens 22,92 Millionen Euro vorgesehen. Der Fokus soll dabei nicht nur der Ausbau des Radwegenetzes sein, sondern auch die Sicherheit im Radverkehr, die dank der Bundesmittel für den Umbau von Kreuzungen nun weiter gefördert werden kann. Ein weiteres Thema beschäftigt die Quadratestadt schon länger: Die Mannheimer Innenstadt soll autofrei werden. (kab/pm)

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