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Mannheim: Neues Radroutennetz vorgestellt – Vorfahrt für Fuß und Fahrrad

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Von: Marten Kopf

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Mannheim - Am „Runden Tisch Radverkehr“ stellt die Verwaltung ihr Konzept für mehr Sicherheit für Radfahrer vor. Geplant sind auch eine Rücksichtskampagne – und mehr Grünpfeile für Zweiräder.

Das rund 290 Kilometer lange Radroutennetz in Mannheim wird erweitert. Grundlage für die neue Planung sollen hochwertige Radschnellwege und sogenannte „Radvorrangrouten“ sein. Hinzu kommen Hauptrouten, sodass ein engmaschiges Netz aus Fahrradrouten entstehen kann, wie die Stadtverwaltung am „Runden Tisch Radverkehr“ mitteilt.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl309.721 (Stand: 31. Dezember 2020)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Masterplan Mobilität 2035: Neues Gerüst für künftiges Radroutennetz

„Mit der Planung schaffen wir ein neues Gerüst für das künftige Radnetz in Mannheim. Damit soll hier das Radfahren noch schneller und sicherer werden. Erste Untersuchungen von Streckenverläufen und Potenzialen laufen bereits und werden im Rahmen des weiteren Prozesses identifiziert“, erläutert der für Mobilität zuständige Bürgermeister Ralf Eisenhauer.

Ergänzt würde dieses Gerüst durch ein engmaschiges Netz an zusätzlichen Hauptrouten, die sowohl radial – ausgehend von der Innenstadt – als auch tangential, also stadtteilverbindend, verlaufen, so Eisenhauer weiter. Die Planung soll im Rahmen des Konzepts „Masterplan Mobilität 2035“ im kommenden Jahr dem Gemeinderat vorgelegt werden.

An ausgewählten Knotenpunkten soll die Ampelschaltung für Radfahrer verbessert werden
An ausgewählten Knotenpunkten (hier die Alte Feuerwache) soll die Ampelschaltung für Radfahrer verbessert werden © Stadt Mannheim

Radfahren in Mannheim: Rücksichtskampagne und Grünpfeile

Mit besagtem Plan wird das Ziel verfolgt, einen Handlungsrahmen und Strategien zur Steuerung des Mobilitätsverhaltens und des Verkehrs in der Stadt für die nächsten 15 bis 20 Jahre festzulegen. Für diese Aufgabe wurde im August 2020 mehrere Ingenieurbüros beauftragt. Der letzte Verkehrsentwicklungsplan für Mannheim stammt noch von Anfang der 1990er-Jahre.

Auf die Sicherheit für Radfahrende soll darüber hinaus mit einer Rücksichtskampagne aufmerksam gemacht werden. Auch soll die Fahrradsituation an Ampeln verbessert werden. Dabei wird beispielsweise die Einführung eines grünen Rechtsabbiegepfeils für Radfahrende geprüft. Hierdurch können an signalisierten Kreuzungen das Rechtsabbiegen für Radfahrende auch bei Rot erlaubt und die Verlustzeiten an diesen Kreuzungen reduziert werden.

Fahrradfahren in Mannheim: Verkehrsversuch in der Innenstadt

Derweil hat sich gerade kürzlich auch in der Mannheimer Innenstadt etwas bewegt in Sachen Fahrradfreundlichkeit. Im Rahmen des aktuell laufenden „Verkehrsversuchs“ wurde mit einem Abschnitt der Marktstraße die erste reine Fahrradstraße in den Quadraten eingeweiht, eine ebensolche bekam auch der Stadtteil Neckarau.

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Auch Rahmen der Vorbereitungen zur Bundesgartenschau 2023 setzen Stadt und Organisatoren zunehmend auf mehr Platz und mehr Sicherheit für Drahtesel. Weil etwa eine Kleingartenanlage in der Feudenheimer Au für den Bau einer Radschnellverbindung verkleinert werden musste, bekamen im März etwa 250 Mauereidechsen ein neues Zuhause. (mko/PM)

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