Jetzt wird's ernst!

Heute wird die Nacht zum Tag! Night-Mayor Hendrik macht sich an die Arbeit

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Hendrik Meier, der erste Nachtbürgermeister Deutschlands, beginnt mit seiner Arbeit.

Mannheim - Die untätigen Tage sind vorbei. Nach seiner Wahl nimmt Nachtbürgermeister Hendrik Meier seine Arbeit auf. Da er damit Neuland betritt, gibt es sehr viel zu tun:

Jetzt wird es ernst für den ersten Night-Mayor Deutschlands... 

Bei einer historischen Wahl setzt sich am Donnerstag (19. Juli) der Student Hendrik Meier gegen neun Konkurrenten durch. Er trägt zwar seitdem offiziell den Titel Nachtbürgermeister (NM), außer einem Gespräch mit dem ‚echten‘ Bürgermeister Peter Kurz musste sich Meier aber noch nicht beweisen. 

Fotos von der Wahl zum Nachtbürgermeister in Mannheim

Das ändert sich nun! Am Mittwoch (1. August) beginnt sein erster Arbeitstag. Damit betritt er Neuland, wie er es nennt. Aber gerade das finde er daran aufregend: „Ich bin super gespannt“, meint Meier dazu. Inspirationen kann er sich von seinen Kollegen aus Amsterdam, London und Zürich holen, wo es das Amt schon länger gibt.

Große Aufgaben und viel zu tun

Seine Aufgabe ist keine leichte – er soll für ein reibungsloses Nachtleben in Mannheim sorgen. Dabei muss er zwischen Bar- und Clubbesitzern, Gästen, Anwohnern und der Politik vermitteln. Für seinen ersten Arbeitstag hat er sich schon viel vorgenommen: erst spricht er mit den Barbetreibern über aktuelle Probleme, dann besucht er zwei Konzerte. 

Man wird sich erstmal gegenseitig beschnuppern“, sagt der Student, der noch in diesem Monat seinen Master an der Popakademie machen wird. Danach wartet eine Mammutaufgabe auf ihn – alle 120 Bars und Clubs in Mannheim kennen lernen und besuchen. Bewaffnet mit Handy und Laptop wird die Nacht zum Tag gemacht. 

Was verdient der Nachtbürgermeister?

Der 27-Jährige will sich nach dem Studium voll auf den Job konzentrieren. Laut Vertrag arbeitet er 50 Stunden pro Monat, wofür er etwa 1.200 Euro bekommt. 

Schon bei seiner Wahlrede betont er die Wichtigkeit des Projekts „Luisa“. Mit einem Code-Satz sollen Frauen, die gerade belästigt werden, unauffällig auf ihre Situation hinweisen können. NM Meier will nun alles über das Konzept lernen, damit er es als Multiplikator an das Club-Personal weitergeben kann. 

 dpa/dh

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