Auch beim Müll muss gespart werden

Wegen steigender Kosten: Erhöhung der Abfallgebühren ab Januar 2019!

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Ab 2019 gibt's neue Restmülltonnen: Die Kleinste schrumpft dann von 80 auf gerade mal 60 Liter. (Symbolbild)

Mannheim - Aufgrund von Kostensteigerungen werden die Abfallgebühren ab Januar 2019 angehoben. Gleichzeitig wird eine kleinere 60-Liter-Restmülltonne eingeführt. Was das konkret bedeutet:

Am Dienstag (23. Oktober) stimmt der Gemeinderat einer Erhöhung der Abfallgebühren zu. Grund dafür sind gestiegene Personalkosten im Zuge von Tariferhöhungen sowie die deutliche Erhöhung der Sachkosten, etwa für Treibstoff. Und das, obwohl Mannheim im Müllgebühren-Ranking schon 2016 sehr weit oben steht! Zur Deckung der gestiegenen Kosten müssen die Beiträge nun erstmals seit 2015 erhöht werden. 

Die Gebührenerhöhung erfolgt in zwei Schritten: Zum Januar 2019 werden sie zunächst um 3,86 Prozent angehoben. Ein Jahr später, im Januar 2020, erfolgt eine erneute Anhebung um 3,99 Prozent.

Gebühren sparen mit 60-Liter-Restmülltonne?

Zeitgleich mit der Gebührenanpassung führt die Abfallwirtschaft Mannheim ab 2019 eine kleinere Restmülltonne ein. Die derzeit kleinste 80 Liter-Tonne, die 14-täglich geleert wird, schrumpft dann um ein Viertel auf 60 Liter. Ziel der Verkleinerung ist das Schaffen von mehr Gebührengerechtigkeit für Haushalte mit geringen Abfallmengen. 

Zudem soll damit ein Anreiz zur Abfallvermeidung und Abfalltrennung geschaffen werden. Wer etwa die kostengünstigere Biotonne für organische Abfälle nutzt, kann auf eine kleinere Restmülltonne umsteigen. So sollen Umwelt UND Geldbeutel geschont werden. 

Zu einer Gebührensenkung kommt es beim Abwasser. So verringert sich die Schmutz-Wassergebühr um 4,2 Prozent auf 1,61 Euro pro Kubikmeter. Die Niederschlags-Wassergebühr hingegen steigt um 2,5 Prozent auf 0,83 Euro pro Quadratmeter. 

pm/chh

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