Rassistische Aussage im Theresienkrankenhaus

„Erdogan kann sich um euch kümmern“: Streit zwischen Arzt und türkischer Familie!

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Eine türkischstämmige Familie erhebt Vorwürfe gegen einen Oberarzt aus dem Theresienkrankenhaus (Symbolfoto)

Mannheim-Oststadt - Eine türkische Familie erhebt Vorwürfe gegen einen Oberarzt des Theresienkrankenhauses. Das soll er gesagt haben und so äußert sich das Krankenhaus:  

Dann geht in die Türkei, da kann sich Erdogan um euch kümmern", die Worte des Oberarztes des Theresienkrankenhauses sorgen derzeit für medialen Aufruhr.

Laut eines Berichts des türkischen Nachrichtenportals dailysabah.com bricht der Streit zwischen Familienvater Altunok und Oberarzt aus, nachdem er diesen um ein anderes – hygienischeres – Zimmer für seinen Sohn fragt.

Am Mittwoch (11. April) meldet sich das Krankenhaus mit einer Stellungnahme zu Wort, bestätigt den Vorwurf – relativiert ihn aber.

Zwei Versionen

Grundsätzlich beißen sich die Versionen von Krankenhaus und ,dailysabah'. Das Nachrichtenportal schildert einen besorgten aber besonnenen Vater im Disput mit einem schlecht organisierten, verständnislosen und schließlich auch rassistischen Krankenhauspersonal.

Dieses gibt den Vorfall aber so wider, dass der Vater sich aufbrausend verhalten und die Stationsärztin massiv beschimpft hätte – woraufhin der Oberarzt zu Hilfe gerufen worden sei.

Arzt bedauert Worte

Dieser habe versucht, sich um ein neues Zimmer zu kümmern – erfolglos. Laut der Pressemitteilung folgte weitere „aggressive und unsachliche Kritik am Krankenhaus“. Daraufhin habe der Arzt sich zu dem Satz hinreißen lassen.

Er bedauere, dass er sich in dieser Form geäußert hat: „Die Situation war sehr emotional und aggressiv. Es tut mir leid, dass diese Worte so gefallen sind. Sie entsprechen nicht meinem Selbstverständnis und einem professionellen Umgang mit allen Patienten, unabhängig von ihrer Herkunft.“

Polizei greift ein

Im weiteren Verlauf des Streits habe man schließlich die Polizei hinzurufen müssen, „da der Vater des Patienten gegenüber den Ärzten weiterhin aggressiv auftrat und ihnen drohte“, heißt es in der Stellungnahme des Krankenhauses weiter.

Man habe angeboten, die Behandlung fortzuführen, wenn sich der Patient angemessen und kooperativ verhält. Die Familie habe das Krankenhaus jedoch verlassen

ckl/gs/kab

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