1.000 Demonstranten

Angespannte Stimmung bei Demonstration in Mannheim – Großaufgebot der Polizei

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Emotionale Demonstration gegen „türkischen Angriffskrieg“ in Syrien.

Mannheim - Kurden, Türken und Deutsche demonstrieren heute gegen den „türkischen Angriffskrieg in Nordsyrien“. Rund 1.000 Demonstranten erscheinen und die Stimmung ist angespannt. 

Am heutigen Samstag (26. Oktober) erleuchtet die Innenstadt Mannheims in den Farben Gelb-Rot-Grün – die Farben der Flagge Rojavas – während Rufe wie „Terrorist Erdoğan“ durch die Straßen hallen. Hunderte Polizisten sind im Einsatz und der öffentliche Nahverkehr ist massiv beeinträchtigt. Doch was war heute los in Mannheim?

Gegen 14 Uhr versammelten sich rund 1.000 Menschen vor dem Schloss in Mannheim, um ihren Frust gegenüber der Politik kund zu tun und gegen den „türkischen Angriffskrieg in Nordsyrien“ zu demonstrieren. Unter den Demonstranten sind Familien, Senioren aber auch viele junge Menschen. Schon vor Beginn herrscht eine emotionale und angespannte Atmosphäre, denn in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden, die oftmals in Gewalt endeten.

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Mannheim: Rund 1.000 demonstrieren gegen „türkischen Angriffskrieg“

Der heutige Demonstrationszug beginnt nach einer Ansprache des Veranstalters am Mannheimer Schloss und verläuft von dort über den Marktplatz zum alten Meßplatz in Mannheim-Neckarstadt. Am Meßplatz angekommen spricht die Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut aus Mannheim und ein ehemaliger Abgeordneter des türkischen Parlaments, Ali Atalan. Dank des Großaufgebots der Polizei bleibt die Demonstration friedlich, wenn auch angespannt. Als der Demonstrationszug den Marktplatz erreicht, sind immer wieder aggressive Zwischenrufe von Passanten zu hören. Doch wieso ist das Thema Rojava für viele Türken und Kurden so emotional?

Angespannte Stimmung bei Demonstration in Mannheim – Fotos vom Tag

Mannheim: Großaufgebot der Polizei bei Kurden-Demonstration

Am 9. Oktober soll das türkische Militär unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan in Rojava in Nordsyrien eingefallen sein, um einen „Angriffskrieg“ gegen die selbstverwaltete Region zu führen. In Rojava leben überwiegend Kurden, aber auch Araber, Aramäer und Syrer, die laut BundestagsabgeordneteGökay Akbulut dort friedlich und demokratisch zusammengelebt haben. Für Akbulut ist klar, dass Erdoğan einen „völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“ in Rojava führt, der zu vielen Todesopfern und neuen Flüchtlingsströmen führen wird. Mit der heutigen Demonstration in Mannheim will Akbulut Solidarität mit den Menschen in Rojava bekennen und Druck auf die deutsche Politik ausüben. Denn die deutsche Rüstungsindustrie exportiert Panzer und Waffen in die Türkei, die im Krieg in Nordsyrien verwendet werden. Daher fordert Akbulut ein sofortiges Waffenembargo gegen die Türkei.

Aktuell geht bei Facebook ein Video viral, das zeigen soll, wie Polizisten in Mannheim vor der Nase weg ein Streifenwagen geklaut wird – DAS steckt hinter dem vermeintlichen Skandal!

mw

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