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Mannheim: Eisstadion am Friedrichspark „nicht mehr verkehrssicher“ – Abriss 2022

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Von: Josefine Lenz

Das Eisstadion in Mannheim wird abgerissen
Das Eisstadion in Mannheim wird abgerissen © MANNHEIM24/Daniel Hagen

Mannheim - Seit über 80 Jahren steht das Eisstadion am Friedrichspark. Nun soll es abgerissen werden und der Uni als eine Erweiterung dienen:

Eine Ära geht zu Ende und macht Platz für etwas Neues: Das Eisstadion am Friedrichspark wird abgerissen, um Platz für die Uni Mannheim zu schaffen. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude, in dem bis 2005 die Adler Mannheim ihre Heimspiele austrugen, fertiggestellt und erstmals geöffnet. Es befindet sich unweit des Barockschlosses und soll künftig als Erweiterung der Universität dienen, wie Bernd Müller, Leiter des Amts Vermögen und Bau Baden-Württemberg, im Gespräch mit MANNHEIM24 erklärt.

Mannheim: Eisstadion wird abgerissen – Zustand sei „nicht mehr verkehrssicher“

Schon lange verschlechterte sich der Zustand des Eisstadions am Friedrichspark zusehends. Neben dem äußerlich maroden Erscheinungsbild ist es vor allem das Innere, das dem Amtsleiter schon seit Jahren Anlass zur Sorge gibt. Doch die Hände sind ihm gebunden, denn seit den 40er Jahren pachtet die Stadt Mannheim die Fläche rund um das Eisstadion. Der eigentliche Eigentümer des Areals, das sich von der Eishalle über das Schloss bis zum Rhein erstreckt, ist das Land Baden-Württemberg.

Während die Stadt Mannheim lediglich die notwendigsten Reparaturen durchführt, ist für Müller klar: Dieses Gebäude darf nicht mehr benutzt werden. „Das Eisstadion ist nicht mehr verkehrssicher“, resümiert er. Unter anderem sei die Stahlkonstruktion bereits marode, eigentlich hätte die Öffnung der Eishalle „keiner mehr verantworten“ dürfen, kritisiert er weiter.

Die Stadt nimmt zu den Vorwürfen Stellung. Gegenüber MANNHEIM24 sagt eine Sprecherin: „Das Stadion war an einen Sportverein verpachtet, dieser hat es betrieben und für seine Zwecke verkehrssicher gehalten.“

Mannheim: Eisstadion wird 2022 abgerissen – Das soll auf der Fläche entstehen

Im März ist die Erbpachtung nach über 80 Jahren ausgelaufen und das Land Baden-Württemberg hat nun neue Pläne für die Fläche.

Die Räumungsarbeiten vor dem eigentlichen Abriss des Eisstadions haben bereits begonnen. Auch der Rahmenplan sei laut Müller entwickelt und abgesegnet worden. Der nächste Schritt sei der Bebauungsplan, der derzeit erarbeitet und voraussichtlich Ende des Jahres offengelegt werde. Dann können die Bürger Mannheims die Ideen des Landes genaustens unter die Lupe nehmen. Wenn der Landtag Mittel für Abriss- und Neubauarbeiten bewilligt und die Gremien dem Bauplan zustimmen, steht dem Abriss des Eisstadions nichts mehr im Wege. Müller ist guter Dinge, dass dies klappen wird. 2022 soll dann die Eishalle abgerissen werden.

Das Eisstadion in Mannheim wird abgerissen
Das Eisstadion in Mannheim wird abgerissen © MANNHEIM24/Daniel Hagen

Zusammen mit Architekten habe man sich überlegt, dass zwei bis drei Gebäude auf der bereits versiegelte Fläche des Eisstadions am Friedrichspark errichtet werden. Sie sollen nicht weiter als der „Fußabdruck des Stadions“ reichen und so müsse keine grüne Fläche in Anspruch genommen werden. Wichtig sei auch, dass die neuen Häuser nicht in den Park gebaut werden und „möglichst viel geschont“ wird. Man werde bis zur Bismarckstraße bauen – und nicht weiter.

Mannheim: Durch Eisstadion-Abriss – Uni bekommt endlich mehr Platz

Und wofür sollen die neuen Gebäude genutzt werden? Man wolle eine Erweiterung der Uni Mannheim ermöglichen und damit neue Vorlesungssäle oder andere Studienräume schaffen, die sich in Schlossnähe befinden. So kann gewährleistet werden, dass die Studenten rechtzeitig zur ihren Vorlesungen kommen und die Uni nicht aus allen Nähten platzt. Einen anderen Ausweichort würde es ohnehin nicht geben, wie der Amtsleiter versichert. „Geht nichts mehr“, sagt er im Telefongespräch. Auf die gewonnene Fläche könne man außerdem ausweichen, wenn das Schloss renoviert werden muss.

Für die Uni ist der Abriss des Eisstadions also ein großer Gewinn. Alle Eishockey-Fans sowie die Inliner-Vereine, die bis heute darin trainiert haben, werden dem Ende einer Ära sicherlich nachtrauern. (jol)

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