Bündnis „hochgeschult - kaputtgespart“

Für bessere Finanzierung: Studenten-Demos in Mannheim und Heidelberg 

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Am Mannheimer Schloss versammeln sich Studenten, um gegen die Hochschulfinanzierung zu demonstrieren.

Mannheim - Nicht nur in Mannheim finden am Mittwoch (30. Oktober) Demos statt, in ganz Baden-Württemberg gehen Studenten auf die Straße. Der Grund: 

  • Demo vom Bündnis „hochgeschult - kaputtgespart“
  • Erhebliche Verkehrsbehinderungen in Mannheim
  • Straßenbahnen werden umgeleitet

Update vom 31. Oktober: Neben Mannheim und Heidelberg demonstrierten Studierende auch in Stuttgart, Stuttgart-Hohenheim, Freiburg, Karlsruhe, Ulm, Tübingen, Konstanz und Friedrichshafen für bessere Hochschulfinanzierung. In Mannheim gingen rund 2.000 Menschen auf die Straße, in Heidelberg versammelten sich einige hundert Studierende auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Zu nennenswerten Vorkommnissen kam es nicht.

Grundtext vom 30. Oktober: Am Mittwochnachmittag (30. Oktober) kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Mannheim. Der Grund ist eine Demo vom Bündnis „hochgeschult - kaputtgespart“. Sie will für eine solide Grundfinanzierung im Hochschulsystem in Baden-Württemberg kämpfen.

Durch den Protest können Straßenbahnen nicht weiterfahren und müssen umgeleitet werden. Wie die rnv auf Twitter mitteilt, sind davon die Linien L1, L2, L3, L4, L5, L6, L7, L60 und L63 betroffen. Fahrgäste sollen Durchsagen und Anzeigen beachten. Auch die Polizei Mannheim weist auf die Demo hin. Die kurzzeitigen Beeinträchtigungen betreffen den Bereich: Schloss, Kurpfalzstraße, Paradeplatz, Planken, Kaiserring und Bismarckstraße.

Demo in Mannheim: Studenten fordern bessere Hochschulfinanzierung

Nicht nur in Mannheim finden am Mittwoch Demos statt, in ganz Baden-Württemberg protestieren Studenten für eine bessere Hochschulfinanzierung. Auch in Städte wie Heidelberg, Karlsruhe und Stuttgart wird protestiert. Hochschulen fordern deutlich mehr Geld vom Land, sie drohen andernfalls mit einem Abbau von Studienplätzen. Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, der Heidelberger Universitätsprofessor Bernhard Eitel, hat bereits gewarnt, ohne eine ausreichende Finanzierung müssten spätestens im Jahr 2021 Leistungen wegfallen. 

Vor dem Mannheimer Schloss demonstrieren sogar die Statuen mit. 

Derzeit wird über einen neuen Vertrag der staatlichen Hochschulen mit dem Land verhandelt, in dem es um die Grundfinanzierung geht. Die Verhandlungen sind schwierig, weil das Land bei der Aufstellung des anstehenden Doppeletats 2020/2021 sparen will. Nach Ansicht des Rektors der Stuttgarter Universität könnten die Strafzahlungen der Autokonzerne aus dem Dieselskandal die finanziellen Probleme ausgleichen: „Wir fordern: Pro Jahr 100 Millionen Euro an die Universitäten von diesem Geld!", sagt Wolfram Ressel bei einer Kundgebung. 

Hochschulen wollen mehr Geld - Ministerium zeigt Verständnis

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) zeigt Verständnis für die Forderungen der Studenten. „Es ist gut, dass sich die Studierenden für ihre Angelegenheiten einsetzen, dazu gehört auch eine angemessene Finanzierung der Hochschulen", sagt sie. „Wir setzen uns also für dieselbe Sache ein." Es gebe aber auch finanzielle Rahmenbedingungen des Landeshaushalts. „Ich kämpfe dafür, dass wir im Haushaltsverfahren noch weitere Mittel bekommen und die Spielräume für die Hochschulen weiter vergrößert werden", verspricht die Ministerin. 

In Heidelberg demonstrieren Studenten für eine bessere Finanzierung der Hochschulen.

Dem Bündnis "hochgeschult - kaputtgespart" gehören unter anderen die Landesstudierendenvertretung, die Landesrektorenkonferenz, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die DGB Hochschulgruppe Stuttgart sowie Jusos und Grüne Jugend Baden-Württemberg an.

pol/jol

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