Neue Corona-Verordnung

Mannheim: Ausgangssperre und Schule – welche neuen Regeln jetzt gelten 

Mannheim - Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung, mit dem Ziel die rasante Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, erneut geändert – das gilt aktuell: 

Update vom 23. April: Die Bundes-Notbremse ist beschlossene Sache. Das geänderte Infektionsschutzgesetz tritt an diesem Freitag in Kraft – in Kreisen und Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 in den vergangenen drei Tagen soll die Bundes-Notbremse ab Samstag (24. April) automatisch greifen. Die Lockerungen der Ausgangssperre, die das Land Baden-Württemberg entgegen erster Ankündigungen nun doch übernehmen will, könnten in Mannheim demnach bereits ab diesem Wochenende gelten.

Corona-Notbremse: Die aktuellen Regeln auf einen Blick

In Deutschland greift die Bundes-Notbremse
In Deutschland greift die Bundes-Notbremse
In Deutschland greift die Bundes-Notbremse
In Deutschland greift die Bundes-Notbremse
Corona-Notbremse: Die aktuellen Regeln auf einen Blick

Mannheim: Ausgangssperre und Schule – welche neuen Regeln jetzt gelten

Erstmeldung vom 19. April: Kein Warten auf den Bund! Nachdem die Landesregierung Baden-Württemberg angekündigt hat, nicht auf das Anti-Corona-Bundesgesetz warten zu wollen, haben die Verantwortlichen mit einer neuen Corona-Verordnung selbst die „Notbremse“ gezogen. Damit gelten ab Montag für Hotspots einheitlich schärfere Regeln. Da die Rechtsfolgen laut Corona-Verordnung erst am zweiten Werktag nach der öffentlichen Bekanntmachung durch die Stadt eintreten, greifen die verschärften Regelungen in Mannheim also ab Mittwoch (21. April). Bis zum Eintreten der neuen Allgemeinverfügung der Stadt haben die bisherigen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus Bestand. Ursächlich für die Maßnahmen ist ein Wert von über 100 bei 7-Tages-Inzidenz (an drei Tagen infolge). Entsprechenden gelten in der Quadratestadt demnächst folgende Regeln:

Neue Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus der Stadt Mannheim tritt am 21. April in Kraft (Symbolfoto).

Corona in Mannheim: Folgende Regelungen gelten ab Mittwoch, 21. April:

  • Treffen sind nur noch mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person erlaubt. (Kinder bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit)
  • Von 21 bis 5 Uhr gelten verpflichtende Ausgangsbeschränkungen. Die Wohnung oder Unterkunft darf nur in Ausnahmefällen verlassen werden.
  • Geschäfte mit Produkten für den täglichen Bedarf sind unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen und einer verschärften Personenbeschränkung auf der Verkaufsfläche geöffnet.
  • Geschlossen sind Bau- und Raiffeisenmärkte. Gartenmärkte bleiben offen.
  • Sonstiger Einzelhandel darf weiterhin nur „Click & Collect“ anbieten. Lieferdienste bleiben möglich.
  • Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten bleiben geschlossen.
  • Sport darf nach wie vor im Freien und geschlossenen Räumen nur noch kontaktlos alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts ausgeübt werden. Auf weitläufigen Sportanlagen wie Golfplätzen oder Reitplätzen können auch mehrere Gruppen individualsportlich aktiv sein, wenn ausgeschlossen ist, dass sich die Gruppen untereinander begegnen.
  • Der Betrieb von Betrieben zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie von kosmetischen Fußpflegen oder ähnlichen Einrichtungen bleibt untersagt, ebenso wie der Betrieb von Sonnenstudios.
  • Wer Friseurdienstleistungen wahrnehmen möchte, braucht ab Mittwoch, 21. April, den Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder eines Nachweises einer bestätigten Infektion. Kostenlose Bürgertests können hierfür verwendet werden.
  • Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen weiterhin nur Online-Unterricht anbieten.

Corona in Mannheim: Das gilt für Schulen

  • Für alle Klassenstufen: Wechselunterrichtsmodelle plus Testpflicht. Beim Wechselunterricht muss gewährleistet sein, dass die Abstände eingehalten werden und sich die unterschiedlichen Lerngruppen nicht begegnen.
  • Inzidenzunabhängige Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Präsenzbetrieb.
  • In Stadt- und Landkreisen, in denen die 7-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 200 liegt, muss am übernächsten Tag auf Fernunterricht umgestellt werden. Die Notbetreuung in den Jahrgangsstufen 1 bis 7 sowie die Abschlussklassen und die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) G und K sind hiervon weiterhin ausgenommen.
  • Die Testpflicht gilt auch für den Besuch der Notbetreuung.
  • Kitas, Kindergärten und Kindertagesbetreuungen dürfen in Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 200 nur noch Notbetreuung anbieten.

Die Notbremse tritt außer Kraft, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt. Lockerungen treten dann am übernächsten Tag in Kraft. Maßstab für inzidenzabhängige Maßnahmen sind die Daten des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg. (PM/esk)

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Celine Chiara Burghardt

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