Gute Nachrichten für Schausteller

Nach Corona-Aus erlaubt Stadt Mannheim „Mini-Messe“ – was uns erwartet

Mannheim - Die Mannheimer Messe gehört zu den größten Volksfesten der Region – und muss wegen Corona abgesagt werden. Doch nun soll es eine Alternative geben.

  • Wegen Corona müssen alle Großveranstaltungen abgesagt werden – auch die Mannheimer Messe.
  • Die Schausteller sitzen seit Weihnachten auf dem Trockenen und haben keine Einnahmen.
  • Eine kleiner mobiler Freizeitpark soll das Problem in Mannheim lösen.

Update vom 10. Juli: „Als Ansprechpartnerin für das Schaustellergewerbe wissen wir um die Not und Existenzängste dieser Branche. Diese wurden uns zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Krise bewusst und wir ringen seither nach Lösungen und Möglichkeiten. Deshalb gilt mein Dank insbesondere dem Mannheimer Gemeinderat, aber auch der Mannheimer Verwaltung. Der Mut und die Bereitschaft aller Beteiligten, konstruktiv neue Wege zu gehen, freut uns sehr, da die Schausteller seit Corona keine Verdienstmöglichkeit mehr haben“, sagt Christine Igel, Geschäftsführerin der Event&Promotion Mannheim.

Vom 1. August an bis Anfang September soll die „Mini-Messe" in Mannheim die Bürger begeistern und die Schausteller finanziell entlasten. Gegenüber von Luisenpark und Technoseum sollen ein Riesenrad und zwei Imbissstände für Abwechslung sorgen. Auf dem Neuen Messplatz soll das 55.000 Quardratmeter große Gelände Platz für bis zu 500 Besucher bieten – falls es bis dahin neue Lockerungen gibt, wären sogar noch mehr möglich. Sehr erfreulich ist zudem, dass den Schaustellern der Oktobermess und dem Fastnachtsmarkt 2021 die Standmiete erlassen wird – falls die Events stattfinden können. Dann wären lediglich eine Infrastrukturkostenumlage und Nebenkosten zu entrichten.

Die Veranstalter und Beteiligten bitten bereits jetzt verantwortungsvoll mit dieser außergewöhnlichen Freizeitmöglichkeit für Mannheim umzugehen und die Hygiene-und Abstandsregeln einzuhalten.

Nach Corona-Aus: Stadt Mannheim erlaubt „Klääni Mannemer Mess“

Erstmeldung vom 9. Juli: Alljährlich lockt die Mannheimer Messe tausende Menschen auf den Neuen Messplatz und bietet Spaß für Jung und Alt. Doch Corona und die damit verbundenen Maßnahmen sorgen dafür, dass im Jahr 2020 alle Veranstaltungen dieser Art abgesagt werden müssen. Das ist besonders für die Schausteller schlimm, denen plötzlich ihre gesamte Einnahmequelle wegfällt. Nachdem die Corona-Regeln deutschlandweit gelockert werden, werden auch immer mehr Veranstaltungen wieder erlaubt – jedoch nur bis zu einer bestimmten Größe. Die Stadt Mannheim hat daher ein Konzept für eine „Mini-Mess“ erlaubt.

Name Mannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl309.370 (2019)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)
Hochschulen und UniversitätenUniversität Mannheim, Hochschule Mannheim, Popakademie Baden-Württemberg

Mannheim: „Minni-Mess" auf dem Neuen Messplatz und am Technoseum

Die Stadtspitze hat das von „Event & Promotion Mannheim GmbH“ erstellte Konzept mit zwei Standorten am neuen Messplatz und am Landesmuseum genehmigt“, verkündet CDU-Fraktionschef Claudius Kranz. Seine Partei habe bereits im April gefordert, dass die Schausteller unbedingt unterstützt werden müssen. Laut Stephan Schuster vom Schaustellerverband Mannheim fange bei seinen Kollegen der „Panikmodus“ an, wie er in einem Interview bei RON-TV erklärt. Dagegen könnte nun eine „Klääni Mannemer Mess“, wie die CDU es nennt, helfen.

Das Konzept der „Event & Promotion Mannheim GmbH“ besteht nach Informationen des „Morgenweb“ aus einem Riesenrad mit zwei Imbissständen auf dem Parkplatz des Technoseusm und aus einem mobilen Freizeitpark auf dem Neuen Messplatz. Der Freizeitpark wird natürlich nicht so groß sein wie die reguläre Messe und soll umzäunt sein, damit nur eine bestimmte Anzahl am Menschen gleichzeitig sie nutzen können. Damit sollen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Mannheim: Lichtblick für die Schausteller

Das Konzept ist am Mittwoch (8. Juli) von der Dezernentenkonferenz im Rathaus abgesegnet worden. Diese besteht aus dem Oberbürgermeister und allen anderen Bürgermeistern. Wie das „Morgenweb“ berichtet, versuche EPM-Geschäftsführerin Christine Igel die kleine Messe schon ab 1. August zu starten. „Wenigstens ein Anfang, ich bin froh, dass das klappt“, sagt Stephan Schuster dazu und hofft auf eine schnelle Umsetzung.

Auf dem Neuen Messplatz soll eine „Minni-Messe“ stattfinden. (Archivfoto)

Wir begrüßen dabei insbesondere, dass gerade die Schausteller, die bereits für die nun ausgefallene Maimess den Zuschlag erhalten hatten, nun angesprochen werden sollen“, sagen die CDU-Stadträte. Die „Minni-Mess“ sei ein starkes Zeichen für die Schausteller und ein ansprechendes Konzept für die Menschen in Mannheim. Diesen ist zu Beginn des letzten Monats schon etwas geboten worden, als für kurze Zeit ein „Drive-In-Zirkus" seine Pforten auf dem Parkplatz „Im Pfefferswörth öffnete. (pm/dh)

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Sascha Kraft

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