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Mannheim: Corona-Kontrolle im ÖPNV – So viele Masken- und Impfmuffel gehen ins Netz

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim – Insgesamt 1.900 überprüfte Fahrgäste in 78 Straßenbahnen. Die Bilanz der Corona-Großkontrolle von Polizei, Stadt und rnv an Haltestellen im Stadtgebiet:

Der ÖPNV ist mal wieder ins Visier der Corona-Kontrolleure geraten. Am Mittwoch (2. Februar) zwischen 16 Uhr und 21 Uhr ist die gemeinschaftliche Aktion der Verkehrspolizei des Polizeipräsidiums Mannheim, des städtischen Ordnungsdienst und der rnv über die Bühne gegangen. Der Schwerpunkt der umfangreiche Kontrollen im Öffentlichen Personennahverkehr hat hierbei auf der Einhaltung der Maskentragepflicht und der 3G-Regelungen sowie der Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln gelegen.

Sechs gemeinsame Kontrollteams, mit insgesamt rund 50 Polizisten, Mitarbeitern des städtischen Ordnungsdienstes sowie Beschäftigten der rnv, kontrollierten Busse und Straßenbahnen an mehreren Haltestellen im gesamten Stadtgebiet. Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Paradeplatz als einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Mannheim.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl309.721 (31. Dez. 2020)
Fläche144,97 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

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Mannheim: Corona-Kontrolle im ÖPNV – 1.900 Fahrgäste überprüft

Die Bilanz: Insgesamt sind rund 1.900 Personen in 78 Straßenbahnen und zwei Bussen nach ganzheitlichen Gesichtspunkten stichpunktartig überprüft worden. Hierbei wurden 25 Verstöße gegen die Maskentragepflicht und 14 Verstöße gegen die 3G-Regel festgestellt. Laut Einsatzleiter Bernhard Dräxler war der überwiegende Anteil der kontrollierten Personen einsichtig und zeigte Verständnis für die Beschränkungen und die damit einhergehenden Kontrollen.

So ist es in den meisten Fällen daher zunächst bei einer mündlichen Verwarnung geblieben. Lediglich zehn Verstöße gegen die 3G-Regel werden zur Anzeige gebracht. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 0,73 Prozent – quasi das Verhältnis kontrollierte Personen zu Anzeigen.

Ein Mann (r) zeigt während einer Kontrolle der 3G-Maßnahmen im ÖPNV zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in einer Station seinen digitalen Impfnachweis auf seinem Handy vor
Ein Mann zeigt während einer Kontrolle der 3G-Maßnahmen im ÖPNV seinen digitalen Impfnachweis auf seinem Handy vor. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Auch in den kommenden Wochen wird das Polizeipräsidium Mannheim mit seinen Kooperationspartnern präsidiumsweit einen deutlichen Schwerpunkt bei der Durchsetzung der Einhaltung der Maskenpflicht und der 3G-Regel in öffentlichen Verkehrsmitteln setzen. Weitere gemeinsame Kontrollaktionen mit gleicher Zielrichtung seien bereits in der Planungsphase.

Corona-Großkontrolle in Mannheim: Beanstandungsquote „sehr niedrig“

Polizeipräsident Siegfried Kollmar konstatiert: „Gerade jetzt, in Zeiten enorm hoher Inzidenzen, müssen wir unsere Anstrengungen weiter intensivieren, damit die Infektionszahlen nicht wichtige gesellschaftliche Bereiche zum Erliegen bringen. Uns ist bewusst, dass nach der langen Pandemiedauer mit vielen Regelungsänderungen bei vielen eine gewisse „Müdigkeit“, gerade was die Schutzmaßnahmen betrifft, eingetreten ist. Wir alle wünschen uns endlich „Normalität“ zurück! Deshalb wollen wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern einen Beitrag dazu leisten und durch Kommunikation und intensive Aufklärung, die Akzeptanz für die Einhaltung der Maskentragepflicht und die 3G-Regelungen zu erhalten und zu steigern. Verstöße Uneinsichtiger werden natürlich konsequent zur Anzeige gebracht.“

An mehreren Haltestellen in Mannheim wurden Corona-Kontrollen in insgesamt 78 Straßenbahnen durchgeführt. (Archivfoto)
An mehreren Haltestellen in Mannheim wurden Corona-Kontrollen in insgesamt 78 Straßenbahnen durchgeführt. (Archivfoto) © MANNHEIM24/Martina Knopik

„Die Beanstandungsquote in Bussen und Stadtbahnen ist mit 0,73 Prozent sehr niedrig. Das ist erfreulich und zeigt, dass die Fahrgäste verstanden haben, um was es geht. Mit ihrem Verhalten tragen sie nicht nur zu ihrem eigenen Schutz, sondern auch zum Schutz der anderen Fahrgäste und des Personals bei“, so Erster Bürgermeister Christian Specht (CDU), dem das Thema sowohl als Sicherheitsdezernent als auch in seiner Funktion als ÖPNV-Dezernent ein wichtiges Anliegen ist.

Corona in Mannheim: rnv-Geschäftsführer betont – „Betreiben großen Aufwand, um Fahrgäste zu schützen“

„Viele Menschen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar sind täglich auf den ÖPNV angewiesen, mit dem sie zwischen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen pendeln. Trotz hoher Inzidenzen konnten und können wir sie durch verschiedene Schutzmaßnahmen seit Pandemiebeginn weiterhin zuverlässig befördern. Ich bedauere jedoch, dass es hier keine einheitliche Regelung zwischen den Ländern bezüglich der Maskentragepflicht gibt. Das ist eine besondere Herausforderung für die Fahrgäste, für die wir um Verständnis bitten.“

Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv bestätigt: „Seit Beginn der Pandemie betreiben wir einen großen Aufwand, um unsere Fahrgäste, aber auch unsere Kolleginnen und Kollegen, bestmöglich zu schützen. Dazu gehört natürlich auch, dass wir die geltenden Sicherheitsregeln konsequent kontrollieren. Die gute Zusammenarbeit mit der Polizei ist dabei ein ganz wichtiger Baustein. Klar ist: die Pandemie verlangt uns allen, insbesondere auch unseren Fahrgästen, weiterhin viel Geduld ab. Wir dürfen in dieser neuerlichen Hochphase der Pandemie allerdings nicht nachlässig werden. Man muss erfreulicherweise aber auch festhalten, dass die überwiegende Mehrheit unserer Fahrgäste sich an die Regeln hält“ so in der Beek weiter. (PM/pek)

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