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Mannheim: Mit Geruchstest gegen Corona – 3 Schulen starten den Versuch

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Von: Sylvia Niestroj-Haß

In Mannheim werden an Schulen Geruchttests durchgeführt.
In Mannheim werden an Schulen Geruchstests durchgeführt. © Stadt Mannheim

Mannheim – Ab sofort bekommen Schüler von drei Schulen die Möglichkeit, zweimal wöchentlich einen Riechtest zu machen. Die Tests werden von der Stadt zur Verfügung gestellt.

Im Zuge der neuen Teststrategie der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus wird den Lehrer:innen und den Schüler:innen regelmäßig die Gelegenheit für einen Schnelltest gegeben. Drei Schulen in Mannheim starten nun ein neues Pilotprojekt – Den Einsatz von selbst durchzuführenden Geruchs-Schnelltests. Beteiligt an dem Corona-Riechtest-Projekt sind die IGMH (Integrierte Gesamtschule Mannheim), die Justus-von-Liebig-Schule Mannheim sowie die Helene-Lange-Schule Mannheim. Bereitgestellt werden die Geruchstests dabei von der Stadt Mannheim. Seit Dienstag (16. März) dürfen sich alle Schüler:innen der Abschlussklassen in den drei genannten Schulen zweimal wöchentlich mithilfe der neuen Geruchstests auf das Coronavirus testen.

Mannheim: Pilotprojekt gegen Corona – Wie funktioniert der neue Corona-Schnelltest?

Die Tests basieren dabei auf der Erkenntnis, dass der Geruchsverlust eines der ersten typischen Symptome für eine Infektion mit dem stark ansteckenden Coronavirus ist. Um den Schnelltest durchzuführen, müssen sich die Schüler:innen zunächst eine App auf ihr Smartphone herunterladen. Über diese App müssen sie nun den QR-Code auf einem vorher verteilten Pappkärtchen einscannen. Anschließend müssen sie mit dem Fingernagel eine Stelle des Kärtchens aufrubbeln. Danach wird ein Duft auf dem Pappkärtchen freigegeben. Daraufhin müssen die Schüler:innen über die App angeben, um welchen Geruch es sich dabei handelt. Wird hierbei ein falsches Ergebnis angeklickt, so gilt das Ergebnis als positiv. Es muss dann im Anschluss zunächst ein gängiger Antigen-Schnelltest durchgeführt werden und wenn dieser auch positiv ist, ein PCR-Test. Erst in dem Fall wird ein positives Testergebnis an das Gesundheitsamt übermittelt.

Mannheim: Pilotprojekt gegen Corona – Welche Vorteile liefern die neuen Geruchstests?

Die neuen Schnell-Selbsttests gegen das Coronavirus bieten im Gegensatz zu den gängigen Antigen-Schnelltests einen großen Vorteil: Ihre Durchführung ist in den Schulalltag deutlich leichter zu integrieren. Die Option einer regelmäßigen Testung aller Schüler:innen in Apotheken und Hautarztpraxen hat sich nach Aussagen des Mannheimer Bildungsbürgermeisters Dirk Grunert als schwierig erwiesen. Er bemängelt dabei, dass das Kultusministerium bislang keine Strukturen für die vom Staat vorgesehene regelmäßige Testung an Schulen geliefert habe. Gleichzeitig hebt er das Engagement der Schulleitungen und der Lehrerkollegien hervor. „Als Stadt Mannheim setzen wir daher auf das – mangels Rechtsrahmen und konkreter Vorgaben des Landes – freiwillige Engagement von Schulen und eine Testung, die auch ohne besondere Strukturen einfach im Klassenraum stattfinden kann“.

Auch wenn diese Teststrategie kein hundertprozentiges Ergebnis liefern kann – ist schließlich nach einem positiven Testergebnis die Durchführung eines Antigen-Schnelltests notwendig – so klingt das Mannheimer Pilotprojekt durchaus vielversprechend. Die Tests sind gut im Schulalltag realisierbar, einfach in der Handhabung und bieten ein schnelles Ergebnis als ersten Anhaltspunkt. Wir drücken alle Daumen für das Mannheimer Pilotprojekt und bedanken uns für dieses außerordentliche Engagement bei der Stadt Mannheim und den teilnehmenden Schulen. Mit dem Projekt leisten sie einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie. (snh)

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