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Corona in Mannheim: Inzidenz über 50 – gilt wieder Ausgangssperre?

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Von: Eliran Kendi, Klaudia Kendi-Prill, Robin Eichelsheimer

Mannheim - Am Wochenende ist die Inzidenz deutlich über die wichtige Marke von 50 gesprungen. Was das für die nächtliche Ausgangssperre in der Stadt bedeutet:

Update vom 23. Februar: Alle neuen Corona-Entwicklungen in Mannheim sind ab sofort in unserem neuen Ticker zu lesen.

Update vom 22. Februar, 20:05 Uhr: Nachdem die Inzidenz von Freitag bis Sonntag um rund zehn Punkte rasant auf 53,8 angestiegen ist, scheint es aktuell wieder einen Abwärtstrend zu geben. Dennoch liegt der Wert mit derzeit 51,5 noch immer über der für die nächtliche Ausgangssperre ausschlaggebenden 50. Aus diesen Grund stellen sich viele Menschen die Frage, ob die Ausgangssperre in Mannheim nach lediglich einem Wochenende wieder zurückkommt?

Auf Anfrage von MANNHEIM24 antwortet Ralf Walther, Leiter der Pressestelle der Stadt Mannheim: „Nein. Es ist auch in diesem Fall kein Automatismus, dass eine erneuten Ausgangsbeschränkung erlassen würde. Es müssten weitere Faktoren hinzukommen.“ Welche „Faktoren“ das genau sind, lässt der Pressesprecher offen. Es liegt jedoch auf der Hand, dass vor allem die Ausbreitung der Corona-Varianten von den Verantwortlichen mit Sorge beobachtet wird.

Außerdem lässt Walther wissen, dass die Konzentration der Behörden in Mannheim derzeit auf Test- und Impfstrategien liege; mit dem Ziel, „Schulöffnungen und perspektivisch andere Öffnungen zu begleiten.“

Corona in Mannheim: Maske bei jeder Begegnung tragen? OB Kurz mit klarer Ansage

Update vom 21. Februar, 9:11 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet für Mannheim 41 neue Corona-Fälle. Dadurch steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie auf 10.549 an. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Mannheim bei 53,8, das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vortag (45,4). Damit überschreitet die Stadt den gewünschten Wert von 50. Ob die Stadt deshalb wieder Corona-Regeln verschärfen oder die Lage erst einmal abwarten wird, ist noch unklar. In Baden-Württemberg steigt ebenfalls die Inzidenz an, am Sonntag liegt sie laut RKI bei 44,3.

Corona in Mannheim: Wird Maskenpflicht wegen Mutationen verschärft? – „Wir müssen…“

Update vom 20. Februar, 10:18 Uhr: In Mannheim gibt es bereits 47 Fälle verschiedener Corona-Mutationen, das berichtet die Stadt Mannheim in einer Pressemitteilung. In 28 Fällen handelt es sich um die Virusvariante aus Großbritannien, die infektiöser ist als die „normale“ Virus-Variante. Bei den anderen Mutationen erfolgt eine weitergehende Diagnostik zur Bestimmung der exakten Variante. Laut der Stadt Mannheim werde das mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Oberbürgermeister Peter Kurz appelliert deshalb am die Bürger: „Wir sehen einen Anstieg der Infektionen mit Mutationen, der gegenläufig zur Abnahme der Infektionen insgesamt ist. Wir können auch schon beobachten, dass wir es schneller mit Ausbrüchen im Sinne von Clustern zu tun haben. Wollen wir die positive Entwicklung fortsetzen und Öffnungen ermöglichen, müssen wir den Schutz bei Begegnungen erhöhen. Der größte Schutz ist die Maske. Die klare Empfehlung lautet, sie immer aufzusetzen, wenn wir anderen Menschen begegnen. Einen wichtigen Beitrag müssen ergänzend Schnelltests leisten, insbesondere wenn Gruppen zusammenkommen oder sich Menschen über längere Zeit begegnen. Wir beginnen dies für Erzieher*innen, Lehrkräfte und das sonstige Personal an Schulen und Kindertagesstätten und wollen dies ausweiten.“

Corona in Mannheim: Stadt hebt nächtliche Ausgangssperre auf

Update vom 19. Februar, 17:45 Uhr: Wie die Stadt Mannheim am Freitagabend mitteilt, wird die nächtliche Ausgangssperre in der Quadratestadt aufgehoben. Die Ausgangsbeschränkung ist demnach ab Samstag, 20. Februar, 0 Uhr nicht mehr gültig. Die Sieben-Tages-Inzidenz in Mannheim liegt nach den Zahlen des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg heute den dritten Tag in Folge unter dem Schwellenwert von 50. Die Allgemeinverfügung der Stadt Mannheim sieht vor, dass die Ausgangssperre in diesem Fall aufgehoben wird. Mannheim hat als erste Stadt in Baden-Württemberg am 4. Dezember eine nächtliche Ausgangsperre eingeführt.

Corona in Mannheim: Wegen Ausgangssperre ‒ Löbel wettert gegen OB Kurz

Update vom 19. Februar: Die Quadratestadt macht bei der wichtigen 7-Tage-Inzidenz einen deutlichen Satz nach unten – um 4,5 auf aktuell 43,5. Kann sich das Rathaus noch lange gegen die Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre stellen? Für Mannheims MdB Nikolas Löbel (34, CDU) ist die Antwort ganz klar – nein!

Update vom 18. Februar, 11:55 Uhr: Seit Mittwoch (17. Februar) liegt der Inzidenzwert in der Quadratestadt erstmals seit langer Zeit wieder unter dem kritischen Wert von 50, die Stadt Mannheim dämpft aber die Hoffnung auf eine rasche Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre. Das missfällt sicher vielen Bürgern, jetzt meldet sich auch der Mannheimer Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Nikolas Löbel (CDU) zu Wort und kritisiert Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) mit scharfen Worten! OB Kurz wolle „auf Teufel komm raus an der nächtliche Ausgangssperre festhalten“, wettert Löbel am Donnerstag (18. Februar) in einer Pressemitteilung. Statt ein Ende der Ausgangssperre in Aussicht zu stellen, wolle OB Kurz den Bürgern trotz ausreichend niedriger Inzidenz weiter verbieten, nach 21 Uhr das Haus zu verlassen. „Das ist ein Festhalten an Symbolpolitik ‒ und genau das haben die Menschen satt“, meint Löbel.

Die Rechtsgrundlage sei indes eindeutig, erklärt Löbel: Der Erlass des Landes Baden-Württemberg schreibe vor, dass die Allgemeinverfügung zur nächtlichen Ausgangssperre aufzuheben ist, wenn die 7-Tage-Inzidenz mindestens an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liege. Löbel: „Ausreden, warum das nicht gehen soll, will niemand hören.“ Der Verweis der Stadt auf ein „diffuses Infektionsgeschehen“ könne keine ausreichende Begründung mehr sein, die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Mannheim aufrechtzuerhalten: „Wenn die Stadtspitze jetzt nach Wegen sucht, die Ausgangsbeschränkungen nicht aufheben zu müssen, obwohl die rechtlichen und, was das Infektionsgeschehen betrifft, die tatsächlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind, verlieren wir das Vertrauen der Bevölkerung“.

Corona in Mannheim: Ausgangssperre bleibt (wohl) trotz Inzidenz von 48

Update vom 18. Februar, 9:40 Uhr: Seit Pandemie-Beginn haben sich in Mannheim 10.441 Menschen (+20) mit dem Covid-19-Virus infiziert. Die 7-Tage-Fallzahl in der Quadratestadt beträgt 149 nach 156 Fällen tags zuvor. Nachdem die 7-Tage-Inzidenz am 17. Februar erstmals unter die wichtige 50er Marke gesunken ist, steht der Wert aktuell bei 48.

Corona in Mannheim: Inzidenz bei 48 – Ausgangssperre bald vorüber? Stadt bremst Hoffnung

Update vom 17. Februar: Das tägliche Corona-Update für Mannheim – am Mittwoch wurden dem Gesundheitsamt bis 16 Uhr insgesamt 25 weitere Fälle gemeldet, die Zahl der Gesamtfälle seit Beginn der Pandemie erhöht sich somit auf 10.421. Dem Gesundheitsamt Mannheim wurde ein weiter Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet – dabei handelt es sich um einen über 80 Jahre alten Mann. Somit sind in der Quadratestadt bislang 249 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl309.370 (Stand: 2019)
OberbürgermeisterPeter Kurz (SPD)

Die 7-Tage-Inzidenz ist derweil erstmals wieder unter den Wert von 50 gefallen – die Grenze, ab der die nächtliche Ausgangssperre verhängt werden kann. Wer nun angesichts einer Inzidenz von 48 hofft, bald wieder mehr Freiheiten zu haben, der irrt. Denn: Zunächst bleibt alles wie es ist, die Maßnahme hat weiterhin bestand. Die nächtliche Ausgangssperre kann frühestens aufgehoben, wenn der Inzidenz-Wert drei Tage lang unter dem Wert von 50 bleibt. Ralf Walther, Sprecher der Stadt Mannheim, mahnt derweil: „Der reine Blick auf die Inzidenz ist verkürzt. Es ist ebenfalls die Frage eines diffusen oder nichtdiffusen Infektionsgeschehen zu betrachten, genauso die Ausbreitung von Mutationen und die Möglichkeit der Nachverfolgung.

Corona in Mannheim: Inzidenz bei 50 – fällt Ausgangssperre bald wieder weg?

Update vom 16. Februar, 19:15 Uhr: Bis 16 Uhr am Dienstag werden dem Gesundheitsamt Mannheim 19 weitere Corona-Fälle gemeldet. Damit haben sich inzwischen nachweislich 10.396 Menschen in Mannheim mit dem Coronavirus infiziert. 466 Fälle gelten derzeit als aktiv. Außerdem bestätigte das Gesundheitsamt einen weiteren Todesfall – ein über 90 Jahre alter Mann ist in einem Krankenhaus außerhalb Mannheims gestorben. In der Quadratestadt sind seit Beginn der Pandemie 248 Personen an oder mit Covid-19 gestorben.

Der Wert der 7-Tage-Inzidenz ist unterdessen um satte 11,3 Punkte auf 50,2 gesunken und liegt damit leicht über dem Schwellenwert von 50, ab dem erst eine nächtliche Ausgangssperre verhängt werden kann. Sollte die 50er-Marke vielleicht schon morgen unterschritten werden, fällt dann umgehend die Ausgangssperre weg?

Leider nein, denn im Erlass des Sozialministeriums, der die nächtliche Ausgangssperre regelt, heißt es: „Sobald der 7-Tages-Inzidenzwert mindestens drei Tage in Folge unter 50/100.000 Einwohnern liegt, ist die Allgemeinverfügung wieder aufzuheben.“ Bleibt zu hoffen, dass der positive Trend in Mannheim weiter anhält – denn so könnte die nächtliche Ausgangssperre bereits zum Wochenende wieder aufgehoben werden.

Corona in Mannheim: Stadt ermöglicht allen Beschäftigten an Schulen und Kitas regelmäßige Schnelltests

Ab dem 22. Februar werden allen Lehrer*innen, Erzieher*innen und weiteren Beschäftigten in Schulen und Kitas in Mannheim Corona-Schnelltests zur Verfügung gestellt, die zweimal wöchentlich in der jeweiligen Einrichtung durchgeführt werden können. Hierfür werden nach „Go“ des Gemeinderats 80.000 Antigen-Schnelltests zur Verfügung gestellt, die sich die Stadt 500.000 Euro kosten lässt. Diese werden mit Hilfe der Rettungsdienste an die jeweiligen Einrichtungen verteilt. Die Schnelltests werden sämtlichen Mannheimer Einrichtungen - egal ob Schulen, Kitas, freie Träger oder städtische - angeboten.

Vorab werden in dieser Woche zwei bis drei Mitarbeiter*innen pro Einrichtung für eine korrekte Anwendung der Schnelltests im Rahmen einer Schulung für rund 800 Personen im Rosengarten ‚eingelernt‘ – selbstverständlich unter Einhaltung strengster Hygienemaßnahmen und vorgegebenen Zeitfenstern.

Die Idee von Testungen direkt in den Einrichtungen verspricht unserer Ansicht nach eine deutliche höhere Beteiligung, als wenn die Beschäftigten zweimal pro Woche zum Hausarzt müssen. Bisher gibt es auch nur sehr wenige Apotheken, die ein solches Angebot machen“, erklärt Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz. „Wir hoffen, dass möglichst viele Mitarbeiter*innen das Angebot annehmen werden, um so ein kontinuierliches Monitoring über das Infektionsgeschehen an Schulen und Kitas zu haben.“

Corona: Mannheim tritt auf der Stelle – Inzidenz bleibt weiter über 60

Update vom 16. Februar: Sowohl die 7-Tage-Inzidenz (61,5) als auch die Zahl der Todesfälle (248) hat sich gegenüber dem Vortag nicht verändert. Die Zahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen beträgt laut RKI 191 Fälle.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Quadratestadt 10.405 Menschen mit dem Covid-19-Virus angesteckt – dies sind zehn mehr als tags zuvor.

Corona: Mannheim tritt auf der Stelle – Inzidenz bleibt weiter über 60

Update vom 15. Februar: Laut Gesundheitsamt Mannheim haben sich binnen eines Tages zehn weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle erhöht sich somit auf insgesamt 10.377. Davon gelten 9.638 wieder als genesen, 492 Fälle als aktiv – das sind 25 weniger als noch am Tag zuvor.

Die Zahl der Menschen, die in Mannheim an oder mit Covid-19 gestorben sind, bleibt unverändert zum Vortag bei 248.

Bei der 7-Tage-Inzidenz bleibt Mannheim weiterhin über dem Landesschnitt. Liegt dieser in Baden-Württemberg bei 48,3 und damit nur knapp hinter „Primus“ Rheinland-Pfalz (48,0), wo es nun sogar keine Stadt oder keinen Kreis mehr mit Ausgangssperre gibt, unverändert zum Vortag bei 61,5.

Corona in Mannheim: 19 weitere Fälle gemeldet – Inzidenz weiter über 60

Update vom 14. Februar: In Mannheim haben sich innerhalb eines Tages 19 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Somit wurden dem Gesundheitsamt Mannheim seit Pandemie-Beginn 10.367 Corona-Fälle gemeldet 9.603 davon gelten inzwischen als genesen (55 mehr als am Tag zuvor), 517 Personen sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Außerdem wurde dem Gesundheitsamt ein weiter Todesfall in Verbindung mit dem SARS-Cov-2-Erreger gemeldet. Ein über 70 Jahre alter Mann ist in einem Krankenhaus außerhalb Mannheims gestorben. In Mannheim sind bislang 247 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz ist unterdessen wieder leicht gesunken. Hier liegt der Wert in Mannheim mittlerweile bei 61,5 (-0,9). In der Nachbarstadt Heidelberg wurde am Sonntag die 20er-Marke unterschritten. Mit einem Wert von 19,8 ist die Stadt am Neckar der auf die Einwohnerzahl gerechnete Kreis mit dem niedrigsten Infektionsgeschehen in den vergangenen sieben Tagen in Baden-Württemberg.

Corona Mannheim: Inzidenz sinkt wieder – fällt bald die 50er-Marke?

Update vom 13. Februar: Dem Gesundheitsamt Mannheim wurden am Samstag 14 weitere Corona-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich 10.348 Menschen in der Quadratestadt mit dem Coronavirus infiziert. Während 9.548 Personen als genesen gelten, gibt es aktuell noch 554 akute Fälle. In den vergangenen 24 Stunden gab es in Mannheim keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus – es bleibt bei 246 Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind.

Die 7-Tage-Inzidenz ist inzwischen wieder gesunken – nämlich um ganze 6,8 Punkte. Diese liegt nun bei einem Wert von 62,4.

Corona in Mannheim: Gericht im Dauereinsatz – Klagewelle gegen Maßnahmen

Update vom 12. Februar: Mit dem Paukenschlag am Montag, 8. Februar, hat der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim in den Schlagzeilen gestanden. Das Urteil bedeutet das Ende der landesweiten nächtlichen Ausgangssperre. Seit Freitag um Mitternacht gelten nunmehr lediglich in Städten und Gemeinden mit einer 7-Tages-Inzidenz über 50 Ausgangsbeschränkungen. Während in den Mannheimer Nachbarstädten Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) und Heidelberg die Ausgangssperre aufgehoben worden ist, steigt in der Quadratestadt der Inzidenz-Wert (Stand 11. Februar). Zwangsläufig geht die Ausgangssperre auf Grundlage einer städtischen Allgemeinverfügung in die nächste Runde.

Neben der Klage gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen sind am VGH in Mannheim in den vergangenen Monaten weitere Eilanträge eingegangen. Nach Informationen des SWR registriert der VGH bis Donnerstag (11. Februar) 270 Eilverfahren im Zusammenhang mit Corona!

Die Mehrzahl betrifft Betriebs-Untersagungen, also beispielsweise das Verbot ein Fitnessstudio für Mitglieder zu öffnen. Erwartungsgemäß geht es in vielen Fällen auch um die Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Versammlungen, den Betrieb von Kitas und Schulen und um Quarantäne. Über zu wenig Arbeit in der Corona-Krise können sich die Richter am VGH in Mannheim folglich nicht beklagen.

Corona in Mannheim: Ab heute wieder Ausgangssperre – Inzidenz steigt weiter

Update vom 11. Februar, 19:00 Uhr: Die nächtliche Ausgangsbeschränkungen sollen nach dem Willen der Landesregierung möglichst ohne Unterbrechung weitergehen. Zumindest in Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz über 50. Hierzu gehört gegenwärtig auch die Quadratestadt. Die Sache hat nur einen Haken: Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichthofs (VGH) in Mannheim sind die Ausgangsbeschränkungen lediglich für Städte und Landkreise mit einer Inzidenz über 200 rechtens. Daher müssen die betroffenen Kommunen eine eigene Allgemeinverfügungen erlassen – so geschehen in Mannheim, im Neckar-Odenwald-Kreis und im Rhein-Neckar-Kreis. Doch diese sind juristisch erst am Folgetag bindend. Im Klartext bedeutet das: Die nächtlichen Ausgangssperren in Mannheim gehen zwar in die nächste Runde, gelten jedoch erst um 0 Uhr am Freitag (12. Februar) in der Zeit von 21 bis 5 Uhr.

Hinweis der Redaktion: In einer ursprünglichen Version des Textes hieß es, dass die Allgemeinverfügung der Stadt Mannheim erst ab Freitagabend gelte. Das ist jedoch falsch, die nächtliche Ausgangssperre gilt ab 0 Uhr am Freitag. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Corona in Mannheim: Verwirrung um nächtliche Ausgangsbeschränkung

Update vom 11. Februar, 11:30 Uhr: Seit Donnerstag (11. Februar) gilt in Baden-Württemberg die neue Corona-Verordnung ‒ und gleich gibt es ordentlich Verwirrung um die nächtliche Ausgangsbeschränkung. Nach der Aufhebung der allgemeinen nächtlichen Ausgangsbeschränkung durch das Verwaltungsgericht Mannheim hieß es noch, in Hotspots mit einer Inzidenz von über 50 gelte eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr.

In der Corona-Verordnung, die das Land am Mittwochabend (10. Februar) um kurz vor 22 Uhr veröffentlicht, lautet der entsprechende Passus plötzlich nicht mehr ganz so verbindlich: „Die Gesundheitsämter vor Ort können nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr per Allgemeinverfügung umsetzen“, wenn der Inzidenzwert sieben Tage in Folge 50 überschreitet, heißt es da. Faktisch bleibt es also Stadt- und Landkreisen selbst überlassen, wie sie mit der Regelung verfahren.

Und was bedeutet das für Mannheim? Immerhin liegt die 7-Tage-Inzidenz in der Quadratestadt seit Tagen über 50, aktuell bei 72,1. Ein Stadtsprecher sagt auf Anfrage von MANNHEIM24, dass man sich derzeit zu dem Thema berate und im Laufe des Tages nähere Informationen zu einer möglichen Ausgangsbeschränkung herausgeben wolle ‒ Ausgang (noch) offen. (rmx)

Corona in Mannheim: Das hat der Corona-Gipfel ergeben

Update vom 10. Februar, 20:40 Uhr: Der Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder ist beendet. Wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Anschluss mitteilt, wird der Lockdown bundesweit bis zum 7. März verlängert. Die ergriffenen Maßnahmen wie die Maskenplicht, Kontaktbeschränkung und die Schließung von Einzelhandelsbetrieben und Gastronomien bleiben weiterhin bestehen. Lediglich die Friseure dürfen am 1. März wieder öffnen. Kretschmann will Kitas und Grundschulen nach den Faschingsferien am 22. Februar schrittweise wieder öffnen. Voraussetzung ist für beide Öffnungen, dass die Infektionszahlen diese zulassen.

Auch wenn die Infektionszahlen in Baden-Württemberg auf dem bundesweit niedrigsten Stand seien, drohten die hochansteckenden Virusmutationen diesen Erfolg wieder zunichtezumachen. Deswegen sei es noch zu früh für weitere Lockerungen. „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, sonst riskieren wir eine dritte Welle“, warnte der Grünen-Politiker. „Es wären dann noch härtere Maßnahmen notwendig, als wir sie jetzt schon haben.“

Corona in Mannheim: Geschäfte öffnen erst wieder bei stabiler Inzidenz von 35

Einen nächsten Öffnungsschritt soll es erst bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner geben. Dann sollen der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder aufmachen können.

Corona in Mannheim: Das sagt Kretschmann zur nächtlichen Ausgangssperre

Nachdem der Verwaltungsgerichthof (VGH) in Mannheim die nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg gekippt hat, werde man die Entscheidung des VGH jetzt zum Anlass nehmen, eine Neuregelung in Angriff zu nehmen, so Kretschmann bereits am Dienstag in Stuttgart. Geplant ist eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr für Hotspots ab einer Inzidenz von 50. Mannheim wäre aktuell von dieser neuen Regelung betroffen.

Corona in Mannheim: Die aktuellen Zahlen von Mittwoch

Update vom 10. Februar: Das Gesundheitsamt Mannheim meldet am Mittwoch 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Stadtgebiet. Die zahl der bestätigen Fälle erhöht sich damit auf 10.277. Eine über 80 Jahre alte Frau ist an oder mit Covid-19 in einer Mannheimer Pflegeeinrichtung gestorben. Insgesamt hat es in Mannheim seit Beginn der Pandemie 245 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Bislang gelten in der Quadratestadt 9.458 Personen als genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es im Stadtgebiet noch 574 akute Fälle.

Mannheim: Ausgangssperre adé? Von wegen – Landesregierung beschließt neue Maßnahme

Update vom 9. Februar: Das Land Baden-Württemberg will ab Donnerstag (11. Februar) nächtliche Ausgangsbeschränkungen für regionale Corona-Hotspots erlassen. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof die landesweite Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr gekippt hat, soll es nun nahtlos Beschränkungen in Stadt- und Landkreisen geben. Und zwar überall dort, wo der Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche liegt. Die neue Beschränkung soll von 21 bis 5 Uhr gelten.

Das Gesundheitsministerium hat laut dpa-Infos aus Stuttgarter Regierungskreisen eine entsprechende Vorlage in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben.

Hintergrund: Man wolle über Fastnacht keine Lücke bei den Ausgangsbeschränkungen lassen. Nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Montag liegen mittlerweile 18 der 44 Stadt- und Landkreise bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz unter 50. Demnach würde die neuerliche Ausgangssperre mehr als die Hälfte der Stadt- und Landkreise greifen – auch Mannheim (63,4) ist betroffen. Heidelberg liegt mit einem Wert von 35,9 deutlich darunter.

Zu dieser Umstellung auf eine regionale Lösung sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) am Dienstag in Stuttgart: „Wir hatten das ohnehin vor.“ Der Landesvater sieht aufgrund der besorgniserregenden Mutationen trotz sinkender Infektionszahlen keinen Grund zur Entwarnung.

Die Ausgangsbeschränkung trete in Kraft, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 50 an drei Tagen hintereinander überschritten und das zuständige Gesundheitsamt zugleich ein „diffuses Infektionsgeschehen“ feststelle – etwa, wenn man einen Anstieg in einem Pflegeheim nicht genau zuordnen kann.

Corona in Mannheim: Die aktuellen Zahlen von Dienstag

Das Gesundheitsamt meldet am Dienstag, 9. Februar, 54 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Mannheim. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle auf insgesamt 10.242. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat sich innerhalb eines Tages von 242 auf 244 erhöht. Eine über 90 Jahre alte Frau und ein über 80 Jahre alter Mann verstarben in Mannheimer Pflegeeinrichtungen. Bislang gelten in Mannheim 9.411 Personen als genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 587 akute Fälle.

Mannheim: Gericht kippt nächtliche Ausgangssperre – OB Kurz appelliert an Vernunft

Erstmeldung vom 8. Februar: Im Kampf gegen die steigende Zahl der Neuinfektionen hat Mannheim als erste Stadt in Baden-Württemberg am 4. Dezember eine nächtliche Ausgangsperre eingeführt. Seit dem 15. November liegt die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt ununterbrochen über dem Wert von 200 – und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt. Nur wenige Tage später, am 12. Dezember wird die Ausgangssperre im ganzen Bundesland eingeführt. Auch tagsüber soll man nur noch das Haus verlassen, wenn es unbedingt sein muss.

Zur Kontrolle der nächtlichen Ausgangsperre wird die Polizeipräsenz in der Quadratestadt deutlich erhöht. Menschen, die während der Ausgangssperre ohne triftigen Grund im öffentlichen Raum unterwegs sind, droht ein Bußgeld von 100 Euro.

Am Montag, 8. Februar, folgt dann der Paukenschlag: Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg kippt die coronabedingte nächtliche Ausgangssperre. Mit dem Beschluss wird die in der Corona-Verordnung enthaltenen Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr außer Vollzug gesetzt. Damit ist sie ab Donnerstagmorgen (11. Februar) Geschichte. Eine Frau aus Tübingen hatte gegen die nächtliche Ausgangssperre geklagt und Recht bekommen. Der 1. Senat des VGHs hat seinen Urteilsspruch damit begründet, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für einen derart gravierenden Einschnitt in die Freiheitsrechte nicht mehr erfüllt sind.

Corona in Mannheim: OB Kurz mit Appell an Bürger

Auf der anderen Seite teilt die Stadtverwaltung Mannheim am Montag in einer Pressemitteilung mit, dass sie die Ausgangssperren als eine insgesamt wirksame und gut kontrollierbare Maßnahme betrachtet, die den Rückgang der Inzidenz beschleunigt hat. Währen die nächtliche Ausgangsbeschränkung am Donnerstag abgeschafft wird, gilt die Kontaktbeschränkung jedoch weiterhin. Ein Haushalt darf sich sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Raum, nur mit einer weiteren Person treffen.

Leergefegte Straßen am Wasserturm wegen der nächtlichen Ausgangssperre in Mannheim
Nächtliche Ausgangssperre in Mannheim © PR-Video/Priebe

Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz appelliert an die Bevölkerung: „Wenn wir die positive Entwicklung bei den Inzidenzwerten fortsetzen und zu baldigen Öffnungen kommen wollen, dann muss der individuelle Schutz noch mehr beachtet werden. Erste Erfahrungen mit Blick auf die Mutationen zeigen, dass schnell Infektionsketten mit vielen Beteiligten entstehen können, auch wenn sich Menschen im zulässigen Rahmen begegnen, jedoch sich dabei nicht durch Abstand, Lüften, Maske schützen. Bitte denken Sie daran: Das Risiko sich bei einer Begegnung zu infizieren, ist durch die Mutationen gestiegen!

Corona in Mannheim: Fallzahlen weiter rückläufig

Der positive Trend im Bezug auf die Corona-Fallzahlen setzt sich auch am Montag fort. Das Gesundheitsamt bestätigt am Montag nur neun Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim erhöht sich auf insgesamt 10.188. Bedauerlicherweise sind jedoch zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. Eine über 80 Jahre alte und eine über 50 Jahre alte Frau verstarben in Mannheimer Krankenhäusern. Insgesamt hat es in Mannheim seit Beginn der Pandemie 242 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Da 9.359 Personen in Mannheim bereits als genesen gelten, gibt es aktuell noch 587 aktive Corona-Fälle.

Da auch der Bedarf an Corona-Tests zurückgeht, hat der Testcontainer an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) seine Öffnungszeiten angepasst. Ab sofort gelten dort folgende Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 9 Uhr bis 17 Uhr sowie an Sonntagen und Feiertagen: 9 Uhr bis 14.30 Uhr. (kp/pek/dpa)

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