Nach Referendum

Bülent Ceylan: Türkische Gemeinde gespalten

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Bülent Ceylan zum Türkei-Referendum (Archivfoto)

Mannheim - Comedian Bülent Ceylan (41) sieht nach dem Türkei-Referendum eine tiefe Spaltung in der türkischstämmigen Gemeinde in Deutschland.

„Man kann niveauvoll über das Referendum streiten, aber in vielen Fällen bekommen Kritiker bloß zu hören: Du bist doch ein Extremist", sagt Ceylan der Deutschen Presse-Agentur. Über die hohe Zustimmungsrate zum Referendum unter türkischstämmigen Wählern in Deutschland sei er enttäuscht. „Ich kann nicht verstehen, dass man einerseits in einem freien Land lebt und andererseits für eine angehende Diktatur stimmt", meint Ceylan. 

Seine Kritik an der Abstimmung zur Einführung eines Präsidialsystems werde von türkischen Bekannten oft mit der Aussage vom Tisch gewischt, er habe als Deutscher keine Ahnung, sagteder in Mannheim geborene Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters. „Ich bin zwar Comedian, werde aber oft auf die Türkei angesprochen. Da möchte ich Haltung zeigen", sagt der Träger des Verdienstordens von Baden-Württemberg. Die Auszeichnung erhielt Ceylan 2012 „für Verdienste um interkulturelles Verständnis".

dpa/kab

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