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Mannheim: Neue Bußgelder – Ab sofort Knallhart-Strafen für Verkehrssünder

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Von: Katja Becher

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Eine Politesse läuft an Autos vorbei.
In Mannheim steigen die Bußgelder ab November. (Symbolfoto) © Bernd Wüstneck/dpa

Mannheim – Seit 9. November gilt der neue Bußgeldkatalog – somit wird‘s auch für Raser und Falschparker in der Quadratestadt teuer! Welche Strafen bei Knöllchen drohen:

Die Bußgelder für Verstöße im Straßenverkehr werden auch in Mannheim ab sofort deutlich teurer. Grund: Der neue Bußgeldkatalog, der am 9. November 2021 in Kraft getreten ist. Wer zu schnell fährt oder falsch parkt, muss jetzt wesentlich tiefer in die Tasche greifen als in der Vergangenheit. Anfang Oktober hatte der Bundesrat einer entsprechenden Verordnung des Bundes zugestimmt – und damit die Bußgelder für Verkehrssünder deutlich erhöht.

Sicher ein warmer Geldregen für die Stadt Mannheim, die dank ihrer Radarfallen ohnehin „Blitzer-Millionär“ ist. Wie teuer es für Raser, Falschparker, Poser und Rettungsgassen-Verweigerer wird bzw. bei Knöllchen werden kann, verrät Dir MANNHEIM24:

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl310.658 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche144,96 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Mannheim: Knallhart-Strafen für Falschparker – Bußgelder steigen ab 9. November

Ab dem 9. November erhöht sich zum Beispiel das Bußgeld für Autofahrer, die im Halte- oder Parkverbot parken von bisher 15 auf 25 Euro. Wer länger als eine Stunde falsch parkt oder andere Verkehrsteilnehmer behindert muss sogar 40 Euro zahlen – bei über einer Stunde und gleichzeitiger Behinderung steigt die Strafe auf 50 Euro.

Mindestens 55 Euro sind fällig, wenn man sein Fahrzeug auf einem Radweg parkt. Wer dabei einen Radfahrer behindert, dieser also zum Beispiel gezwungen ist abzusteigen und sein Fahrrad um das Auto herum zu schieben, muss ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro zahlen. Bei der Gefährdung eines Radfahrers – sprich: wenn dieser aufgrund eines auf dem Gehweg abgestellten Autos zum Beispiel auf eine stark befahrene Straße ausweichen müsste – droht ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro. Wer eine Feuerwehrzufahrt zuparkt, muss mit einem Bußgeld von 55 Euro rechnen. Sollte ein Rettungsfahrzeug durch das Falschparken im Einsatz behindert werden, werden 100 Euro fällig.

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Mannheim: Parken ohne Parkschein wird doppelt so teuer

Autofahrer, die bisher in parkscheinpflichtigen Bereichen auf einen Parkschein verzichtet und stattdessen ein mögliches Bußgeld in Kauf genommen haben, müssen bald ebenfalls tiefer in die Tasche greifen: Für das Parken ohne Parkschein drohen künftig 20 Euro und damit doppelt so viel wie bisher. Dieser Betrag droht auch bei einer Überschreitung der Höchstparkdauer von bis zu 30 Minuten. Die Kosten für längere Überschreitungen der Parkdauer betragen bis zu 40 Euro.

Neu im Bußgeldkatalog ist die Aufnahme von Parkverstößen auf Parkplätzen für elektrisch betriebene oder Carsharing-Fahrzeuge. Wer dort unerlaubt steht, wird mit 55 Euro zur Kasse gebeten.

Mannheim: Bis zu 100 Euro! So teuer wird es jetzt für Poser und Raser

Auch im fließenden Verkehr werden die Bußgelder in Mannheim angepasst: Unter anderem wird zu schnelles Fahren innerorts künftig wesentlich teurer. Als Beispiel: Wer mit 16 bis 20 km/h zu schnell geblitzt wird, zahlt statt 35 Euro künftig das Doppelte. Des Weiteren führt der neue Bußgeldkatalog das Thema „Rettungsgasse“ an: die unerlaubte Nutzung eben dieser wird von nun an genauso verfolgt und geahndet wie das Nichtbilden einer Rettungsgasse. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 200 und 320 Euro, ein Monat Fahrverbot sowie zwei Punkte. Auto-Poser, die andere belästigen und unnötigen Lärm und vermeidbare Abgase produzieren, werden künftig mit 100 Euro bestraft. Hier betrug das Bußgeld bisher bis zu 20 Euro. (kab/pm)

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