Auf schlafenden Freund eingestochen 

Bluttat in den Quadraten: Mann (24) wegen versuchten Mordes verurteilt 

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Versuchter Mord im U-Quadrat? Prozessauftakt am Landgericht Mannheim.

Mannheim - Nach einer blutigen Messer-Attacke in den Quadraten im Juni 2019 steht ein 24-Jähriger vor Gericht. Jetzt ist das Urteil gefallen: 

  • Am 5. Juni 2019 soll ein junger Mann in Mannheim mehrfach auf einen schlafenden Bekannten mehrfach eingestochen haben.
  • Das 24-jährige Opfer kann nach der Bluttat in den Quadraten nur durch eine Notoperation überlebt.
  • Am 6. Februar muss sich der Täter vor dem Landgericht Mannheim wegen versuchten Mordes verantworten.
  • Am 6. März fällt das Urteil.

Update vom 6. März: Am Landgericht Mannheim ist am Freitag das Urteil gefallen: Der mittlerweile 24-Jährige wird wegen versuchten Mordes zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Gericht ist davon überzeugt, dass er am 5. Juni auf seinen schlafenden Freund eingestochen hat und ihn so schwer verletzt hat. Die Verteidigung geht im Plädoyer von gefährlicher Körperverletzung aus, formuliert aber kein konkretes Strafmaß. 

Die Staatsanwaltschaft hatte 11 Jahre und sechs Monate wegen versuchten Mordes gefordert. Bei der Urteilsverkündung waren wieder zahlreiche Zuschauer anwesend. 

Bluttat in den Quadraten: Tumulte im Prozess-Saal – Polizei mit Hundestaffel im Einsatz!

Update vom 7. Februar um 07:47 Uhr: Es passiert nicht oft, dass es am Landgericht Mannheim nicht genügend Sitzplätze bei einem Prozess gibt. Doch zum Prozessauftakt des am 6. Februar sind über 60 Personen am Landgericht in Mannheim – und das bei 25 Publikumsplätzen. Wie das morgenweb berichtet, ist die Stimmung aufgeheizt und die Familienmitglieder so emotional, dass die Polizei mitsamt Hundestaffel anrückt, um die Lage zu deeskalieren. Die türkischstämmige Familie des Angeklagten und die libanesischstämmige Familie des Opfers sind vor der Verhandlung hoch emotionalisiert und unruhig.

Mannheim: Tumulte bei Bluttat-Prozess – Polizei mit Hundestaffel im Einsatz

Während der Verhandlung kommen neue Details zur Bluttat ans Licht. Der 24-jährige Angeklagte muss sich wegen versuchten Mordes verantworten. Wenn der Anklage der Staatsanwaltschaft stattgegeben wird, dann droht dem 24-Jährigen eine lebenslange Freiheitsstrafe. Denn Oberstaatsanwalt Grossmann sieht bei der Tat ein heimtückisches Motiv. Er fasst den Tatvorgang wie folgt zusammen: 

Der Angeklagte und das Opfer hätten sich in jener Nacht am 5. Juni zuerst in einer Bar getroffen. Die beiden kannten sich gut, denn sie führten ein gemeinsames Transportunternehmen. Zur späteren Stunde lud der Angeklagte seinen 24-jährigen libanesischen Geschäftspartner ein, bei sich in den Quadraten zu übernachten. Gegen 5:30 Uhr soll der Angeklagte aus dem Nichts mit einem Klappmesser auf seinen schlafenden Geschäftspartner eingestochen haben. Zehn bis zwölf Stiche am Kopf, Hals und Oberkörper. Dabei bricht er seinem Freund mehrere Rippen und verletzt lebenswichtige Organe, wie Milz und Lunge. Wie durch ein Wunder kann sich der verletzte Mann auf die Straße schleppen, wo ihn Passanten aufgreifen und er in ein Krankenhaus gebracht wird.

Mannheim: Versuchter Mord oder Selbstverteidigung? Prozessauftakt am Landgericht

Wenn es nach der Aussage des Angeklagten geht, soll die verhängnisvolle Nacht anders verlaufen sein. Wie das morgenweb berichtet, trägt die Rechtsanwältin des Angeklagten seine Version vor: Nach dem Besuch in einer Bar soll der Angeklagte seinen Kumpel zu sich eingeladen haben. Die Mutter des Angeklagten war in jener Nacht nicht zuhause und der Angeklagte soll Angst gehabt haben, zu verschlafen. Daher wollte er, dass sein Geschäftspartner bei ihm übernachtet, um ihn am nächsten Morgen rechtzeitig zu wecken. Gegen 5:30 Uhr sei er wegen eines Alptraums doch aufgewacht und sei duschen gegangen. Seiner Aussage zufolge, soll er dabei laut Musik gehört haben, wovon sein Geschäftspartner aufwachte. Das spätere Opfer soll daraufhin ausgerastet sein und ein Messer gezückt haben. Beim anschließenden Kampf fällt das Messer dann auf den Boden, wo der Angeklagte es sich schnappt und dann im Affekt auf seinen Freund einsticht. Beim Kampf wird auch der Angeklagte schwer verletzt, wird bewusstlos und kann sich daher nur schwammig an die Nacht erinnern. Trotzdem entschuldigt er sich bei seinem ehemaligen Geschäftspartner.

Mannheim: Im Schlaf auf ihn eingestochen oder sich im Kampf verteidigt?

Der Geschädigte hat die Nacht etwas anders in Erinnerung. Vor dem Landgericht sagt der 24-Jährige aus, dass die beiden vor der Tat beste Freunde waren. Sie wären an jenen Abend unterwegs gewesen und hätten Spaß zusammen gehabt. Nach dem Besuch einer Bar, seien die beiden in die Wohnung des Angeklagten gegangen, wo er dann einschlief. Ohne Vorwarnung soll der Angeklagt dann auf ihn eingestochen haben, als er schlafend im Bett lag.

Es sind noch vier weitere Verhandlungstage am Landgericht Mannheim angesetzt. Bis dahin müssen die Richter beurteilen, wessen Version die richtige ist, wer die Wahrheit sagt. Es ist immerhin viel auf dem Spiel: Für den Angeklagten steht eine lebenslange Freiheitsstrafe im Raum. Für den Geschädigten geht es um Gerechtigkeit.

Mannheim: Prozessauftakt am Landgericht

Update vom 5. Februar um 10:40 Uhr: Eine Blutspur führt von einer Wohnung im U-Quadrat, durch das Treppenhaus auf die Straße. Blutüberströmt und mit lebensgefährlichen Verletzungen rettet sich ein damals 24-Jähriger mit seiner letzten Kraft auf die Straße, wo ihn die Rettungskräfte finden. Nur eine Notoperation kann dem jungen Mann das Leben retten. Im Juni 2019 erschüttert diese blutrünstige Tat die Stadt Mannheim. Nach Angaben der Polizei soll in jener Nacht ein 22-Jähriger seinen 24-jährigen Bekannten zu sich zum Übernachten eingeladen haben. Als dieser dann schlief, soll der Tatverdächtige mehrfach auf seinen schlafenden Bekannten eingestochen haben. 

Am morgigen Donnerstag (6. Februar) beginnt der Prozess, indem sich der junge Mann für seine Taten verantworten muss. Insgesamt sind fünf Verhandlungstermine am Landgericht Mannheim im Februar und März angesetzt. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Verurteilung wegen versuchten Mordes.

Mannheim: War es versuchter Mord? Prozessauftakt im Februar 

Erstmeldung vom 3. Januar: Im Juni 2019 erschüttert ein besonders brutales Verbrechen die Stadt Mannheim. Ein damals 22-Jähriger soll auf einen schlafenden Bekannten mehrfach eingestochen haben. Der junge Mann soll das 24-jährige Opfer in seine Wohnung im Quadrat U5 zum Übernachten eingeladen haben, um ihn dann in den frühen Morgenstunden des 5. Junis kaltblütig im Schlaf mit einem Messer abzustechen.

Beim Prozessauftakt am 6. Februar muss sich der junge Mann vor dem Landgericht Mannheim für seine Taten verantworten. Die Staatsanwaltschaft Mannheim fordert eine Verurteilung wegen versuchten Mordes. Insgesamt sind fünf Verhandlungstermine in Februar und März am Landgericht Mannheim angesetzt.

Oft gelesen: Mann auf öffentlichem Platz niedergestochen – mehrere Täter auf der Flucht!

Mannheim: Versuchter Mord im U-Quadrat? Was ist geschehen?

Am frühen Morgen des 5. Junis soll eine Anwohnerin in den Mannheimer Quadraten eine lautstarke Streiterei zwischen zwei Männern gehört haben, gefolgt von einem lauten Knall. Kurz nach 5:40 Uhr dann der Schock: Eine horrorfilmreife Blutspur zieht sich quer durch die U- und T-Quadrate. Beim Eintreffen der Polizei bewahrheiten sich die schlimmsten Befürchtungen der Beamten: Vom Quadrat T5 zieht sich die verschmierte Blutspur bis in das Treppenhaus eines Wohnhauses in U5.

Eine horrorfilmreife Blutspur zieht sich vom Treppenhaus bis auf die Straße.

Mannheim: Mit Messer auf schlafenden Bekannten eingestochen – war es versuchter Mord?

Der 22-jährige türkische Staatsbürger soll zuvor seinen 24-jährigen Bekannten eingeladen haben, „in seiner Wohnung in der Innenstadt von Mannheim zu übernachten“. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mannheim soll er dann gegen 5:15 Uhr „mindestens zehnmal heftig“ auf den schlafenden 24-Jährigen eingestochen haben. Dem Opfer gelang es, wie durch ein Wunder, aus der Wohnung zu flüchten. Nur eine Notoperation habe dem 24-Jährigen das Leben gerettet. Der mutmaßliche Täter wurde bei der Auseinandersetzung auch verletzt und musste in einem Mannheimer Krankenhaus behandelt werden, wo ihn die Kriminalpolizei Mannheim schließlich schnappt. Seitdem sitzt der dringend Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Bisher sind die Hintergründe zur Tat nicht bekannt.

Mannheim: Versuchter Mord in den Quadraten?

Die Staatsanwaltschaft Mannheim argumentiert, dass der 22-Jährige „zumindest billigend in Kauf genommen habe, dass der 24-Jährige zu Tode kommt“. Außerdem soll er die „Arg- und Wehrlosigkeit des schlafenden 24-Jährigen ausgenutzt haben“. Daher fordert die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen versuchten Mordes. Sollten die Richter der Staatsanwaltschaft recht geben, droht dem Täter eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Weitere erschreckende Taten in der Region

In Minfeld kontrolliert die Polizei ein Auto und findet darin eine weibliche Leiche. Der Fahrer hält noch eine Pistole in der Hand. Es handelt sich um ihren Ex-Freund. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Anfang März kommt es zu einer Auseinandersetzung in einer Mannheimer Gaststätte: Der Streit eskaliert noch bevor die Polizei eintrifft und ein 61-Jähriger sticht seinen 48-jährigen Kontrahenten nieder. Wenig später verstirbt allerdings der Tatverdächtige in Polizeigewahrsam. Eine grausame Tat ist zudem noch in Welzheim passiert. 

mw

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