„Absolute Erfolgsgeschichte“

620 Tage nach der ersten Fahrt: Die Bilanz der Stadtbahn Nord

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Bilanz der Stadtbahn Nord

Mannheim - Nach mehreren Monaten ist es soweit: Die erste Bilanz der Stadtbahn Nord wird gezogen. So fällt das Urteil aus:

Im Juni 2016 war es soweit: Nach jahrelanger Planung und Bauzeit fuhr zum ersten Mal die Linie 4/4A auf der neuen Trasse durch Mannheim. Nun ziehen die rnv, Mannheims Erster Bürgermeister und ÖPNV-Dezernent Christian Specht, Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv und MV-Geschäftsführer Marcus Geithe nach gut anderthalb Jahren ihre Bilanz.

Die Stadtbahn Nord ist schon jetzt eine absolute Erfolgsgeschichte“, meint Specht. „Wir befördern an einem Werktag mehr als 10.000 Menschen auf der neuen Trasse nördlich der Bonifatiuskirche. Damit übertreffen wir bereits nach kurzer Zeit die Fahrgast-Prognosen für das Jahr 2020“, so der Erste Bürgermeister weiter.  

Schon in einigen Jahren wird es unvorstellbar erscheinen, dass die intensiv besiedelte Gartenstadt in Mannheims Norden bis 2016 nicht unmittelbar an die Schiene angebunden war", sagt Martin in der Beek. Innerhalb der wenigen Monate habe sich der Fahrgastzuwachs um rund 33 Prozent allein in diesem Stadtteil erhöht. 

Diesel-Fahrverbot

Für den Ersten Bürgermeister zeige die positive Bilanz das enorme Potential – auch hinsichtlich der aktuellen Diskussion um ein Diesel-Fahrverbot. „Gerade in Zeiten der durch Stickoxide und Feinstaub belasteten Innenstädte muss alles dafür getan werden, die Straßen zu entlasten", so Specht. Dies gelinge durch „preisliche attraktive Angebote“ für die Mannheimer, „aber auch durch Investitionen in die Infrastruktur.“  

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Bei den Baukosten sieht Marcus Geithe das Projekt voll im Rahmen. Zwar sei die neue Stadtbahn etwas teurer geworden als ursprünglich angedacht, allerdings liege dies nicht an ungeplanten Kostensteigerungen. Beispielsweise sei das dritte Gleis in der Friedrich-Ebert-Straße ein Hauptgrund der Mehrkosten.

Übrigens: Das Projekt hat 90 Millionen Euro gekostet, wovon mehr als die Hälfte von Bund und Land bezahlt wurden. 

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pm/jol

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