Tierquäler oder doch Fuchs?

Getöteter Pinguin: Obduktionsbericht verzögert sich!

Ist doch ein Fuchs schuld am Tod des kleinen Pinguins?
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Ist doch ein Fuchs schuld am Tod des kleinen Pinguins?

Mannheim/Karlsruhe – Der traurige Tod des Pinguins „Nummer 53“ entwickelt sich immer mehr zum echten Krimi! Zwei Wochen lang ging alle Welt von einem Tierhasser als Täter aus...

+++UPDATE: Der heiß erwartete Pinguin-Obduktionsbericht durch zwei Tierärzte des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) in Karlsruhe hat nun ergeben: Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat ein Raubtier den Pinguin getötet!+++

Entführte und tötete ein irrer Tierquäler den jungen Humboldt-Pinguin (zehn Monate) aus dem Luisenpark-Gehege oder war es doch ein Fuchs?

Noch immer herrscht großes Rätselraten bei den Ermittlern wie auch bei den Luisenpark-Verantwortlichen.

Denn der mit Spannung erwartete und für Donnerstag, 23. Februar, angekündigte Obduktionsbericht des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) in Karlsruhe liegt noch immer nicht vor! Dort sollen durch zwei Tierärzte Todesursache und -zeitpunkt bestimmt werden.

Besucher zünden Kerzen für getöteten Pinguin an

Einige feingewebliche Untersuchungen haben leider länger gedauert als erhofft! Unseren Vorabbericht haben wir zwar schon an Polizei und Staatsanwaltschaft Mannheim geschickt, die abschließenden Ergebnisse der Obduktion liegen jedoch noch nicht vor – allerfrühestens am Montag“, so der Vize-Amtsleiter Dr. Gerhard Marx am Freitag auf MANNHEIM24-Anfrage.

Heißt: Bis dahin bleibt weiterhin offen, ob dem kleinen Pinguin (30 Zentimeter, vier Kilo) der Fuchsfraß postmortem zugefügt wurde oder ob das Wildtier den Seevogel aus dem Gehege geholt und totgebissen hat. Denn klar ist, dass der Pinguin bei seinem Auffinden laut Polizei „deutliche Verletzungsspuren durch Tierfraß“ aufgewiesen hat.

Während die Mannheimer Polizei bislang stets ausgeschlossen hat, dass ein Wildtier den Pinguin verschleppt hat und von einem menschlichen Täter ausgeht, hält der Naturschutzbeauftragte Dr. Gerhard Rietschel genau dies für wahrscheinlich.

Dafür spricht: Der nur hüfthohe Elektro-Zaun dürfte für einen Fuchs kein Hindernis sein – und der Strom ist tagsüber ohnehin ausgeschaltet.

Mehr als fragwürdig ist jedoch, ob ein (cleverer) Fuchs extra die Zeitspanne zwischen den beiden Fütterungen samt Zählung ‚abgewartet‘ hat, um zuzuschlagen.

Dazu Park-Sprecherin Alexandra Wind: „Wir glauben eigentlich nicht an einen Fuchs oder Marder, sonst wäre dies in der Vergangenheit bestimmt schon einmal passiert.

Auch bei der Staatsanwaltschaft Mannheim und im Polizeipräsidium wartet man auf den Bericht aus Karlsruhe, der dann „intensiv geprüft und mit der Polizei ausgewertet“ wird, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Rückblick

Am 11. Februar verschwindet der unter Artenschutz stehende Humboldt-Pinguin zwischen 8 und 15 Uhr aus seinem Außengehege. Bei der ersten Fütterung um 8 Uhr war der kleine Besucherliebling noch da, bei der Fütterung um 15 Uhr bemerkt der Tierpfleger dann sein Fehlen...

Fünf Tage später entdeckte ein Passant den kopflosen und übel zugerichteten Pinguin rund 600 Meter entfernt am Rand eines Parkplatzes in der Museumsstraße.

Der traurige Fall des getöteten Pinguins entwickelt sich regelrecht zu einem Krimi! Wir bleiben für Dich dran...

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pek

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