Rapsong gegen Bürgermeister

Nach „Diss-Track“ gegen OB Kurz: Geldstrafe für Stadtrat Ferrat!

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Stadtrat Ferrat rappt gegen Peter Kurz

Mannheim - Ist Stadtrat Julien Ferrat mit seinem „Disstrack gegen Peter Kurz“ zu weit gegangen? In den Augen des Oberbürgermeisters auf jeden Fall, denn der erstattet jetzt Anzeige: 

Update vom 8. März: Polit-Provokateur Julien Ferrat ist mit seinem Diss-Track gegen Oberbürgermeister nach eigenen Angaben zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt worden. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig, der Stadtrat hat am 7. März Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt.

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Von Julien Ferrat von der ,Mannheimer Volkspartei – Die Wählerinitiative' (MVP) sind wir ja schon einiges gewohnt. Schon öfter fiel der Stadtrat mit provokanten Aktionen auf. So veröffentlichte er von sich bereits Nacktfotos oder ein Rapvideo, in dem eine Abtreibung zu sehen ist

Nach seinem ,Disstrack gegen Peter Kurz' – so der Titel seines im Juli veröffentlichten Rapsongs – muss der Stadtrat aber nun mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. 

Doch zunächst einmal: Worum geht es in dem Song?

Direkt zum Start heißt es: „Seit 2007 macht Oberbürgermeister Peter Kurz beschissene Politik.“ Es wird also sofort klar, hier geht es darum, Kurz innerhalb von drei Minuten so oft wie möglich zu kritisieren.

Unter anderem ,rappt‘ der Stadtrat mit tiefer Stimme: „Peter Kurz, Du bist wie Malu Dreyer, denn ihr beide habt keine Eier. Du machst Politik für Analfetischisten. Alles für den Arsch, dass müsstest Du doch wissen. Du kannst mich gerne am Arsch lecken. Ich glaub‘, dass würde Dir sogar schmecken.“ Über Kämper sagt er: „Ich war schon immer ein Kämpfer und scheiß auf Leute wie Heidrun Kämper“. 

OB Kurz zeigt Ferrat an!

Wie Ferrat am Freitag (30. November) in einer eigens dazu verfassten Pressemitteilung berichtet, zeigt ihn OB Peter Kurz und Stadträtin Heidrun Kämper nun wegen dieses Songs an. Die Staatsanwaltschaft ermittle bereits wegen übler Nachrede

Ich bin zwei Stunden lang von der Kripo als Beschuldigter verhört worden. Wir sind die einzelnen Textpassagen durchgegangen. Ich hoffe, dass sich die Staatsanwaltschaft meiner Rechtsauffassung anschließt, dass der Disstrack von der grundgesetzlich geschützten Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckt ist“, verteidigt sich Ferrat.  

Auf MANNHEIM24-Anfrage bestätigt eine Sprecherin der Stadt: „Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hat im Oktober aus grundsätzlichen Erwägungen bezüglich des Umgangs mit so genannter „Hate-Speech“ gegen Stadtrat Ferrat Strafanzeige wegen Beleidigung ( § 185 StGB) und übler Nachrede (§ 186 StGB) gestellt.“

pm/jol

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