Technoseum prüft neuen Standort

Generalüberholung zu teuer: Museumsschiff „Mannheim“ bald an Land?

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Das Museumsschiff „Mannheim“.

Mannheim - Auch Schiffe müssen regelmäßig zum TÜV – und für das Museumsschiff des Technoseum steht dieser 2019 an! Hier geht es um die Zukunft des fast 90 Jahre alten Dampfers.

Noch legt der Schaufelraddampfer unterhalb der Kurpfalzbrücke am Neckar an. Doch das könnte sich bald ändern. Denn die Kosten für die Generalüberholung des fast 90 Jahre alten Schiffes sind ganz schön hoch: Mehr als 2 Millionen Euro wären für die Generalüberholung und eine neue Liegegenehmigung fällig!

Der Stiftungsrat des Technoseum hat deshalb in seiner Sitzung am Mittwoch (21. November) beschlossen, alternativ zum bisherigen Liegeplatz eine weitere Variante zu prüfen: Demnach könnte das Museumsschiff am rechten Neckarufer und in unmittelbarer Nähe zum Marchivum an Land gezogen und dort auf Fundamenten permanent gesichert werden. Das teilt das Technoseum am Donnerstag mit.

„Das Technoseum und seine Träger sind sich der Bedeutung des Museumsschiffes als technisches Kulturdenkmal bewusst. Wir tun deshalb auch alles, es zu erhalten und der Öffentlichkeit weiterhin zugänglich zu machen“, erklärt Technoseum-Direktor Hartwig Lüdtke. 

Vorerst wird das Museumsschiff wie geplant zum 1. Dezember seinen Ausstellungsbereich schließen. Die Gastronomie auf der „Mannheim“ bleibt noch bis einschließlich Silvester offen. Ab dem 2. Januar 2019 und während des Prüfungsverfahrens bleibt die „Mannheim“ zunächst an ihrem aktuellen Liegeplatz und ist bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen, heißt es weiter.

Ein letztes Mal Silvester auf der „Mannheim“?

Das Museumsschiff „Mannheim“.

Das Museum, die Stadt Mannheim sowie das Land Baden-Württemberg favorisieren die mögliche Positionierung am Marchivum auch deshalb, weil sich der Raddampfer an dieser Stelle als interessanter Anlaufpunkt mit Gastronomie weiterentwickeln könnte. Durch die Verlagerung an Land lassen sich zudem langfristig die hohen Instandhaltungskosten senken, die die Lage im Wasser für ein Museumsschiff mit sich bringt. Auch ein Werftaufenthalt wäre unter diesen Bedingungen nicht mehr notwendig. 

„Das Technoseum wurde deshalb beauftragt, zusammen mit den zuständigen städtischen Behörden diese Variante detailliert zu prüfen und die damit verbundenen Kosten zu ermitteln“, so Lüdtke weiter. Ab Dezember bis Jahresende wird das Restauratoren-Team des Technoseum die Ausstellungsexponate, darunter zahlreiche Modellschiffe, sukzessive ins Depot transportieren.

jab/pm

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