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Mannheim bekennt Farbe: Überall leuchten Regenbogen gegen Diskriminierung

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Von: Peter Kiefer

Regenbogen-Flagge Rathaus Mannheim © Stadt Mannheim
Regenbogen-Flaggen am Rathaus Mannheim. © Stadt Mannheim

Mannheim – Anlässlich des EM-Spiels der deutschen Elf gegen Ungarn bekennen am 23. Juni viele Mannheimer Institutionen Farbe gegen LSBTI-Feindlichkeit und für Vielfalt:

Prägnante Orte Mannheims werden heute Abend in Regenbogenfarben erstrahlen und setzen somit ein sichtbares Zeichen gegen die Diskriminierung von LSBTI-Personen. Anlass ist das Verbot der UEFA, die Münchner Allianz-Arena während des Deutschland-Spiels gegen Ungarn bei der Fußball-EM 2021 am heutigen Mittwoch (23. Juni) in Regenbogenfarben zu beleuchten. Dies war als Zeichen gegen ein vor wenigen Tagen in Ungarn beschlossenes Gesetz gedacht, das zukünftig die Aufklärung von Minderjährigen über Homosexualität und geschlechtliche Vielfalt verbietet. Es reiht sich ein in immer mehr Schritte der Diskriminierung. Als Reaktion auf das Verbot zeigen sich Städte und insbesondere Sportstätten in ganz Deutschland solidarisch.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche144,96 km²
Einwohnerzahl310.658 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

In Mannheim wird heute die SAP-Arena in Regenbogenfarben leuchten, ebenso der Wasserturm als das Wahrzeichen der Quadratstadt. Mit dem Nationaltheater Mannheim, dem Kreativwirtschaftszentrum C-HUB, dem Mannheimer Congress Center Rosengarten, der Abendakademie, dem MVV-Hochhaus und dem Kulturhaus Capitol haben sich weitere markante Orte in Mannheim der Initiative angeschlossen und werden Regenbogenflaggen hissen oder ihre Gebäude beleuchten. Ebenso ist das Rathaus bereits seit gestern entsprechend beflaggt.

Auch der Mannheimer Wasserturm erleuchtete am 23. Juni in Regenbogenfarben.
Auch der Mannheimer Wasserturm erleuchtete am 23. Juni in Regenbogenfarben. © PRIEBE/PR-VIDEO

Mannheim: Laut OB Kurz will man ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen

Durch die Beleuchtung wichtiger und zentraler Orte in Mannheim wird ein sichtbares Zeichen für die Offenheit und das respektvolle Zusammenleben in Vielfalt in Mannheim gesetzt. Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung dürfen wir nicht zulassen. Es ist gut zu sehen, dass Institutionen in Mannheim innerhalb kürzester Zeit reagiert haben und heute ihre Solidarität ausdrücken“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD). Und er ergänzt: „Wir müssen klarmachen, dass die Menschenrechte von Minderheiten in der EU nicht zur Disposition stehen. Die schnelle und engagierte Reaktion vieler Städte in Deutschland zeigt, wie wichtig Kommunen als Partner für ein erfolgreiches Bekämpfen von Diskriminierung sind.

Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz vor dem Wasserturm in Mannheim.
Mannheims OB Dr. Peter Kurz (SPD) will ein Zeichen gegen Diskriminierung in seiner Stadt setzen. © Stadt Mannheim

Die Stadt Mannheim engagiert sich bereits seit vielen Jahren nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch in der internationalen Zusammenarbeit für die Chancengleichheit von LSBTI-Personen. Beispiele sind unter anderem die Mitarbeit im globalen Rainbow Cities Network oder der Austausch mit den Mannheimer Partner- und Freundesstädten. (PM/pek)

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