Rückbau zur Stadtstraße

Für 47 Millionen Euro! B38 soll „Stadtboulevard“ werden

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Die B38 soll zur Stadtstraße zurückgebaut werden. 

Mannheim - Die B38 im Mannheimer Nordosten, über die täglich 60.000 Autos rollen, soll zum „Stadtboulevard“ werden. Was das bedeutet:           

Der B38 soll der Autobahn-Charakter genommen werden.

Die sechsspurige Bundesstraße soll auf den zwei Kilometern zwischen der Mannheimer- und der Fürther Straße zum „Stadtboulevard“ umgebaut werden – einem repräsentativen Stadteingang mit neuem Erscheinungsbild.

Ein „Stadtboulevard“ für Mannheim

Ab der Fürther Straße soll die B38 auf einer Länge von zwei Kilometern zur Stadtstraße werden. Das bedeutet nicht nur einen Rückbau der Nebenfahrbahnen, sondern auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 50. Dafür sollen neue Knotenpunkte und Querungsmöglichkeiten entstehen. Außerdem sollen Baumreihen gepflanzt werden, die den Straßenrand des „Stadtboulevards“ säumen. 

Die Leistungsfähigkeit der B38 soll nach dem Umbau unverändert bleiben. Über die Straße mit direkter Anbindung zur A6 rollen täglich rund 60.000 Fahrzeuge – das soll auch nach dem Rückbau zur Stadtstraße noch ohne Stau möglich sein. 

Die gesamte Umbaumaßnahme soll 47 Millionen Euro kosten. Der Anteil der Stadt Mannheim liegt bei 40,6 Millionen Euro. Die Planungskosten belaufen sich auf zwei Millionen Euro. 

Gründe für den Umbau

Rund um die Bundesstraße entstehen auf den ehemaligen US-Militärflächen sowohl Wohnraum für etwa 15.000 Menschen (Franklin, Spinelli) als auch neue Arbeitsplätze durch neu angesiedelte Unternehmen (Taylor, Columbus). Die neuen Stadtquartiere sowie die bereits bestehenden Stadtteile Käfertal und Vogelstang sollen mit dem Umbau der B38 besser an den Verkehr angebunden werden.  

Außerdem sollen Autofahrer, die über die B38 in die Stadt einfahren, sofort den städtischen Charakter der Straße erkennen und ihre Geschwindigkeit anpassen. Das soll auch zu einer Geräuschminderung führen. 

Die Bereiche, die durch den Rückbau der Nebenfahrbahnen frei werden, sollen als städtische Flächen genutzt werden. So rückt die Stadt optisch näher an die Straße heran. 

Wann geht's los?

Eine entsprechende Beschlussvorlage über den B38-Umbau wird am 17. Juli zunächst im Unterausschuss für Konversion diskutiert, bevor sie am 24. Juli Thema im Gemeinderat wird. 

In die „heiße Phase“ – den Umbau von der Stadtautobahn zur Stadtstraße – soll es erst ab 2024 gehen. Vorher werden aber bereits kleine Anpassungen und Erweiterungen der B38 vorgenommen, um Gebiete wie das Columbus-Quartier zu erschließen.

kab

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