Im Geschäftsjahr 2015

Fast 500 Millionen Miese: Bilfinger mit Rekordverlust!

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Bilfinger schreibt im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust.

Mannheim - Der Bau- und Industriedienstleister Bilfinger steckt weiter in der Krise: Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnet der Mannheimer Konzern einen Rekordverlust.  

Wie Bilfinger am Donnerstag mitteilte, bescherten hohe Abschreibungen insbesondere im zum Verkauf gestellten Kraftwerksgeschäft und Kosten für den Konzernumbau 2015 für einen Rekordverlust: 489 Millionen Euro!

Bereits im Vorjahr hatte der Konzern einen Verlust von 71 Millionen Euro eingefahren.

Der Blick in die Zukunft lässt dennoch Positives erwarten: Die Gesamtleistung konnte Bilfinger im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 6,48 Millarden Euro steigern. Auftragseingang (6,82 Mrd. Euro) und Auftragsbestand (4,82 Mrd. Euro) zum Jahresende legten um 24 und zehn Prozent zu. 

Bilfinger-Chef Per Utnegaard will die strategische Neuaufstellung des Konzerns weiter vorantreiben: „Auch wenn wir im vergangenen Jahr bereits einige wichtige Themen voranbringen konnten, liegt ein anspruchsvolles Jahr 2016 vor uns“, erklärte Utnegaard. „Neben dem notwendigen Umbau des Konzerns werden wir gezielt in Wachstumsinitiativen investieren, um Bilfinger fit für die Zukunft zu machen.

Im Jahr 2015 entwickelten sich die Segmente von Bilfinger unterschiedlich: Während Teile des Geschäftsfelds Industrial unter der anhaltenden Zurückhaltung der Öl- und Gaskunden litten, konnte das Geschäftsfeld Building and Facility wichtige Serviceverträge verlängern und Neukunden gewinnen.

Neben dem notwendigen Umbau des Konzerns will Utnegaard gezielt in Wachstumsinitiativen investieren. Weitere Details sollen bei der Vorlage der vollständigen Bilanz am 16. März genannt werden.

Bilfinger hat mehr als 57.000 Mitarbeiter, davon fast 20.000 in Deutschland. Bilfinger will sich künftig auf Industrie- und Immobiliendienste vor allem in Europa konzentrieren.

Im Rahmen seines Geschäftsumbaus hat Bilfinger gerade sein Wassertechnologiegeschäft an ein chinesisches Unternehmen verkauft und erzielt dabei nach eigenen Angaben einen Nettoerlös von rund 200 Millionen Euro. Der Bereich umfasst zum Beispiel Wasseraufbereitungsanlagen und Abwassersysteme und hat rund 1.600 Mitarbeiter.

Immobiliendienstleistungen und Hochbau profitierten dagegen besonders von wachsenden Investitionen in Deutschland und Großbritannien.

Bilfinger/dpa/rmx

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