Vom Aussterben bedroht!

40 Feldhamster in Mannheim freigelassen: So geht es den Nagern heute

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Den Feldhamstern in Mannheim geht es gut – sie haben sogar Nachwuchs bekommen!

Mannheim - Einst als Schädling gejagt, steht der Feldhamster heute auf der roten Liste. Deshalb wurden 40 Nager auf einem Feld ausgesetzt. So geht es ihnen heute:

Update vom 6. August: Vor etwas mehr als drei Monaten wurden in Mannheim 40 Feldhamster freigelassen, die als vom Aussterben bedroht gelten. Dafür hatten Bauern extra Ackerrandstreifen mit Wildkräutern angelegt, auf denen sich die kleinen Nager auch in Deckung begeben konnten. Die Fläche ist etwa 170 Hektar groß und sei in der römischen Zeit Hamster-Gebiet gewesen. Diese Ansiedlung in Mannheim sei bisher ein voller Erfolg!

Die Tiere haben sich sehr gut entwickelt und auf dem Gebiet verteilt“, erklärt Ulrich Weinhold, Geschäftsführer des Instituts für Faunistik in Heiligkreuzsteinach. Mittlerweile hätten sie sogar Nachwuchs bekommen. Es werde sich aber erst in den nächsten Jahren zeigen, ob die Hamster eine lebensfähige Population in Mannheim bilden können. Gerade der nächste Winter sei eine schwierige Phase, da sich die Nager genug Körner und Samen sammeln müssen, um zu überleben. Das Gebiet in Mannheim sei aber so gestaltet, dass die Feldhamster trotz intensiver Landwirtschaft existieren könnten. 

Mannheim: Feldhamster sollen wieder angesiedelt werden

40 der vom Aussterben bedrohten Feldhamster werden am Donnerstag vom Institut für Faunistik auf einem Feld bei Mannheim freigelassen. Die Wissenschaftler wollen, dass der Feldhamster im Rhein-Neckar-Gebiet wieder heimisch wird. Zuvor hatten Mitarbeiter des Instituts mit Landwirten vereinbart, dass die Hamster auf dem Gelände gute Lebensbedingungen vorfinden. „Ihr ärgster Feind ist derzeit die intensive Landwirtschaft, die ihnen die Nahrungsgrundlage entzieht und sie schutzlos ihren Feinden aussetzt“, erklärt Ulrich Weinhold vom Institut in Heiligkreuzsteinach. Das Areal für die in Freiheit entlassenen Hamster in Mannheim war laut Weinhold bereits in römischer Zeit Hamster-Gebiet.

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Mannheim: 40 Feldhamster werden freigelassen

Mit der Freilassung der 40 Feldhamster in Mannheim soll eine tragfähige Population aufgebaut werden. Ein Problem für die Tierchen: die fehlende Sortenvielfalt der Feldfrüchte. Bis in die 60er Jahre wurden auf den Feldern in Deutschland noch 45 verschiedene Fruchtarten von Kohl über Raps bis zu Luzernen angebaut. Heute seien es nur noch eine Handvoll, erklärt der Biologe Weinhold. Das führe zu Mangelerscheinungen. „Das ist so, als wenn ein Mensch nur Haferbrei essen müsste.“ Unter solchen Umständen pflanzen Hamster sich nicht fort – oder fressen sogar ihre Jungen auf. Um eine ausgewogene Kost zu bieten, werden Landwirte gegen Bezahlung ihre Felder nun hamsterfreundlich bewirtschaften und zum Beispiel Klee und Luzerne anbauen oder Erntestreifen stehen lassen. 

Feldhamster werden in Mannheim freigelassen: Bilder der kleinen Nager

Feldhamster in Mannheim: Nager vom Aussterben bedroht

Seit 2004 gibt es im Heidelberger Zoo ein Zuchtprogramm für den bedrohten Feldhamster. Die 2017 eröffnete Zuchtstation ist Teil der Artenschutzprogramme der Stadt Mannheim und des Landes-Baden-Württemberg. Die Aufzucht der Hamster findet fernab der Besucherströme statt, sodass die Tiere viel Ruhe bekommen. Das Ziel: Jährlich sollen 170 Feldhamster gezüchtet und anschließend in die große weite Welt entlassen werden – genauer gesagt in Mannheim. Dort lebt die größte Feldhamster-Population in ganz Baden-Württemberg

Feldhamster: Vom Zoo in die Wildnis 

dpa/kab

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