Mutter und Tochter sterben bei Unfall

Mildes Urteil nach Horror-Crash auf A6: Lkw-Fahrer darf weiter fahren!

+
Nach einem Unfall auf der A6 mit zwei Toten muss sich ein Lkw-Fahrer vor Gericht verantworten. (Archivfoto)

Mannheim - Im Sommer 2017 kracht ein Lkw auf der A6 ungebremst in ein Stauende, dabei sterben eine Mutter und ihre Tochter. Nun ist das Urteil gegen den Angeklagten gefallen:

Update, 15:27 Uhr:  Ein Lastwagenfahrer, der auf einer Autobahn in ein Stauende gerast war und so den Tod einer Mutter und ihrer Tochter verursacht hatte, ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. 

Seinen Führerschein habe er aber behalten dürfen, da der Unfall zu lange zurückliege, um heute ein Urteil über die Fahrtüchtigkeit fällen zu können.

Das Amtsgericht Mannheim spricht ihn am Freitag (15. Februar) der fahrlässigen Tötung schuldig. Im Juni 2017 war der 33-Jährige auf der A6 bei Mannheim ungebremst in ein Stauende gekracht. Eine 53 Jahre alte Frau und ihre 31-jährige Tochter starben in ihrem Auto. Der 55 Jahre alte Vater, der am Steuer gesessen hatte, wurde schwer verletzt und ist heute ein Pflegefall. 

Der angeklagte Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Die Richter hielten ihm nach Worten eines Gerichtssprechers zugute, dass er nach dem Unfall den Rettungskräften half und umfassend aussagte. Zudem leide er bis heute unter den psychischen Folgen der Geschehnisse. 

Oft gelesen: Explosion in Birkenau! Rettungshunde suchen nach vermisstem Hausbewohner (59)

Ein Gutachter hatte zuvor dargelegt, dass der Bremsassistent im Lastwagen auf jeden Fall angeschaltet war. Entweder habe der Fernfahrer ihn außer Kraft gesetzt oder der Assistent habe nicht funktioniert. Auf jeden Fall habe der 33-Jährige gar nicht auf die drohende Gefahr reagiert oder viel zu spät - nämlich erst unmittelbar vor dem Aufprall.

Update, 14:45 Uhr: Das Urteil ist gefallen. Laut einem Sprecher des Amtsgerichts Mannheim erhält der Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung

Seinen Führerschein habe er aber behalten dürfen, da der Unfall zu lange zurückliege, um heute ein Urteil über die Fahrtüchtigkeit fällen zu können.

Horror-Crash auf A6: Urteil am Amtsgericht steht bevor

Update vom 15. Februar: Vor dem Amtsgericht Mannheim findet am Freitag ein weiterer Verhandlungstag statt. Es könnte sogar sein, dass am gleichen Tag noch ein Urteil gegen den 33-Jährigen fällt. Er wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, da er für einen furchtbaren Unfall auf der Todesstrecke A6 verantwortlich sein soll. Dabei kamen eine Mutter und ihre Tochter ums Leben, der Vater ist seitdem ein Pflegefall. Weitere 10 Menschen wurden verletzt.

Oft gelesenDrogen, Waffen und Böller: Bilanz der Polizeikontrolle auf A6

Horror-Crash auf A6: Zwei Tote und elf Verletzte

Meldung vom 27. November 2018: Am 9. Juni 2017 rast ein Lkw in ein Stauende auf der A6. Bei dem Crash sterben zwei Frauen in einem Auto, elf Personen werden verletzt! Seit Montag (26. November) steht der 33-jährige Lkw-Fahrer vor dem Mannheimer Amtsgericht – wegen fahrlässiger Tötung.

Oft gelesen: Chemiker und Mutter sterben innerhalb weniger Monate - jetzt kommt Grusel-Geheimnis ans Licht

Unklar ist immer noch der genaue Unfallhergang. Laut Richter Dr. Carra könne sich der Fahrer nicht erklären, wie das Unglück passieren konnte. Das eigentliche Rätsel stellt jedoch der Bremsassistent des Lasters dar. 

Fotos von Massenkarambolage auf A6!

Horror-Crash auf A6: War das System ausgeschaltet?

Das Assistenzsystem hätte eigentlich den Sicherheitsabstand messen und einen Bremsvorgang einleiten müssen – was es aber nicht tat. Es besteht daher der Verdacht, dass der Angeklagte es ausgeschaltet haben könnte, um schneller an sein Ziel zu kommen. Der Fahrer ist sich aber sicher, dass er das System eingeschaltet hatte. Es wird geprüft, ob eine Fehlfunktion vorlag.

Wichtig für Autofahrer: Alles zur Dauerbaustelle auf der A6 bei Mannheim!

Der Angeklagte soll mit 85 Stundenkilometer ungebremst auf das Auto aufgefahren sein, in dem zwei Frauen, Mutter (†53) und Tochter (†31), starben. Der damals 55-jährige Vater ist seitdem ein Pflegefall. Mehrere Autos wurden aufeinander geschoben, wodurch zehn weitere Menschen verletzt wurden.

Nach Horror-Crash auf A6: Entschuldigung abgelehnt

Der Angeklagte zeigt Reue für den Unfall und möchte sich auch bei dem Nebenkläger, Sohn und Bruder der Verstorbenen, entschuldigen. Dessen Anwalt erklärt, dass sein Mandant das momentan nicht wolle – weil alles noch zu emotional ist! 

Oft gelesen: Trotz Schnee und Eis: Hunderte Fahrer rasen zu schnell über A6!

Wenn der 33-Jährige wegen fahrlässiger Tötung verurteilt würde, könnten ihn nach Paragraph 222 Strafgesetzbuch bis zu fünf Jahre Haft erwarten. Die Verhandlung wird am Montag (3. Dezember) fortgesetzt.

Mitte Februar kracht es erneut auf der zwischen zwei Lkw und einem Transporter. Eine Woche zuvor wird der Fahrer eines Klein-Lkw auf der A6 schwer verletzt. Auch ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz!

Weitere Themen

Am 25. September übersieht eine Opel-Fahrerin (51) ein Stau-Ende und rast fast ungebremst gegen einen Lkw. Für die Frau kommt jede Hilfe zu spät.

Viehtransport auf

A6

gestoppt:

Tiere fraßen sich vor Hunger gegenseitig

Anfang Mai hat ein Lkw-Fahrer auf der A6 gesundheitliche Probleme und kracht in einer Baustelle auf eine Leitplanke. Es bildet sich ein über 20 Kilometer langer Stau. 

dh

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare