Für Mannheimer Kliniken

Wenn jede Sekunde zählt! Forderung nach 24-Stunden-Hubschrauber 

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Antrag auf 24-Stunden-Hubschrauber für Mannheimer Klinikum (Symbolfoto)

Mannheim - Bei Anbruch der Dunkelheit dürfen Rettungshubschrauber nicht mehr abheben. Gerade bei Notsituationen gehen dadurch wertvolle Minuten verloren! Aber möglicherweise ändert sich diese Regel bald:

Sobald die Dunkelheit anbricht, dürfen normale Rettungshubschrauber nicht mehr für Notfälle abheben. Sollen aber Menschen nachts nach Mannheim verlegt werden, müssen Hubschrauber aus angrenzenden Bundesländern angefordert werden. 

Die einzige Stadt in Baden-Württemberg, die 24-Stunden-Rettungshubschrauber hat, ist Villingen-Schwenningen. „Das ist von Mannheim und von Nordbaden allgemein zu weit weg“, so Dr. Boris Weirauch, Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Stadtrat, am Donnerstag (18. Oktober) in einer Mitteilung. Darum fordert er ebenfalls einen 24-Stundenhubschrauber für die Mannheimer Klinikum oder zumindest eine bessere Lösung für die Stadt. Diese dürfen dann, wie der Name schon sagt, rund um die Uhr fliegen.

Der Staatssekretär hat mich darüber informiert, dass derzeit eine umfassende Strukturuntersuchung zur Luftrettung in Baden-Württemberg erstellt wird und bis s pätestens Ende 2019 klar ist, wo Handlungsbedarf besteht. Meine Forderung nach einer stärkeren Berücksichtigung Mannheims und damit auch Nordbadens wird geprüft und in die weiteren Überlegungen einfließen“, so Weirauch. 

„Es zählt jede Minute“

Weirauch weist darauf hin, dass die Mannheimer Kliniken besonders für ihre Hochleistungsmedizin für Frühgeborene und kranke Kinder einen spitzen Ruf haben. 

Im Bereich Neonatologie leistet das Klinikum europaweit Spitzenmedizin, weswegen viele Frühchen von weiter her nach Mannheim für lebensnotwendige Operationen verlegt werden. Hier entscheiden Stunden oder gar Minuten über Leben und Tod", erklärt der Politiker.

Wenn ein Kind nachts verlegt werden muss, müsse laut Weirauch derzeit ein Hubschrauber aus Nürnberg angefordert werden, der dann zunächst Spezialequipment aus den Kliniken benötige. „Das alles kostet wertvolle Zeit“, meint der Stadtrat. 

Außerdem müsse das Hubschrauber-Team nach der Verlegung so lange warten, bis der Oberarzt das Kind abholt. Dies würde aus Sicht des Abgeordneten kein sinnvoller Umgang mit knappen Ressourcen im Gesundheitswesen sein.

pm/jol

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