Auf Ex (40) eingestochen

Messerstecher (62) muss wegen versuchten Totschlags vor Gericht!

+
Messerstecher muss sich vor dem Landgericht verantworten (Symbolfoto).

Mannheim - Der Messerstecher, der im September seine Ex-Freundin mit mehreren Stichen im Gesicht und am Oberkörper verletzt hat, muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten.

62-jähriger Messerstecher wegen versuchten Totschlags angeklagt!

Der damals 61-Jährige lauert Mitte September seiner Ex-Freundin im Flur vor deren Wohnung auf. Ein Streit bricht aus, in deren Verlauf der Mann ein Messer zückt und seine Ex im Gesicht und am Oberkörper verletzt. 

Die Staatsanwaltschaft hat jetzt gegen den Mann Anklage wegen Verdachts des versuchten Totschlags, der gefährlichen Körperverletzung und weiterer Delikte erhoben. Dabei gehen die Ermittler davon aus, dass der damals 61-Jährige in Tötungsabsicht handelte.

Mann wollte für Trennung Rache nehmen

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte die 40-Jährige sich im Juni 2017 von dem Mann getrennt. Dieser wollte die Trennung aber nicht akzeptieren, bedrohte, beleidigte und verletzte seine Ex. Am Morgen des 15. September versteckt sich der Angeklagte mit einem Messer bewaffnet im Keller des Wohnhauses seiner Ex in der Straße „Hallenbuckel“ in Mannheim-Rheinau und wartet auf ihre Rückkehr.

Als die Frau gegen 8:15 Uhr zurückkommt, greift er sie hinterrücks und sticht ihr in den Rücken! Anschließend versucht er, seine sich wehrende Ex-Freundin in den Keller zu ziehen, packt sie an den Haaren, und traktiert sie mit Faustschlägen. 

Da es ihm nicht gelingt, die Frau in den Keller zu zerren, sticht er mehrfach auf die 40-Jährige ein, verletzt die Frau mit mehreren Stichen im Gesicht und am Oberkörper.

Ein Nachbar wird durch die Schreie auf die Situation aufmerksam und brüllt den Täter an, er soll abhauen. Der Angeklagte lässt daraufhin kurz von seinem Opfer ab. Diesen Moment nutzt die Frau, zieht eine Schreckschusswaffe aus der Jackentasche und schießt. Daraufhin flüchtet der damals 61-Jährige.

Er kann noch am selben Tag in Neuss (Nordrhein-Westfalen) festgenommen werden und sitzt seitdem in U-Haft. Der Mann hat das Geschehen im Wesentlichen eingeräumt, einen Tötungsvorsatz aber bestritten.

StA MA/rmx

Kommentare