Prozess verschoben

45-Jährige weiß von Terror-Plänen eines Jugendlichen – und macht dann DAS!

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45-Jährige wegen Links zu IS-Gräuelvideos vor dem Amtsgericht.

Mannheim - Obwohl sie wusste, dass ein Jugendlicher einen Terror-Anschlag verüben wollte, ging die Angeklagte nicht zur Polizei. Stattdessen macht die 45-Jährige etwas Unvorstellbares:

Eigentlich sollte sich eine 45-Jährige am Montag (15. April) vor dem Amtsgericht Mannheim verantworten. Der Vorwurf: Die deutsche Staatsangehörige soll am 4. August 2016 einem Jugendlichen eine WhatsApp-Nachricht mit Links zu einem Online-Magazin der Terrormiliz IS geschickt haben. Die beiden Links führen zu Propagandamaterial und zeigen sogar eine Enthauptung!

Die Angeklagte aus Raguhn-Jeßnitz (Anhalt) sei aber krank, deshalb müsse der Termin verschoben werden, erklärt Gerichtssprecher Dr. Gunter Carra auf Anfrage von MANNHEIM24. Wann das Verfahren durchgeführt wird ist noch unklar, ein Ersatztermin steht noch nicht fest.

Jugendliche planten Terror-Anschlag in Aschaffenburg

Zwei Jugendliche im Alter von damals von 15 und 17 Jahren hatten 2016 offenbar geplant, mit Schnellfeuerwaffen im Landkreis Aschaffenburg einen „islamistisch motiviertenTerror-Anschlag auf eine öffentliche Einrichtung zu verüben. Dabei wollten sie als „Gotteskrieger“ den Märtyrertod zu sterben. 

Die beiden jungen Männer wurden im Dezember 2016 in Mannheim und im Kreis Aschaffenburg festgenommen. Bei anschließenden Durchsuchungen wurden islamistisches Propagandamaterial, IS-Flaggen, elektronische Datenträger sowie Mobiltelefone sichergestellt. 

Im Juni 2017 begann am Landgericht Mannheim der Prozess gegen die beiden Jugendlichen unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor der Großen Jugendkammer. Das Urteil? „Wegen ‚Verbrechensverabredung‘ wurden die beiden Heranwachsenden zu Jugendstrafen verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden“, sagt ein Sprecher des Landgerichts Mannheim.  

Angeklagte wusste von Terror-Plänen, ging aber nicht zur Polizei!

Der angeklagten 45-Jährigen sei bewusst gewesen, dass die beiden Jugendlichen einen Anschlag verüben wollten, so die Anklage im Fall für das Amtsgericht. Statt die Polizei von den Plänen zu unterrichten, habe die Frau den Jugendlichen Links zu Propagandamaterial des Islamischen Staats geschickt. Ihr wird unter anderem „Gewaltdarstellung“ in zwei Fällen vorgeworfen.

Der jugendliche Empfänger habe die WhatsApp-Nachrichten in Mannheim geöffnet und von dort aus auf die Links zugegriffen. „Insofern gilt Mannheim als ‚Tatort‘, deshalb wird der Fall auch hier verhandelt“, so Amtsgerichtssprecher Carra. Die beiden Jugendlichen sollen im Verfahren gegen die 45-Jährige als Zeugen aussagen. 

rmx

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