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Mannheim: „Häufigste Todesursache“ – Peta übt Kritik nach tödlichen Springturnier auf Maimarkt

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim - Nach dem Sturz eines Springpferds beim Maimarkt-Turnier üben die Tierschützer von Peta jetzt scharfe Kritik. Ein Wallach musste wegen seiner Verletzungen eingeschläfert werden:

Update vom 11. Mai, 7:07 Uhr: Nach dem Sturz von Springpferd PB Maserati und anschließender Einschläferung des Wallachs am Montag beim traditionellen Maimarkt-Turnier übt die Tierrechtsorganistation Peta jetzt scharfe Kritik! Peta geht die Veranstalter und Teilnehmenden an, weil die systematische Überforderung der Pferde fester Bestandteil solcher Turniere sei.

NameMaimarkt Mannheim
Gründungsjahr1613
Ausstellerrund 800
Besucherzahlüber 300.000 jährlich

Maimarkt-Turnier in Mannheim: Peta mahnt – „Pferde nicht als Sportgeräte missbrauchen“

„In den vergangenen Jahren kam es bei Wettkämpfen mit hohen Hindernissen immer wieder zu tödlichen Stürzen und Aortenabrissen“, mahnen die Tierschützer. Verbunden mit dem dringenden Appell an alle Beteiligten, künftig keine Springturniere mehr durchzuführen.

„Bei dem Vorfall handelt es sich nicht um einen traurigen Einzelfall, sondern um eine der häufigsten Todesursachen bei Hochleistungsturnieren. Der tödliche Sturz zeigt nur einmal mehr, dass Pferde nicht als Sportgeräte missbraucht und wegen Prestige und Preisgeldern über Hindernisse gejagt werden dürfen. Die Misshandlung von Pferden im sogenannten Pferdesport muss endlich ein Ende finden“, so Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA.

Das MVV Reitstadion ist Schauplatz des 100. CSIO (hier beim Maimarkt-Turnier).
Bei der Qualifikation für den Großen Preis von Mannheim im MVV Reitstadion beim Maimarkt hat sich ein folgenschwerer Sturz eines Springpferds ereignet. (Symbolfoto) © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Mannheim: Springpferd stürzt bei Maimarkt-Turnier – und muss eingeschläfert werden

Erstmeldung vom 10. Mai: Dramatischer Zwischenfall bei der Qualifikation für den „Großen Preis in Mannheim“ am Montagnachmittag (9. Mai) im MVV-Reitstadion. Die Springreiterin Pia Reich stürzte mit ihrem Wallach PB Maserati an einem Hindernis so unglücklich, dass das Pferd in der Folge schließlich eingeschläfert werden musste.

Maimarkt-Turnier: Springpferd nach Sturz von Tierärztin eingeschläfert

Nach seinem Sturz im Parcours beim Maimarkt-Turnier konnte Wallach PB Maserati zunächst nicht aufstehen, wie das Fachmagazin „St. Georg“ berichtet. Laut Cheftierarzt Prof. Dr. Kuno von Plocki vor Ort sei dies der Schock gewesen. Nach einer Injektion habe der Wallach danach selbstständig in den Ambulanztransporter laufen können.

Bei der genaueren Untersuchung dann die Schockdiagnose: Das Springpferd hat sich bei dem tragischen Unglück einen Trümmerbruch am Ellbogen zugezogen. Da diese schlimme Verletzung jedoch inoperabel war, habe man sich schweren Herzens nach Absprache mit dem Besitzer und der Reiterin dazu entschlossen, PB Maserati in der Tierklinik einzuschläfern.

Bei der Qualifikation für den Großen Preis von Mannheim im MVV Reitstadion beim Maimarkt hat sich ein folgenschwerer Sturz eines Springpferds ereignet. (Symbolfoto)
Bei der Qualifikation für den Großen Preis von Mannheim im MVV Reitstadion beim Maimarkt hat sich ein folgenschwerer Sturz eines Springpferds ereignet. (Symbolfoto) © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Mannheim: Reiterin verliert Pferd nach Sturz und ist „zutiefst geschockt“

Eine leider notwendige Maßnahme, um dem zehnjährigen Pferd große Schmerzen und Leiden zu ersparen. „Ich bin zutiefst geschockt. Als Reiterin ist es für mich das Schlimmste, mein Pferd PB Maserati auf diese Weise zu verlieren. Er war seit vielen Jahren mein Partner und Freund“, zitiert „St. Georg“ Pia Reich.

„Wir werden ihn alle unendlich vermissen, aber ich bin dankbar für die Zeit, die wir gemeinsam hatten. Uns bleibt die Erinnerung an diese tolle Persönlichkeit“, so die Reiterin traurig.

Maimarkt-Turnier Mannheim: Veranstalter betonen Sicherheitsaspekt

In einer Stellungnahme bedauert Turnierchef Paul Hofmann das letztendlich tödliche Unglück: „Für uns als Veranstalter und alle Beteiligten steht das Wohl der Pferde an erster Stelle.“ Und auch Joachim Geilfus, der Vorsitzende der Ground Jury, äußert seine Anteilnahme: „Es war ein dramatisches, bedauernswertes Unglück.“

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Man achte beim Festlegen des Parcours und der Hindernisse zwar immer darauf, dass Unfälle und Verletzungen möglichst zu vermeiden. Trotzdem könne es nie eine einhundertprozentige Sicherheit geben. (pek)

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