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Energie sparen: Mannheim schaltet die Lichter aus – „Sicherheit darf nicht gefährdet werden“

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Von: Josefine Lenz

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Mannheim - Um Energie zu sparen, werden viele Gebäude und Straßen abends nicht mehr beleuchtet. Stellt das eine neue Gefahrenquelle für Bürger dar?

Seit dem 1. September heißt es: Licht aus! Um Energie zu sparen, reduzieren Städte wie Mannheim und Heidelberg die Beleuchtungen. So wird in der Quadratestadt beispielsweise das Licht in einigen Straßen, an der Alten Feuerwache, im Reiss-Engelhorn-Museum oder am Wasserturm ausgeschaltet. Es sind aber noch einige weitere Gebäude von der Energiesparmaßnahme betroffen. Nun macht sich die Sorge breit, dass durch die verstärkte Dunkelheit eine größere Gefahr für Bürger besteht – vor allem für Frauen.

Mannheim: Dunklere Straßen wegen Energiesparmaßnahme – „Sicherheit darf nicht gefährdet werden“

Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen, Dr. Angela Wendt, äußert ihre Bedenken zum Thema Energiesparen. Zwar sei die Umsetzung der Maßnahmen zu begrüßen, sie weist jedoch darauf hin, „dass die Sicherheit von Frauen in den späten Abend- und Nachtstunden dadurch nicht zusätzlich gefährdet werden darf.“ Man müsse darauf achten, dass „für Frauen keine neuen Gefahrenquellen und Angsträume entstehen.“ Als möglichen Schutz nennt die Grüne-Politikerin eine Ausweitung des Frauentaxis.

Auch die CDU stellt klar, dass Energiesparen ein lobenswertes Unterfangen sei, dennoch müsse die Sicherheit der Bürger an erster Stelle stehen. „Es muss deshalb sichergestellt sein, dass durch das Ausschalten der Beleuchtung keine neuen Angsträume entstehen“, betont auch CDU-Kreisvorsitzender Christian Hötting auf Nachfrage von MANNHEIM24.

Mannheim: Gefahr durch ausgeschaltete Lichter? Polizei schätzt Lage ein

Die FDP sieht die Lage etwas entspannter. „Wir Freie Demokraten sehen keine zusätzliche Gefährdung für Bürgerinnen und Bürger“, schreibt die Partei. Dennoch heißt es weiter: „Wo Beleuchtung der Sicherheit dient, muss sie jedoch nach Ansicht der FDP Mannheim aufrecht erhalten bleiben. Die FDP Mannheim regt daher an, die Beleuchtungssituation dort zu verbessern, wo es tatsächlich noch nötig ist – zum Beispiel in einzelnen Unterführungen oder anderen dunklen Ecken im Stadtgebiet.“

Das Polizeipräsidium Mannheim wertet nach Anfrage von MANNHEIM24 die Lage aktuell noch aus und will ein Statement abgeben, sobald eine Einschätzung der zuständigen Stellen vorliegt. Eine Kriminaloberkommissarin der Polizei Mannheim schätzt die Lage ein. So oder so – die Energiesparmaßnahme ist eine Bundesverordnung und ist somit verpflichtend für die Stadt Mannheim (jol)

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