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Mannheim: „Hetzoggerietschdroos“ – Verkehrs-Riese rnv veröffentlicht kuriosen Linienplan

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Von: Daniel Hagen

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Die rnv hat ihren Fahrplan auf kurpfälzisch veröffentlicht.
Die rnv hat ihren Fahrplan auf kurpfälzisch veröffentlicht. © rnv GmbH (KM3 Kundeninformation)

Mannheim - Zum Tag des Dialekts hat sich die rnv in ihrem Blog etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Der bekannte Linienplan ist komplett auf kurpfälzisch übersetzt worden.

Wer in Mannheim von der Rhoinau nach Tschänau fahren will, muss mit der Linie 1 einen recht weiten Weg auf sich nehmen. Dabei werden Haltestellen wie die Krappmiehlschdroos, Mannem Hauptbohof, die Hetzsoggerietschdroos und die Tschänauschuul passiert. Wer den Weg jetzt immer noch nicht verstanden hat, sollte sich entweder an die Mobilideedszentral der rnv wenden – oder ganz dringend sein kurpfälzisch auf Vordermann bringen! Denn auch, wenn der Tag des Dialekts, der Mundart, der Muttersprache – oder wie man es sonst nennen möchte – schon am 21. Februar war, lohnt es sich, diesen schönen Dialekt auch den Rest des Jahres über parat zu haben.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl320.010 (Stand: 31. Dezember 2020)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Mannheim: Tag des Dialekts – rnv veröffentlicht Linienplan auf kurpfälzisch

Dominik Schork, Kundeninformationsmanager der rnv, hat sich zu diesem Tag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Im Blog des Unternehmens hat er in dem Text „Do hosch was zu gugge“ seine Liebe zum kurpfälzischen Dialekt ausgedrückt und sogar einen ganzen Linienplan in die Mundart übersetzt, die die Mannheimer und Heidelberger von den Pfälzern, Badenern und Schwaben unterscheidet. Darauf zu sehen sind alle Straßenbahn-Linien, die in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen ihren Runden drehen. Auch der Roi und der Negaa sind zu sehen. Hoffentlich erntet die rnv für diesen lustigen Post nicht so einen Shitstorm, wie für einen Aufruf zum Maske tragen in Bus und Bahn.

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Wer mithilfe dieses Plans sein Ziel aber erreichen möchte, muss den Dialekt nicht nur verstehen, sondern auch lesen können. Auswärtige und Zugezogene wären damit komplett aufgeschmissen. Vor allem in der Universitätsstadt Heidelberg wäre wohl so mancher Student komplett ratlos, wenn er zur Staddbiescherei oder zur Monntpelliebrigg geschickt werden würde. Den Studiengang für kurpfälzisch gibt es nämlich noch nicht.

Sollte es aber doch einmal so weit kommen, müsste jeder Kurs mit den Worten von Dominik Schork beginnen: „Alla hopp, hogg die jetzat uf doin Bobbes un les das schää durch, was ma uffgschriwwe hawwe. Ned dass a noch in ä Fettnäpfsche noidabbe dusch, fallsemol in unsrer schäni Kurpalz unnawegs bischd.“ (Also los, setz dich auf deine vier Buchstaben und les dir durch, was wir aufgeschrieben haben. Nicht, dass du noch in ein Fettnäpfchen trittst, falls du mal in der Kurpfalz unterwegs bist.) (dh)

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