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Chemie-Unfall in Mannheim: Einsatz beendet – Staatsanwaltschaft ermittelt

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Von: Daniel Hagen, Katja Becher

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Mannheim - Im Mühlauhafen gibt es einen großen Chemie-Unfall, der die Einsatzkräfte auf Trab hält. Die Ursache ist weiterhin unbekannt, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Update vom 7. September, 8:14 Uhr: Die Fässer mit den Chemikalien wurden geöffnet, der Großeinsatz kann nach zehn Tagen endlich beendet werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft zur Ursache des Chemie-Unfalls in Mannheim gegen Unbekannt.

Chemie-Unfall im Mannheimer Mühlauhafen: Großeinsatz dauert an

Update vom 24. August, 14:39 Uhr: Auch fast 24 Stunden nach dem Chemieunfall im Mannheimer Hafen mit mindestens 16 Verletzten ist der Großeinsatz am Mittwochnachmittag noch in vollem Gange. Weit über 100 Einsatzkräfte waren zuletzt noch vor Ort. Sie kühlen einen Container der BASF mit knapp 200 Fässern, um den weiteren Austritt giftiger Dämpfe zu verhindern, wie eine Sprecherin der Feuerwehr erklärte. Die Lage sei jedoch stabil. In einer Pressekonferenz haben Vertreter der Feuerwehr, der Polizei, der Stadt Mannheim und der BASF den aktuellen Stand erklärt.

Die genaue Ursache für das Leck sei noch immer nicht geklärt, so die Sprecherin. Bei der Feuerwehr habe es bislang keine Verletzten gegeben. Die Polizei hingegen hatte 16 Beamte gemeldet, die über Reizhusten und gerötete Augen klagten. Zwei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Chemie-Unfall im Mannheimer Mühlauhafen: Fässer stammen von der BASF

Update vom 24. August, 13:03 Uhr: Die Fässer, die den Chemie-Unfall am Dienstag im Mühlauhafen auslösten, stammten Berichten zufolge von der BASF. Das bestätigte das Unternehmen am Mittwochnachmittag dem SWR. Weitere Auskünfte wollte eine Sprecherin demnach jedoch nicht geben. Die Fachkräfte der BASF-Werkfeuerwehr würden die Bergung unterstützen, hieß es.

Update vom 24. August, 10:50 Uhr: Wie die Stadt Mannheim mitteilt, stimmen sich aktuell Experten darüber ab, wie der Einsatz im Mannheimer Mühlauhafen weitergehen soll und welche Maßnahmen ergriffen werden. In den Stadtteilen Jungbusch, Innenstadt und Neckarstadt West kann es weiterhin zu Geruchsbelästigungen kommen.

Lage in Mannheim nach Chemie-Unfall stabil – Busse fahren wieder

Update vom 24. August, 09:30 Uhr: „Der Einsatz läuft weiter, aber die Lage ist aktuell stabil“, erklärt ein Sprecher der Polizei am Morgen. Der Container am Mannheimer Mühlauhafen sei über Nacht mit Wasser gekühlt worden, um so die Dämpfe zu verringern. Zeitweise haben die Gase eine 150 Meter hohe Wolke gebildet.

Die von der Feuerwehr durchgeführten Messungen hätten „keine erhöhten Werte“ gezeigt. Die genaue Ursache für das Unglück im Hafen von Mannheim müsse noch ermittelt werden. Unterdessen berichtet die rnv, dass die Sperrungen und Umleitungen auf den Linien 60, 62, 65, 6 und 6a wieder den Betrieb aufgenommen haben.

Mindestens 16 Verletzte bei Chemie-Unfall in Mannheim – zwei Personen im Krankenhaus

Update vom 24. August, 08:15 Uhr: Wie Polizeisprecher Norbert Schätzle dem RNF erklärt, sind zwei der verletzten Polizisten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Alle Verletzungen sollen jedoch leichter Natur sein. Zudem soll auch ein Mitarbeiter des Unternehmens leichte Verletzungen davongetragen haben. Der defekte Container soll nach Angaben der Polizei noch im Laufe des Tages geöffnet und geborgen werden.

Chemie-Unfall im Mannheimer Hafen: Rund 200 Fässer in Container

Update vom 24. August, 7 Uhr: Auch am Morgen nach dem Gefahrgut-Austritt auf einem Werksgelände im Mannheimer Hafen gehen die Arbeiten weiter. Dort ist es in einem Seecontainer mit rund 200 Fässern voller Hydrosulfit zu einer chemischen Reaktion gekommen. Der Stoff wird zum Bleichen in der Textilindustrie genutzt und könnte sich nach jetzigem Kenntnisstand aufgrund der Produkteigenschaften selbst zersetzt haben – wobei Schwefeldioxid und andere Schwefelsalze freigesetzt werden.

Mannheim: 16 Polizisten bei Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch verletzt

Wie die Stadt Mannheim am Abend mitteilt, sind während des Einsatzes 16 Polizeibeamte verletzt worden, die über Reizhusten, Atemwegsreizungen und gerötete Augen klagen. Ob sich die Zahl im Laufe der Nacht erhöht hat, ist noch unbekannt. Die Feuerwehr führt zudem Luftmessungen im Stadtgebiet durch, wobei aber glücklicherweise keine auffälligen Werte gemessen werden. Anwohner sollen trotzdem weiter Türen und Fenster geschlossen halten.

In den kommenden Stunden werden die Straßensperren nach und nach aufgehoben. Nur die Werfthallen- und Güterhallenstraße direkt am Einsatzort in Mannheim-Jungbusch müssen weiterhin gesperrt bleiben. Anwohner, die langanhaltende Beschwerden wie Reizhusten, Atemwegsreizungen oder gerötete Augen haben, sollen sich in ärztliche Behandlung begeben. Um den Notruf zu entlasten, sollen sich besorgte Personen über das Bürgertelefon unter der Nummer 0621/2936370 informieren.

Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch
Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch © PR-Video/Priebe

Mannheim: Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch läuft auch in der Nacht weiter

Update vom 23. August, 20:50 Uhr: Wie der Polizeisprecher Norbert Schätzle dem SWR sagt, weiß man inzwischen, um welchen Stoff es sich handelt. „Die ausgetretene Flüssigkeit ist offenbar nach der ersten Bewertung explosiv, aber auch stark ätzend für die Schleimhäute“, erklärte der Sprecher. Aber unklar sei, ob der gesamte betroffene Container damit beladen war oder noch andere Stoffe dort gelagert waren. Eine Person sei leicht verletzt worden. Daher ist auch der Sicherheitsradius erweitert worden.

Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch in Mannheim: Großräumige Evakuierung vermeiden

Update vom 23. August, 20:26 Uhr: Dem SWR sagt der erste Bürgermeister Christian Specht, dass eine großräumige Evakuierung vermieden werden soll. Das hänge aber auch davon ab, wie gut man das Gefahrgut niederschlagen könne. Zuerst wolle man Menschen im punktuellen Umfeld in Sicherheit bringen.

Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch in Mannheim: Straßen gesperrt

Update vom 23. August, 19:38 Uhr: Auf Twitter teilt die Polizei Mannheim mit, welche Straßen gesperrt sind: Kurt-Schumacher-Brücke, Luisenring und Parkring. Weiter wird mitgeteilt: „Verkehrsteilnehmer, die aus dem innerstädtischen Bereich ausfahren wollen, werden gebeten, über die Augustaanlage zu fahren.“

Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch: Warnung an Bevölkerung – Sicherheitsradius ausgeweitet

Update vom 23. August, 19:17 Uhr: Bei dem Großeinsatz im Mannheimer Mühlauhafen wurde der Sicherheitsradius auf 1.300 Meter rund um den Ereignisort erweitert, wie die Stadt Mannheim in einer Pressemitteilung informiert. Aufgrund des Gefahrgutaustritts kommt es aktuell zu einer starken Geruchsbelästigung. Betroffen sind die Stadtteile Jungbusch, Innenstadt und Neckarstadt West. Der Verwaltungsstab der Stadt Mannheim wurde einberufen, der Sirenenalarm im betroffenen Gebiet ausgelöst.

Die Berufsfeuerwehr Mannheim ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Austritt des dort gelagerten Flüssiggases zu stoppen. Eine circa 150 Meter hohe Rauchsäule war zunächst zu sehen, die sich aktuell durch den Löscheinsatz zurückbildet.

Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch: Züge via Mannheim fallen aus

Update vom 23. August, 19:04 Uhr: Nach einer Meldung der Deutschen Bahn (DB) auf Twitter ist wegen des Großeinsatzes die Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt (Main) Hauptbahnhof beziehungsweise Flughafen gesperrt. Weiter heißt es: „Züge des Fernverkehrs werden umgeleitet und verspäten sich. Der Halt in Mannheim Hbf kann entfallen.“

Gefahrgut-Einsatz im Jungbusch: Warnung an Bevölkerung

Erstmeldung vom 23. August, 15:44 Uhr: Der Einsatzort befindet sich nach einer ersten Meldung des Polizeipräsidiums Mannheim in der Werfthallenstraße im Jungbusch. Polizei, Wasserschutzpolizei und Feuerwehr sind wegen eines Gefahrgutaustritts im Großeinsatz. Innerhalb eines Werksgeländes ist offenbar eine Flüssigkeit ausgetreten, die giftige und reizende Dämpfe entwickeln kann.

Wegen der aktuellen Windrichtung wurde der Bereich rund um den Handelshafen bereits für den Verkehr gesperrt. Auch die umliegenden Brücken werden gesperrt. „Anwohner im Bereich Mannheim-Jungbusch und Mannheim-Neckarstadt werden gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten. Personen im nahegelegenen Bereich des Geschehens werden gebeten diesen zu verlassen“, warnt die Polizei. Aktuell kann es auch zu Behinderungen im Bahnverkehr kommen. Es wird nachberichtet. (kab/dh/pol)

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