Neue Spiele-Show „Game of Games“ bei Sat.1

Bülent Ceylan im Interview: „‘Du Drecksack‘ ist bei uns keine Beleidigung“ 

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Mannheim/München - Am Freitag (14. September) hat für alle Bülent-Fans das Warten ein Ende: Dann steht der 42-jährige Mannheimer endlich wieder vor der Kamera – doch diesmal in ungewohnter Funktion...

Comedy? Kann er! Kino? Kann er auch! Game-Show? Wär doch gelacht, wenn nicht...

Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem Privatsender RTL, wo nicht nur Live-Mitschnitte seiner Stand-up-Shows, sondern auch die „Die Bülent Ceylan Show“ ausgestrahlt wurde, hat der Mannheimer Comedian Bülent Ceylan im Sommer seinen Wechsel zur Konkurrenz von Sat.1 verkündet. An diesem Freitag (14. September, 20:15 Uhr) steht der 42-Jährige nun erstmals als Moderator der Spiele-Show „Game of Games“ vor der Kamera.

Darum geht‘s bei „Game of Games“

Das Format ist durch den amerikanischen Sender NBC bekannt geworden und wird in den USA von der beliebten Schauspielerin und Komikerin Ellen DeGeneres moderiert. Die Spielregeln sind einfach: Jeweils ein Teilnehmer qualifiziert sich bei fünf Herausforderungen für das Auswahlspiel. Wer hier nicht aufpasst, fliegt sofort raus! Die übrigen vier Kandidaten beantworten anschließend in einer Quiz-Runde nacheinander Fragen. Wer die Antwort nicht weißt oder sie falsch nennt, ist ebenfalls raus. Am Ende kann der letzte Spieler im Finale bis zu 50.000 Euro gewinnen!

So wild geht‘s bei „Game of Games“ zu:

Im Interview erklärt Bülent Ceylan, warum er den Sender gewechselt hat, welche die Herausforderungen als Moderator auf ihn zukommen, und was Sat.1 sonst noch mit ihm vorhat:

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Frage: Die neue Show ist ein gänzlich neues Spielfeld für Sie? 

Antwort:Ja. Ich habe mir schon lange ein internationales Format gewünscht, für die ganze Familie, mit Leichtigkeit und Spontanität. Es ist ein richtig fettes Format, von den Spielen her sicher eher simpel, aber aufwendig und nicht billig gemacht. Der Moderator ist nicht nur Moderator, sondern er spielt mit den Kandidaten - ohne irgendwelche Promis - und lebt alles mit. Ich denke, dass für diesen Job ein Comedian am besten geeignet ist, der nicht nur Wissen abfragt, sondern eben mitfiebert und keinen niedermacht. Ich kann die Leute eher abholen, trösten und auch mal einen mitfühlenden Scherz einbringen. Ich kann also - wie bisher auch schon - ein frecher Junge sein, der dann auch mal ein schlechtes Gewissen zeigt.

Frage: Was hat Sie zum Wechsel von RTL hin zu Sat.1 bewogen?

Antwort:Also, ich denke, dass Sat.1-Chef Kaspar Pflüger dem Sender sehr gut tut. Das ist ein Familienmensch und auch ein Macher, und er entwickelt gerne neue Formate - und die dann gleich mit mehreren Folgen. Es sind in Sat.1 weitere Formate mit mir geplant, im Comedy-Bereich wie ‚Big Blöff‘ in diesem Herbst oder als Gast in anderen Shows und vielleicht als Schauspieler. Da werde ich sogar von schauspielernden Kollegen ermuntert, und es gibt ja auch tolle Vorbilder wie Dieter Hallervorden für mich. Ich bin sehr gespannt, und ich freue mich auf alles, was da kommt: Ich habe endlich wieder richtig Spaß am Fernsehen.

Frage: Was finden Sie am Mannheimer, ähm - am Mannemer Dialekt so toll? 

Antwort:Der Dialekt ist sehr bodenständig, ehrlich, geradeheraus und hat viel Authentisches. Das mag für viele andere Dialekte ebenfalls gelten, aber das Mannemerische hat auch etwas Aggressives und Direktes. Wenn ich also ‚Du Drecksack‘ zu jemandem sage, dann ist das durchaus positiv gemeint auch im Sinne von ‚Das ist einer von uns‘. Der Hamburger ist da sicher wesentlich zurückhaltender.

Frage: Sie pflegen Ihren Dialekt aber auch als eine Art Markenzeichen? 

Antwort:Ja, natürlich. Das ist ja schon witzig, vor allem für die Leut', die von außerhalb kommen - es gibt ja auch jodelnde Japaner. Ich sehe ja nun nicht unbedingt wie ein gebürtiger Mannemer aus. Das nenne ich den Roberto-Blanco-Effekt, weil kaum jemand erwartet, dass derjenige dann plötzlich hochdeutsch spricht. In der neuen TV-Show werde ich schon so bleiben, wie ich bin, aber ich werde mich bemühen, hochdeutsch zu sprechen - für viele Mannheimer vermutlich etwas zu viel. Aber ich bleibe Mannemer, und ich lasse mir die Gosch nicht verbieten.

„LASSMALACHE“: Bülent Ceylan in der ausverkauften SAP Arena

Klaus Braeuer/dpa/rob

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