2015

"Haus des Jugendrechts" bald auch in Mannheim!

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Das "Haus des Jugendrechts" in Stuttgart hat sich bewährt. Mehr als 1700 Ermittlungsverfahren wurden in den vergangenen drei Jahren geführt.

Jugendliche Intensivtäter sollen nicht immer für mehrere Jahre im Knast landen. Deswegen soll es jetzt auch ein "Haus des Jugendrechts" in Mannheim geben...

Die Erfahrungen in den beiden bestehenden Einrichtungen in Stuttgart und Pforzheim sind ermutigend. Deshalb wird es in einigen Monaten ein drittes "Haus des Jugendrechts" in Mannheim geben. Die Einrichtung in Pforzheim mit der Beteiligung von Polizei, Justiz, Jugendamt und ehrenamtlichen Helfern sei eine Erfolgsgeschichte, sagten Innenminister Reinhold Gall (SPD) und Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) am Montag.

Was ist das "Haus des Jugendrechts" genau?

In den "Häusern des Jugendrechts" wirken Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte mit Kommunen und sozialen Einrichtungen unter einem Dach zusammen, um im wesentlichen vier Ziele zu verfolgen: eine Beschleunigung der Jugendstrafverfahren, ein rascher Täter-Opfer-Ausgleich und die Nachbetreuung jugendlicher Täter sowie die Prävention. 

Die Einrichtung vermittle den Jugendlichen den Eindruck, dass sie ernst genommen und nicht nur als Fall betrachtet würden, sagte Stickelberger. 

"Häuser des Jugendrechts sind Ideenwerkstätten, die sich nach und nach neue Aufgaben erschließen."  Als Beispiel nannte Stickelberger das Projekt eines "Anti-Graffiti-Mobils", bei dem straffällig gewordene Jugendliche Graffiti von Hauswänden entfernen.   

Das die Stadt Mannheim als dritter Ort, nach Pforzheim und Stuttgart ausgewählt wurde, weise nicht auf eine höhere Jugendkriminalitätsrate hin und habe keinen besonderen Hintergrund, betont Martina Schäfer vom Justizministerium Baden-Württemberg gegenüber MANNHEIM24.

"Wenn ein besonderes Interesse der Kommunen und der verschiedenen sozialen Einrichtungen vor Ort da ist, kann ein "Haus des Jugendrechts" errichtet werden", so Schäfer. 

Bis das "Haus des Jugendrechts" in Mannheim in den Betrieb aufgenommen wird, dauert es  allerdings noch bis 2015.

dpa/nis

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