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„Hartz und herzlich“: Corona-Angst in den Benz-Baracken – „Da sterben Leute...“

„Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken“: Dagmar kann dieses Verhalten in der Coronakrise überhaupt nicht nachvollziehen.
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„Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken“: Dagmar kann dieses Verhalten in der Coronakrise überhaupt nicht nachvollziehen.

„Hartz und herzlich“ - Auch das Leben der Benz Baracken-Bewohner hat sich durch die Corona-Pandemie grundlegend verändert. So gehen die Barackler mit dem Lockdown um:

Während sich ganz Deutschland auf den zweiten Teillockdown einstellt, bekommen RTLZWEI-Zuschauer in den neuen Folgen der Sozialdoku „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ einen Einblick in das Leben der Barackler zur Zeit des ersten Shutdowns im Frühjahr. Im Gegensatz zum November wurden im Frühling nicht nur Veranstaltungen abgesagt und Restaurants geschlossen, sondern auch Läden, Schulen und Kitas. Besonders Elvis sorgt sich angesichts der steigenden Infektionszahlen in Mannheim um seine Nachbarn, die durch das Coronavirus besonders gefährdet sind. Ältere Personen, Menschen mit Vorerkrankungen, Behinderung oder einer Immunschwäche gelten als Risikopatienten.

Da Elvis Tochter Jasmin an Asthma und Dagmar an der Lungenerkrankung COPD leidet, zählen auch sie zu dieser Gruppe. „Für so Menschen, könnte es echt tödlich sein“, so Elvis. Auch die achtfache Mutter Katrin macht sich Sorgen um ihr Tochter: „Jasmin darf gerade gar nicht mehr raus. Die sollte gerade weder einkaufen gehen noch sonst irgendwas. Bei ihr mache ich mir wirklich Gedanken. Mit ihrem Asthma müsste sie dann definitiv ins Krankenhaus.“

Hartz und herzlich: Benz Baracken im Lockdown – Dagmar hat keine Angst vor dem Coronavirus

Dagmar, die gute Seele der Benz-Baracken, weiß um die Gefahr für ihre Gesundheit, verfällt jedoch nicht in Panik: „Ich habe keine Angst vor dem Coronavirus, weil ich mich an die Regeln halte. Ich desinfiziere mich, gehe nicht raus, fertig. Ich hab alles was ich brauche außer Milch. Wenn es hart auf hart kommt, kauf ich mir eine Kuh, stell die in den Garten und dann hab ich meine Milch.“ Gesundheitlich gehe es der 66-Jährigen sehr gut. Sie hat kein Fieber und keine Probleme beim Atmen. Nur die Tatsache, dass sie ihrem Nachbarn Johann während der Corona-Pandemie nicht mehr so viel helfen kann wie früher, macht ihr zu schaffen. „Der hält sich an keine Regeln“, sagt sie resigniert. Wegen ihrer Lungenerkrankung müsse sie in dieser Situation auch an sich denken und den direkten Kontakt mit dem Nachbarn meiden. Kurz darauf dann der Schock: Der 54-jährige Johann aus dem grünen Block in den Benz Baracken ist tot. Am Morgen des 25. März erreicht diese schreckliche Nachricht die Benz-Baracken Bewohner. 

„Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken“ – Dagmar ist über dieses Verhalten entsetzt

Für Menschen die Klopapier und Lebensmittel hamstern, hat die 66-Jährige kein Verständnis. Jeder würde während der Corona-Pandemie nur an sich selbst denken: „Es ist traurig, dass die heutige Menschheit alten Menschen nicht einmal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt.“ Im Lidl hätte sie beobachtet wie sich Menschen mir mehreren Packen Toilettenpapier eindeckten. „Da sterben Leute an dem Coronavirus und die haben nichts anderes zu tun, als ihren Ar*** zu vergolden mit dem ganzen Klopapier. Warum hält sich nicht jeder an die Regeln?“

Auch Elvis ist von diesem Verhalten entsetzt: „Die machen da ganze Busse voll und karren das nach Hause. Als wäre der dritte Weltkrieg ausgebrochen.“ Darüber, dass ihm das Toilettenpapier ausgeht, macht er sich keine Sorgen. Er hätte nur die übliche Menge zu Hause. Wenn die zur Neige geht, müsse eben der Duschkopf herhalten. „Was hygienischeres gibt es nicht“, ist er überzeugt. Die Corona-Pandemie macht den 48-Jährigen sehr nachdenklich: „Das ist verheerend, überall sterben Menschen und du kannst nichts dagegen tun, außer zu Hause zu bleiben und auf dich aufzupassen. Und auf deine Mitmenschen, Nachbarn, Freunde.“

„Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken“ – Elvis ist stolz auf seine Barackler

Die Corona-Maßnahmen stoßen unter den Benz Baracken Bewohnern auf breite Akzeptanz. Elvis ist stolz auf seine Barackler: „Die halten sich wirklich daran zu Hause zu bleiben und sich gegenseitig nicht anzustecken. Wäre schön wenn das der Rest von Deutschland auch machen würde. Ihr könnt uns euch als Vorbild nehmen. Hier rennt keiner auf der Straße rum und macht Halligalli“, so Elvis. Es ist nicht das erste Mal, dass der 48-Jährige einen Appell an die „Hartz und herzlich“-Zuschauer richtet. Auch in seiner Webserie „Einfach Elvis“ bat der TV-Liebling die Fans doch Rücksicht auf die Benz Baracken-Bewohner zu nehmen und sie nicht so oft zu besuchen. (kp)

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