Viele Sorgen in den Benz-Baracken

„Hartz und herzlich“: Küchen-Drama bei Dagmar – „Hätte am liebsten geheult“

Dagmar sitzt in ihrer Küche.
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In Dagmars Küche bricht ein Springbrunnen aus.

„Hartz und herzlich“ - Dagmar ist chronisch krank und muss nun auch noch ihre eigene Versicherung zahlen. Dazu kommt noch eine Wasser-Katastrophe in ihrem Haus.

Durch die RTLZWEI-Show „Hartz und herzlich“ sind manche Bewohner der Benz-Baracken zu bekannten Persönlichkeiten geworden – darunter auch Dagmar. Doch mit dem Ruhm kommt nicht automatisch Geld, weshalb die 66-Jährige immer noch mit großen finanziellen Schwierigkeiten zurechtkommen muss. Weil der Baracklerin der Rentenbescheid fehlt, bekommt sie keine Grundsicherung. Seit über neun Monaten hat Dagmar nun kein regelmäßiges Einkommen mehr und kann nur durch ihre Kinder überleben, die ihr Essen bringen und ihre Miete zahlen. Doch das ist nicht das einzige Problem.

ViertelBenz-Baracken
StadtteilWaldhof
TV-Sendung\tHartz und herzlich - Tag für Tag Benz Baracken

„Hartz und herzlich“: Dagmar muss für Krankenkasse zahlen

Da Dagmar aus den Benz-Baracken aktuell keine Sozialleistungen bezieht, werden auch ihre Krankenkassenbeiträge nicht übernommen. Das bedeutet, dass sie die Rechnungen selbst zahlen müsste. Aktuell habe sie bereits 800 Euro Schulden bei ihrer Krankenkasse. Da die 66-Jährige aber an einer chronischen Lungenerkrankung namens COPD leidet, muss sie regelmäßig Ärzte sehen und Medikamente nehmen – das alles kann sich Dagmar aber nicht leisten.

Die Beiträge, die Dagmar monatlich an die Krankenkasse zahlen müsste, haben es richtig in sich. „Die haben mich ja gleich eingestuft mit 640 Euro im Monat. Da frag ich mich, wo die das hernehmen. Wo nehmen die den Verdienst her, dass ich 640 Euro verdiene?“, fragt sich die 66-Jährige. Der Betrag sei nach ihrem Verdienst als Hartz-4-Empfängerin berechnet worden. Auf den Kauf ihrer wichtigen Medikamente muss die Baracklerin verzichten – denn die Kosten jeweils 15 Euro. Auch ein Telefonat mit dem Amt kann ihrem Spießrutenlauf kein Ende bringen. Vor kurzem hat die Baracklerin auch noch Stress mit ihrem Bruder gehabt.

„Hartz und herzlich“: Wasser-Katastrophe in der Küche

Neben ihrer schlechten finanziellen und gesundheitlichen Situation hat es im Haus von Dagmar zudem noch eine Wasser-Katastrophe gegeben. Das Resultat: Wände, Decke und Geräte der Küche sind voller Wasserspritzer. Grund dafür ist ein Schlauch, der hinter dem Schrank liegt, und die 66-Jährige mit seinem Anblick nervt. Fest entschlossen will sie das Problem angehen – mit einer Flex. Nicht ahnend, was auf sie zukommen wird.

Ich habe die Flex gerade mal angesetzt, in dem Moment gibt´s einen Schlag. Und was kommt raus? Kochend heißes Wasser. Braunes Wasser. Hier drinnen war ein Springbrunnen hoch zehn. Hier oben die ganze Decke voll, da alles voll. Der ganze Fußboden hat geschwommen mit braunem Wasser“, erzählt die 66-Jährige. Erst mit dem Abstellen des Haupthahns nimmt der Geysir ein Ende. Doch der Schaden ist bereits angerichtet. Im Anschluss hätte Dagmar am liebsten geheult.

Nach der Wasser-Katastrophe in den Benz-Baracken hat Dagmar das Rohr wieder repariert, um das Wasser wieder anmachen zu können. Den Schlauch wolle die 66-Jährige aber in Ruhe lassen, damit sich ihr Haus nicht in einen Swimming Pool verwandle. Auch Janine aus den Benz-Baracken hat eine harte Zeit. Vor ein paar Monaten hat sie Zwillinge zur Welt gebracht und zieht diese alleine groß. Erst vor kurzem machte sie eine Schock-Beichte über den Vater der Kinder. (dh)

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