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„Hartz und herzlich“: Tochter von Elvis mit Knallhart-Aussage – „Das sagt grad er“

Hartz und herzlich: Elvis wehrt sich gegen die Vorwürfe seiner Tochter Jasmin.
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Hartz und herzlich: Elvis wehrt sich gegen die Vorwürfe seiner Tochter Jasmin.

„Hartz und herzlich“: Die meisten Bewohner der ehemaligen der Benz Baracken in Mannheim sind arbeitslos. Wirkt sich das auch auf die nächste Generation aus? Das sagt die Tochter von Elvis:

Der 48-jährige Elvis zählt zu den beliebtesten Protagonisten der RTLZWEI-Sozialdoku aus dem ehemaligen Arbeiterviertel in Mannheim. Seit fünf Jahren begleiten Kameras den Hartz4-Empfänger und seine Nachbarn in den Benz Baracken. Die RTLZWEI-Zuschauer verfolgen vor dem Bildschirm, wie er seine acht Kinder großzieht, seine Drogensucht besiegt und den Alltag während der Corona-Pandemie meistert. Der „Barackler“ ist durch seine offene und ehrliche Art so beliebt, dass er sogar seine eigene Webserie auf Facebook bekommt. In „Einfach Elvis“ spricht der Mannheimer jeden Mittwoch über die Themen, die ihm gerade auf der Seele brennen.

ViertelBenz Baracken
StadtteilWaldhof
TV-SendungHartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken

Doch der 48-Jährige ist nicht bei allen beliebt. Regelmäßig kommentieren Zuschauer der Webserie, dass er wegen seiner Arbeitslosigkeit ein schlechtes Vorbild für seine Kinder sei. „Wenn ihm seine Kinder wichtig wären, würde er sein Ar*** hoch bewegen und arbeiten gehen und sich nicht zum Gespött der Menschheit machen“, schreibt beispielsweise Facebook-Nutzer Anika S., als Elvis erzählt, dass er den Corona-Bonus für einen Besuch im Vergnügungspark mit seinen Kindern ausgegeben hat.

„Hartz und herzlich“ in den Benz-Baracken Mannheim: Elvis‘ beruflicher Werdegang im Überblick

Warum hat der 48-Jährige eigentlich keinen Job? Nach seinem Hauptschulabschluss wollte Elvis eine Ausbildung bei der BASF in Ludwigshafen machen – sein Berufsziel: Zerspanungsmechaniker Fachrichtung Drehtechnik.

Nach zwei Jahren bricht er diese Ausbildung allerdings ab. „Ich hatte da extrem Stress“, so seine Begründung. Nach dem Abbruch will er seinen Realschulabschluss nachholen. Doch auch dieses Vorhaben scheitert: „Das ging dann aber auch nicht – nur Schule machen, kein Geld verdienen. Also bin ich nach der Schule noch arbeiten gegangen und dann hat das auch nicht gepasst – Schule und Arbeit. Hat alles nicht funktioniert“, so der 48-Jährige in einer „Einfach Elvis“-Folge.

„Hartz und herzlich“ aus Mannheim: Elvis muss zur Jahrtausendwende ins Gefängnis

Um endlich Geld zu verdienen, fängt er in einem Betrieb in Mannheim-Käfertal an, doch auch das ist nicht von Erfolg gekrönt: „Da habe ich gar nichts gelernt, sondern nur in der Produktion geschafft, beigebracht wurde mir eigentlich gar nichts. Dann habe ich das auch wieder sausen lassen.“ Zur Jahrtausendwende dann der neue Plan: Elvis will eine Lehre zum Bürokaufmann machen. Doch der Mannheimer muss wegen einer Straftat in den Knast. Was er angestellt hat, verrät der Benz Baracken-Bewohner jedoch nicht: „Dann ist mir halt die Justiz dazwischen gekommen, da war ich dann für ein paar Monate weg vom Fenster“.

Bis fünf oder sechs Kinder auf der Welt waren, hat Elvis noch Vollzeit gearbeitet und laut eigener Aussage auch gar nicht schlecht verdient. Warum er diesen Job verloren und danach auch keinen neuen Arbeitsplatz ergattern konnte, lässt der 48-Jährige offen. „Als ihr alle auf der Welt wart, ist es einfach nicht mehr gegangen und wir mussten Hartz4 beantragen“, erzählt er seiner Stieftochter Jasmin.

„Hartz und herzlich“ in den Mannheimer Benz-Baracken – ist Elvis seinen Kindern ein schlechtes Vorbild?

Auch bei ihr sieht es mit dem Start ins Berufsleben nicht besonders rosig aus. Während der Dreharbeiten im Sommer 2020 will Jasmin ihren Hauptschulabschluss nachmachen und sucht nach einem Praktikumsplatz. Elvis bezweifelt, das dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird. Nicht nur bemängelt er Jasmins Ausdrucksweise bei einem Telefonat mit einem potenziellen Arbeitgeber, sondern bezeichnet sie auch indirekt als Langschläferin: „Wo bewirbst du dich da bei der Firma „Rast und Ruh“ – morgens, mittags und abends zu?“

Diese Aussage bringt nicht nur Jasmin auf die Palme, sondern auch Ehefrau Katrin: „Das sagt grad er“, schimpft sie. Jasmin bläst sofort ins gleiche Horn: „Du arbeitest selber net“, sagt die 17-Jährige schnippisch. Elvis fühlt sich zu Unrecht angegriffen: „Vergleich du dich mit mir, wo ich 17 war!“ Jasmin wird jetzt richtig sauer: „Ja, mach ich. Aber jetzt gerade bist Du mir auch kein gutes Vorbild! Wenn ich so alt bin wie du, muss ich auch nicht mehr arbeiten.“

„Hartz und herzlich“ aus Mannheim: Elvis rechnet mit dem deutschen Staat ab

Elvis hatte 2019 noch einen 450-Euro-Job, der ihm auf seine Hartz4-Bezüge dazu gerechnet worden ist, seit Monaten ist er aber wieder arbeitslos. Er verteidigt sich damit, dass er jeden Tag arbeiten gegangen ist, obwohl die 160 Euro, die er netto verdient hat, gerade mal die An-und Rückfahrt gereicht haben.

„Ich geh‘ mich am Tag für 10 Stunden kaputt machen für nix. Nur damit der Staat Steuern kassiert und das Arbeitsamt sagt: ‚Wir haben wieder jemanden in Boot gebracht‘. Diese Statistik-Reiterei“, kritisiert Elvis. „Wir leben vom Steuerzahler, das ist traurig aber wahr“. Tochter Jasmin scheint diese Tatsache nicht klar gewesen zu sein.

„Hartz und herzlich“ aus den Mannheimer Benz Baracken: Ist Elvis immer noch arbeitslos?

Was er zum Zeitpunkt der Dreharbeiten in Mannheim aber noch nicht weiß: Bald wird im ein Job in einem Autoverwerter-Betrieb angeboten, den er auch annehmen wird. Für Elvis passt diese Vollzeitstelle wie die Faust aufs Auge, da er selbst gerne an Autos herumbastelt. „Endlich habe ich den Job, den ich schon immer machen wollte“, so Elvis in einer Dezember-Folge seiner Webserie.

Was sonst noch in der „Hartz und herzlich“-Folge „Keine halben Sachen“ passiert und wie Elvis nach einem Umstyling beim Mannheimer Youtuber Bartmann aussieht, erfährst Du um am 7. Januar um 16 Uhr auf RTLZWEI. (kp)

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