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Nach grünem Licht vom Landtag – Politiker fordern Waffenverbotszonen in Mannheim

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim - Nachdem der Landtag es Kommunen in BW erlaubt, im öffentlichen Raum spezielle Waffenverbotszonen einzurichten, preschen die Grünen im Gemeinderat voraus:

Das Leben in Mannheim soll sicherer werden. Erst Ende September hat der Landtag in Stuttgart den Weg für Kommunen in Baden-Württemberg freigemacht, um Waffenverbotszonen einzurichten. Nun fordern die Grünen im Gemeinderat eine rasche Realisierung in der Quadratstadt, wo es immer wieder zu blutigen Verbrechen kommt, bei denen Menschen durch Messer und andere Waffen schwer verletzt oder gar getötet werden.

Grüne in Mannheim fordern Einrichtung von Waffenverbotszonen

„Wir als GRÜNE Fraktion begrüßen diese Entscheidung des Landes und setzen uns nun für eine schnelle Umsetzung in Mannheim ein“, erklärt Christina Eberle, sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion im Mannheimer Gemeinderat.

Im Bereich von Waffenverbotszonen kann dauerhaft oder an bestimmten Tagen und Uhrzeiten das Tragen von Waffen und Messern mit einer Klingenlänge von über vier Zentimetern verboten werden.

Ein Mann mit einem Messer.
In Waffenverbotszonen können Messer mit einer Klingenlänge von mehr als vier Zentimetern untersagt werden. (Symbolfoto). © picture-alliance/dpa

An Schulen, Kitas und im ÖPNV – wo Waffenverbotszonen wichtig wären

„Gerade an besonders kriminalitätsbelasteten Orten oder sensiblen Bereichen wie in der Nähe von Kitas, Schulen oder im ÖPNV sind solche Waffenverbotszonen sinnvoll und wichtig“, so Eberle weiter.

Die Grüne Fraktion hat deshalb einen Antrag gestellt, die Einrichtung von Waffenverbotszonen in Mannheim zu prüfen. Die Stadtverwaltung soll in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium entscheiden, wo solche Zonen eingerichtet werden können.

Grüne wollen Mitführen von Messern und Schusswaffen an bestimmten Orten verbieten

„Gerade beim Thema Sicherheit spielt Prävention eine zentrale Rolle. Das Verbot, Schusswaffen und Messer an bestimmten Örtlichkeiten bei sich zu führen, bildet hier einen wichtigen Baustein, gerade bei der Prävention von Gewaltdelikten im öffentlichen Raum. Dadurch fühlen sich die Bürgerinnen und Bürger nicht nur sicherer, sie sind es auch“, bekräftigt Eberle. Waffenverbotszonen existieren bereits in vielen anderen großen Städten wie Hamburg, Köln oder Leipzig. 

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Immer wieder kommt es in Mannheim zu Übergriffen mit Messern: Erst Anfang Oktober ist ein 27-jähriger Mann an einer Haltestelle im Stadtteil Schönau schwer verletzt worden. Und kurz zuvor haben drei bewaffnete Männer eine Wohnung in der Neckarstadt-Ost gestürmt und zwei Anwesende mit einem Messer verletzt. (PM/pek)

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