Für 43 Millionen Euro

14.000 Laternen werden ausgetauscht

Rostige alte Laternen müssen ausgetauscht werden – hier in der Werderstraße.
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Rostige alte Laternen müssen ausgetauscht werden – hier in der Werderstraße.

Mannheim – Straßenbeleuchtung ist wichtig für Verkehrssicherheit und Lebensqualität der Bürger. Allerdings ist rund ein Drittel der Laternen marode und muss dringend erneuert werden:

Wenn die Sonne hinter dem Pfälzer Wald verschwindet, springen sie an – die Mannheimer Straßenlaternen.

Rund 42.000 Laternen sorgen im Stadtgebiet für ausreichende Beleuchtung und damit für ein Plus an Verkehrssicherheit und Lebensqualität. 

Etwa ein Drittel der Straßenleuchten ist allerdings nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik und teilweise erheblich sanierungsbedürftig. Sie sollen in einer großen Umrüstungsaktion bis 2026 ersetzt werden. Kostenpunkt: rund 43 Millionen Euro. Eine entsprechende Vorlage wird dem Gemeinderat am 25. Juli zum Beschluss vorgelegt. 

14.000 Lampen und bis zu 15.000 Masten betroffen 

Ab 2018 sollen (beginnend in der Neckarstadt-Ost, entlang der Neckaruferbebauung und in den Stadtteilen Schönau und Pfingstberg) rund 14.000 Lampen ausgetauscht werden, die nicht mehr den aktuellen Energieverbrauch-Richtlinien entsprechen. Dadurch sollen die Energie- und Betriebsführungskosten deutlich gesenkt werden. Mit der Umrüstung auf LED-Technik will man den Jahresenergieverbrauch um ein Drittel senken – auf 10 Gigawattstunden.

Daneben müssen auch bis zu 15.000 Laternenmasten erneuert werden. Eine Prüfung des Fachbereichs Tiefbau hat ergeben, dass derzeit rund 11.000 Stahlmasten über 40 Jahre alt sind und aus Sicherheitsgründen dringend ersetzt werden müssen. Bis 2026 werden es 14.600 marode Masten sein – danach kommen jährlich 300 bis 500 weitere veraltete Masten hinzu.

Ab 2027 werden wir jährlich rund eine Million Euro an Energie- und rund 300.000 Euro an Betriebsführungskosten einsparen. Das wäre gut die Hälfte der aktuellen Kosten“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD). Erster Bürgermeister und Kämmerer Christian Specht (CDU) rechnet schon zwei Jahre nach den ersten Ausbaumaßnahmen mit Einsparungen in Höhe von rund 450.000 Euro.

Für die Umbaumaßnahmen muss die Stadt fast 24 Millionen Euro an zusätzlichen Schulden machen. „Diese zusätzlichen Schulden sind nach 19 Jahren zurückgezahlt“, so Specht. „Danach haben wir echte Einsparungen bei Energie- und Betriebsführungskosten von jährlich mindestens zwei Millionen Euro. Deswegen handelt es sich um eine sich in einem überschaubaren Zeitraum selbst refinanzierende Investition, für die eine begrenzte Ausnahme des Neuverschuldungsverbots angemessen erscheint.“ 

rmx

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