Dramatische Hubschrauber-Tragödie

35 Jahre nach Absturz: Gedenkfeier auf Mannheimer Flugplatz

35 Jahre nach dem tragischen Hubschrauberabsturz gedenken am 11. September 2017 wieder Freunde und Angehörige der Opfer auf dem Flugplatz Neuostheim den Toten.
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35 Jahre nach dem tragischen Hubschrauberabsturz gedenken am 11. September 2017 wieder Freunde und Angehörige der Opfer auf dem Flugplatz Neuostheim den Toten.
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35 Jahre nach dem tragischen Hubschrauberabsturz gedenken am 11. September 2017 wieder Freunde und Angehörige der Opfer auf dem Flugplatz Neuostheim den Toten.

Mannheim-Neuostheim - Am 11. September 2017 jährt sich zum 35. Mal der Tag des Hubschrauberabsturzes in Mannheim, bei dem 46 junge Menschen ums Leben gekommen sind.

Die dramatische Hubschrauber-Tragödie jährt sich 2017 zum 35. Mal...

Rückblick 

Es ist der 11. September 1982. Zum 375-jährigen Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte an Mannheim finden auf dem Mannheimer Flugplatz in Mannheim-Neuostheim die „Internationalen Luftschiffertage“ statt. Zu diesem Anlass sollen Fallschirmspringer aus Mannheim und den Partnerstädten Toulon und Swansea einen Rekord im Formationssprung aufstellen

Vorher wollen die Fallschirmspringer vor mehreren tausend Zuschauern noch ein Übungssprung aus etwa 3.500 Metern Höhe absolvieren. Um 12:30 Uhr startet der Transporthubschrauber der US-Garnison Mannheim mit seinen Passagieren. Doch etwas geht schief! Beim Aufsteigen meldet der Pilot in einer Höhe von etwa 3.000 Metern Probleme und kündigt seine Rückkehr an. 

In dieser Höhe hätten die Springer alle noch ohne Probleme aussteigen können...

Der Pilot geht in den Sinkflug über, doch in rund 250 Meter Höhe, quasi schon im Landeanflug, versagt das Verteilergetriebe! Es hat die Aufgabe, den Lauf der beiden gegenläufigen Rotoren zu synchronisieren, deren Propellerkreise etwa sechs Meter weit ineinandergreifen. 

Die jeweils drei Rotorblätter des vorderen und des hinteren Rotors verhaken sich ineinander und zersplitterten. Der Hubschrauber, nun ohne Auftrieb, stürzt vor den Augen der entsetzten Zuschauer wie ein Stein bei Mannheim-Neckarau auf die A656! Dort brennt er völlig aus. 

Alle Insassen sterben bei dieser schrecklichen Tragödie: 23 Franzosen, neun Briten, sechs Deutsche und acht Amerikaner, darunter die fünfköpfige Besatzung und zwei AFN-Reporter.

Angehörige verklagen Fluggesellschaft 

Der damalige Oberbürgermeister Wilhelm Varnholt sagt daraufhin alle weiteren Jubiläumsfeierlichkeiten ab. Die US-Armee erteilt allen 409 Chinook-Hubschraubern sofort Startverbot. Bei der Untersuchung der Wrackteile in einem Militärdepot in Corpus Christi (Texas) stellt sich heraus, dass Partikel eines Reinigungsmittels aus geschroteten Walnussschalen Schmierdüsen verstopft hatten. Dies führte zur Überhitzung des Verteilergetriebes. Dadurch liefen die neun Meter langen Rotorblätter nicht mehr synchron und schlugen gegeneinander. 

Die Angehörigen von neun Opfern verklagten den Hersteller Boeing Vertol. Ein Bezirksgericht verurteilte das Unternehmen wegen eines Konstruktionsfehlers. Doch in der Berufung konnte Boeing Vertol nachweisen, dass der Vorschlag einer Konstruktionsänderung, die den Unfall hätte verhindern können, von der Armee abgelehnt worden war.

Ein Jahr nach dem Unglück wird vor dem Eingang des Mannheimer Flugplatzes ein Denkmal des britischen Bildhauers Michael Sandle eingeweiht.

Gedenkfeier

Im Rahmen einer Gedenkfeier am Montag, den 11. September 2017, versammeln sich um 11:00 Uhr auch in diesem Jahr wieder Freunde und Angehörige der Opfer an der Stele auf dem Flugplatz Neuostheim um der Toten zu gedenken.  

CDU-Stadtrat Steffen Ratzel begrüßt vor Ort die trauernden Menschen. Er selbst war am Tag der Tragödie am Flugplatz und hat bis heute noch die schrecklichen Bilder im Kopf. „Jeder weiß wohl noch, was er an diesem Tag gemacht hat, vermutet Ratzel im Interview mit MANNHEIM24. Für ihn ist es wichtig, dass die Stadt auch noch nach so vielen Jahren an den 11. September 1982 erinnert. 

Unter den rund zwanzig Angehörigen ist auch Peter Rüttele dabei. Er ist am Unglückstag zu spät zum Flugplatz gekommen, doch das rette ihn sein Leben. Denn ansonsten wäre er mit in den Hubschrauber eingestiegen und wäre mit den 46 Menschen mit in den Tod gerissen worden. In seiner Rede spricht er zu seinen Freunden, die damals „auch hier waren“ und „nach so langer Zeit“ wieder zurückkehren. Anschließend halten die Betroffenen eine Schweigeminute ab.

kp/jol

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