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Fotos von der Wahl zum Nachtbürgermeister in Mannheim

Publikum und Jury wählen den ersten Nachtbürgermeister Deutschlands.
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Publikum und Jury wählen den ersten Nachtbürgermeister Deutschlands.
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Publikum und Jury wählen den ersten Nachtbürgermeister Deutschlands.
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Publikum und Jury wählen den ersten Nachtbürgermeister Deutschlands.

Mannheim-Innenstadt - Wahlabend oder Bewerbungsgespräch? Eine Mischung aus beidem findet am Donnerstag (19. Juli) statt, um den Nachtbürgermeister zu wählen:

Zehn Kandidaten stellen sich zur Wahl, um der erste Nachtbürgermeister Deutschlands zu werden. Zuvor haben sich sogar 40 Personen auf die Stelle beworben, die von Startup Mannheim und EventKultur Rhein-Neckar e.V. ausgeschrieben wurde. 

Am Ende des Abends steht ein klarer Gewinner fest – Hendrik Meier! 

Doch zuvor muss er sich, wie die anderen, einem gnadenlosen Bewerbungsgespräch unterziehen. Denn so neu und ungewöhnlich die Stelle des Night-Mayor ist, so neu und ungewöhnlich ist auch die Auswahlmethode. 

Alles beginnt mit dem Online-Voting

Nachdem die Veranstalter einen Großteil der Bewerber aussortiert haben, stehen noch 17 Personen zur Wahl. Durch ein Online-Voting kann jeder abstimmen. Das Voting kann Hakan Bozkurt für sich entscheiden, der damit schon einmal einen von zehn möglichen Punkten bekommt. 

Die Anzahl der Teilnehmer wird daraufhin auf zehn reduziert. Die stellen sich am Donnerstag (19. Juli) zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Dutzende Zuschauer strömen ins Chaplin am Wasserturm, um für ihren Favoriten abzustimmen. 

Hintergründe zur Wahl

Begrüßt werden die Besucher von Dr. Matthias Rauch, Leiter Kulturelle Stadtentwicklung Mannheim, und von Felix Grädler, Erster Vorsitzender Clubverband EventKultur Rhein-Neckar e.V.. Die beiden, die auch einen Platz in der Jury haben, erklären die Hintergründe für die Wahl. 

Schließlich hätte man ja auch nur ein normales Bewerbungsgespräch hinter verschlossenen Türen abhalten können. Doch man habe sich für die offene Variante entschieden, um viele Leute einzubinden. Der Nachtbürgermeister soll schließlich bekannt und aus der Szene sein.

(v.l.) Felix Grädler, Hendrik Meier, Dr. Matthias Rauch

Visionen, wie ein Kandidat die Stelle ausfüllen muss, sind Neuland“, erklärt Grädler. Man habe sich viel von den internationalen Night-Mayors abgeguckt und daraus ein eigenes Konzept erarbeitet. Das sei mittlerweile sehr begehrt in Deutschland. Viele große Städte hätten schon angefragt, da sie auch über eine Einführung nachdenken. 

„Vielleicht das härteste Vorstellungsgespräch, dass sie jemals hatten!“

Die zehn Kandidaten müssen sich an dem Abend auf eine besondere Weise präsentieren – mit einer ‚Pecha Kucha‘-Präsentation. Jeder Bewerber hat zehn Folien vorbereitet, um sich vorzustellen. Für jede Folie hat er dann 20 Sekunden Zeit. So soll geklärt werden, ob die Kandidaten auch unter Stress abliefern können! Laut der Moderatorin ist das Event „Vielleicht das härteste Vorstellungsgespräch, das sie jemals hatten!

Die Teilnehmer haben pro Bild 20 Sekunden Zeit, um ihre Ideen zu erklären.

Doch durchgehend alle Teilnehmer meistern die Präsentation, wenn auch mit kleinen Hängern, souverän. Die Präsentationen variieren hier von wortkarg bis sehr wortreich. Hendrik Meier zeichnet sich schon hier durch den inoffiziellen Titel des schnellsten Redners mit den meisten Inhalten aus. Ob ihn das zum Sieg geführt hat? Auf jeden Fall bekommt er die meisten Stimmen des Publikums und damit einen Punkt. Durch die bunt gemischte Jury bekommt er zudem noch fünf weitere Punkt – und damit ist der Sieg sicher!

Innovative Ideen

Die Ideen der Bewerber sind größtenteils sehr gut durchdacht. Häufig genannte Themen sind Sicherheit, Verkehr, Müll und Lärm. So gibt es Vorschläge , das gesamte Sicherheitspersonal im Jungbusch miteinander zu vernetzen und Nachtbusse mit speziellen Tickets einzuführen. Auch wie man Frauen mehr Sicherheit in Clubs und Bars und auf dem Nachhauseweg geben und gegen Diskriminierung vorgehen kann, wird angesprochen.

Annika Rotundo ist eine von zwei Frauen, die es in die Endrunde geschafft haben.

Gerade die beiden weiblichen Kandidatinnen haben hier viele Ideen. Leider waren gerade einmal 10 Prozent der Bewerber Frauen. Die Chance auf eine Night-Mayoress ist daher schon von Anfang an eher gering. 

Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie sich der erste Nachtbürgermeister integrieren wird und was er erreichen kann. Auf Hendrik Meier kommt auf jeden Fall einiges zu!

dh

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