Stadtführung

Mannheims Hinterhöfe

Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe"
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Bei der Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe" lernen die Teilnehmer die verborgenen Schätze der Quadratestadt kennen.
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Bei der Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe" lernen die Teilnehmer die verborgenen Schätze der Quadratestadt kennen.
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Bei der Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe" lernen die Teilnehmer die verborgenen Schätze der Quadratestadt kennen.
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Bei der Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe" lernen die Teilnehmer die verborgenen Schätze der Quadratestadt kennen.
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Bei der Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe" lernen die Teilnehmer die verborgenen Schätze der Quadratestadt kennen.
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Bei der Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe" lernen die Teilnehmer die verborgenen Schätze der Quadratestadt kennen.
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Bei der Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe" lernen die Teilnehmer die verborgenen Schätze der Quadratestadt kennen.
Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe"
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Bei der Stadtführung "Das Geheimnis der Hinterhöfe" lernen die Teilnehmer die verborgenen Schätze der Quadratestadt kennen.

Mannheim-Innenstadt – Die Stadt aus ungewöhnlichen Perspektiven erkunden? Mit der Stadtführung „Das Geheimnis der Hinterhöfe“ können auch „eschde Monnemer“ eine verborgene Welt entdecken.

Eine Stadtführung der ganz besonderen Art dürfen Interessierte am Sonntagnachmittag erleben. Ausgangspunkt ist das Rathaus in E5, von hier aus gilt es, die Quadrate aus einer ganz ungewöhnlichen Perspektive zu erkunden. Für die Augen der vorbei eilenden Passanten unsichtbar, liegen hinter den Fassaden alter Häuser wahre Kleinode: die Hinterhöfe Mannheims

Diese idyllischen Plätzchen – mit überraschend viel Vegetation – eignen sich hervorragend, um im Trubel der Großstadt inne zu halten und in vergangene Zeiten abzutauchen

Doch bevor die Reise beginnt, fragt Stadtführerin Heidi Feickert von den MannheimerStadtführungeN e.V. in die Runde, wer denn ein waschechter 'Monnemer' sei. Von den zirka 50 bis 60 Teilnehmern melden sich einige. Doch hoppla – nun gilt es, die angegebene Identität auch unter Beweis zu stellen: beim Mannheim-Lied wird schnell klar, wer ein „eschder Monnemer“ ist bzw. die Mundart beherrscht. 

Nun kann die Führung durch Mannheims Hinterhöfe beginnen...

D-Ouardrate 

Nach Infos zu dem aus der Nazizeit stammenden Rathaus – das aus der Vogelperspektive tatsächlich ein „H“ darstellt – geht es vorbei am Städtischen Leihamt (ehemaliger Fruchtmarkt) und an der Musikschule (ehemals Produktbörse) in die D-Quadrate

Hier steht ein für Mannheim typisches Barockhaus mit Gaube, Ohrenrahmenfenstern und großem Torbogen, durch den die Pferdekutschen in den Innenhof fuhren. Mit dem Zuzug großer Firmen, wie Heinrich Lanz (John Deere), Benz, Vögele, Schildkröt und anderen, strömten immer mehr Menschen auf der Suche nach Arbeit in die Stadt. 

C-Quadrate

Hinter der zur Zeit eingerüsteten Fassade eines Barockhauses in den C-Quadraten wohnte 1770 der Leibchirurg ihrer Majestät Elisabeth Auguste, Franz Anton von Heiligenstein. Der Unternehmer Friedrich Engelhorn gründete hier seine Gasfabrik (1848) und merkte bald, dass sich aus dem Abfallprodukt Teer synthetische Farben herstellen ließen. Die Badische Anilin-und Sodafabrik war geboren. 

Auf dem Schillerplatz mit dem Denkmal des großen Dichters stand das alte, von Kurfürst Karl Theodor gegründete, Nationaltheater. Der junge Friedrich Schiller feierte dort mit seinem Drama „Die Räuber“ seine ersten Erfolge. Das Schillerhaus in B5,7 soll an seine Mannheimer Zeit erinnern – das nicht mehr vorhandene Original stand in unmittelbarer Nachbarschaft. 

H-Quadrate 

Gegen Ende der Führung geht es in die H-Quadrate, dem Bereich der ehemaligen Festungsmauer. Die Architektur hier ist noch verhältnismäßig jung und entstand ab 1880. Einer der schönsten Innenhöfe beeindruckt durch die vermutlich 1848 gepflanzte Freiheitslinde, die auf mysteriöse Weise ihren Weg aus Südamerika nach Mannheim fand – heute ein Naturdenkmal

Die Spätsommersonne scheint durch das üppige Grün des alten Baumbestands und lässt erahnen, warum die 70-Jährige Dame mit der selben Begeisterung hier wohnt, wie vor 25 Jahren, als sie mit einer kleinen Eigentümergemeinschaft eingezogen ist. Die kleine Gemeinschaft verhalf dem einst maroden Gebäude zu neuem Glanz und ein weiterer Anwohner betont, wie wichtig es für die grüne Lunge Mannheims wäre, alle Innenhöfe auf diese Weise zu begrünen. 

In der Nachbarschaft geht bald darauf der kurzweilige und auf entspannte Weise lehrreiche Nachmittag zu Ende: der zuletzt besichtigte Hinterhof versprüht einen ganz eigenen Charme: die Bodenständigkeit eines Handwerkbetriebes verbindet sich mit mediterraner Leichtigkeit. Einfach zum Wohlfühlen! 

Wer Lust bekommen hat, die Geheimnisse der Hinterhöfe selbst zu erkunden, kann sich der nächsten Führung am 4. Oktober um 14 Uhr anschließen. Treffpunkt ist das Rathaus, E5. Mit der Gebühr von 6 Euro wird der Verein MannheimerStadtführungeN unterstützt. 

ng/lin

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