Hauswände als Leinwände

Führung von ‚Stadt.Wand.Kunst‘ durch die Quadrate

Häuserwände dienen bei Stadt.Wand.Kunst als gewaltige Leinwände.
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Häuserwände dienen bei Stadt.Wand.Kunst als gewaltige Leinwände.
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Häuserwände dienen bei Stadt.Wand.Kunst als gewaltige Leinwände.

Mannheim-Innenstadt - Seit fünf Jahren arbeiten viele Künstler daran, das Stadtbild zu verschönern. Dazu nutzen sie Häuserwände als ihre Leinwände. Was es alles zu entdecken gibt:

Kunst im öffentlichen Raum gibt es in den meisten Städten – doch Mannheim geht einen besonderen Weg. Internationale Künstler haben an mehreren Hauswänden gewaltige Bilder gemalt. 

Vielen liegt nichts ferner, als in ein Museum zu gehen. Die Gründe sind vielfältig: manchen fehlt einfach die Zeit, anderen das Geld und wieder anderen der generelle Zugang zu Kunst. Um einem möglichst breiten Publikum die Möglichkeit zu geben Kunstwerke zu sehen, hat man vor fünf Jahren in Mannheim ein außergewöhnliches Projekt begonnen:die Stadt wird selbst zu einer Galerie!

So schön kann ein (Ex-)Polizeigebäude sein

Führung durch die Quadrate

Gleich zwei Gruppen haben sich am Samstag (30.Juni) in den Quadraten auf den Weg gemacht, um die Werke zu erkunden: „Dieses Projekt ist ist in dieser Form weltweit einmalig“, erklärt die Führerin Irina Wedel, die über viel Insider-Wissen verfügt.

Sie führt die Gruppe zur ersten Wand, die zu einem Gemälde wurde. ‚Mural‘ nennt sich diese Art von Gemälde - ein riesengroßes Graffitti in F6 des Künstlerduos Herakut mit dem Titel „My Superhero Power is Forgiveness“.

Nur ein paar Schritte in Richtung Ring sieht man Yazan Halwanis „The Inevitability Of Leaving Things Behind“. Ein junger Mann, der seinen Koffer packt und sich überlegen muss, was er mitnimmt und was er zurück lassen kann. Die Frage, die er sich zu stellen scheint, ist: „Wann komme ich wieder? Oder komme ich überhaupt wieder?“ 

Das Markenzeichen des Künstlers ist übrigens eine Tapetenrolle. Gerade an diesem Werk habe sich einmal die Offenheit der Mannheimer gezeigt, erzählt die Führerin: „Der Künstler hatte gerade eine Stunde gearbeitet und schon ist ein Fenster aufgegangen und ihm wurde ein Glas Fanta gereicht.

Kunst lädt zum interpretieren ein

Schon ein Jahr später kam Dmitri Aske – er gilt als einer der gefragtesten Künstler unserer Zeit – nach Mannheim. Im gleichen Quadrat beginnt er die „Version des Denkers“ von Rodin anzubringen. Ein wenig sieht es wie „Malen nach Zahlen“ aus – und in der Tat hat der Künstler auch so ähnlich gearbeitet. Das Ganze übrigens unter erschwerten Bedingungen – Dauerregen!

Ein besonders bemerkenswertes ‚Mural‘ ist „Europe“ von Bezt in E7. Zum Einen wegen seiner Größe, zum Anderen wegen seiner vielen Möglichkeiten, wie man es deuten kann. Man sieht drei schwarz gekleidete Frauen: eine hat eine weiße Rose in der Hand. Natürlich könnte es auch ein und dieselbe Frau sein, die jeweils unterschiedlich alt ist. 

Auch der Hintergrund lässt viel Spielraum für Spekulationen zu: sieht man Zypressen? Oder sind es Minarette? Der Künstler hat sich dazu übrigens nicht geäußert. Es bleibt also jedem Betrachter selbst überlassen, was er sieht oder sehen will.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Stadt.Wand.Kunst‘ wird von der alten Feuerwache organisiert. Ein wichtiger Partner ist die GBG, die die Wände zur Verfügung stellt. Finanziert wird das Projekt von der Stadt Mannheim sowie durch das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft und Forschung.

Natürlich kommt man während der Führung auch an illegalen Wandmalereien vorbei. Ob diese schön oder sehenswert sind, liegt im Auge des Betrachters. Aber vielleicht legt hier sogar der eine oder andere bislang unbekannte Sprayer den Grundstein für eine Karriere als Künstler.

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chr

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