Mit Szene-Legenden

Impressionen vom Hip-Hop-Symposium in der Popakademie

Beim Hip-Hop-Symposium in der Popakademie erzählen mehrere Szenegrößen über die Anfänge in den 80ern.
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Beim Hip-Hop-Symposium in der Popakademie erzählen mehrere Szenegrößen über die Anfänge in den 80ern.
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Beim Hip-Hop-Symposium in der Popakademie erzählen mehrere Szenegrößen über die Anfänge in den 80ern.
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Beim Hip-Hop-Symposium in der Popakademie erzählen mehrere Szenegrößen über die Anfänge in den 80ern.

Mannheim - Die Popakademie steht ganz im Zeichen des Hip-Hop. Bei einem Symposium tauschen sich Szenegrößen aus und erzählen über die Anfänge der in der Region:

Wie ist die Hip-Hop Szene in Heidelberg und Mannheim entstanden und was ist in der Zukunft noch möglich? Um diese und andere Fragen geht es am Samstag (1. Dezember) beim Hip-Hop-Symposium in der Popakademie. Kein Geringerer als Frederik „Torch“ Hahn ist Kurator dieses Events und hat dafür große Namen aus der Szene eingeladen.

Torch selbst dürfte dem ein oder anderen ein Begriff sein, der sich mit Hip-Hop beschäftigt. Der Heidelberger gründete 1987, zusammen mit Toni-L, Linguist, Gee-One und DJ Mike MD, die Musikgruppe „Advanced Chemistry“ und gilt als Legende. 

Große Namen auf der Bühne

Ich habe Hip-Hop nicht erfunden, das ist ein Mythos. Ich habe es aber auch nicht revidiert“, erklärt der Künstler nicht ganz ernst gemeint zu Beginn des ersten Panels. Dort unterhält er sich mit anderen Größen wie Rolf Stahlhofen, den die Meisten wohl von den Söhnen Mannheims kennen, mit dem Graffitikünstler Gismo und dem Musiker Felix Felixine

Moderiert wird das Panel mit dem Titel „Die Anfänge von Hip-Hop in der Rhein-Neckar-Region“ vom Musiker und Journalisten Falk Schacht. Im weiteren Verlauf diskutieren auch Jan Delay und Samy Deluxe über Sprache und Technik des Genres. 

Wie war die Szene in den 80ern?

Im ersten Vortrag wird aber noch viel über die Vergangenheit geredet und wie schwer die Anfänge der Szene waren. Laut Felixine habe es im Heidelberg der 80er gerade mal 20 Leute gegeben, die Hip-Hop gelebt hätten. Die hätten damals noch im Finanzamt Breakdance trainiert – weil da der Boden so glatt war.

Vieles habe es damals in Deutschland nicht gegeben, sodass man kreativ werden musste. Was nicht in den USA oder Frankreich gekauft werden konnte, wurde mit Schere, Säge und Farbe selbst gebaut. Torch habe sogar immer einen Aktenkoffer bei sich getragen, aus dem er spezielle Schnürsenkel, Platten und Hubba-Bubba verkauft habe – alles, an das man eben nicht so einfach rankam!

Die persönlichen Anfänge der Legenden

Die Anfänge der „Hip-Hop-Identität“ begann bei jedem der Redner anders. „Writer“ Gismo habe damit angefangen „Snoopy auf die Mauer gegenüber der Polizeiwache zu sprayen“, nachdem er ein Video aus New York gesehen habe. Felixine habe in einem Piratensender in Frankreich Funk-Musik aufgelegt. Da die dort damals verboten war, riskierte er sogar eine Strafe

Torch sei fasziniert von Breakdance gewesen, da ihn die Art des Tanzes fasziniert habe. Stahlhofen sei von Grandmaster Flash umgehauen worden. Danach machte er vieles, unter anderem auch Aufführungen. „Von Alf zum Hip-Hop“, erklärt er seinen Weg. Später folgten dann mit seinem Gesang Auftritte im Schwimmbadclub. Sein Vorbild damals sei Joy Fleming gewesen, die „den Weißen“ die Tore geöffnet hätte!

Interview mit Rolf Stahlhofen und Torch

Was versprichst Du Dir von diesem Symposium?

Torch: „Einen Austausch zwischen Hip-Hop-Forschern, der Szene und der akademischen Welt. Dass auch Institutionen für das Thema sensibilisiert werden und man Mittel und Aufträge bekommt, um das langfristig zu tun. Dass zum Beispiel das Land Baden-Württemberg einen Hip-Hop-Forschungsverein in Heidelberg forschen lässt. Die Stadt will ja auch ein Hip-Hop-Archiv, da braucht es Fachleute und Ideen – Ich bin bereit dafür! Die Ergebnisse sollen dann in Ausstellungen und Buchpublikationen gezeigt werden. Dafür soll das Symposium eine Inspiration sein.

Stahlhofen: „Reaggae ist mittlerweile ein Weltkulturerbe – das soll Hip-Hop auch sein! Die Philosophie dahinter geht ja nicht nur um Bling-Bling, sondern darum im Rahmen der Möglichkeiten die Klappe aufzumachen. Es wird auch Zeit für ein Archiv in Heidelberg. Wir sind in 2019. Mittlerweile ist es ein mächtiges Kulturgut, auch mit der schönen deutschen Sprache.“

dh

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