251 Menschen infiziert

Coronavirus in Mannheim: Erste Todesopfer in der Quadratestadt bestätigt

Mannheim - Das Coronavirus breitet sich auch in der Quadratestadt aus. Die Zahl der Infizierten steigt weiter. 2 Menschen sind an Covid-19 gestorben. Alle Entwicklungen im Überblick:

  • In Mannheim haben sich inzwischen 251 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. 
  • 2 Männer sind in der Quadratestadt an Covid-19 gestorben.
  • Ende März wird in Mannheim das erste „Corona-Baby“ geboren.

Ende Februar 2020 werden die ersten Corona-Fälle in der Quadratestadt bestätigt. Seitdem infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus in Mannheim. Inzwischen haben sich 251 Menschen in Mannheim angesteckt. 

Um die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit einzudämmen, hat das Land Baden-Württemberg in der Corona-Krise Schulen, Kindergärten und öffentliche Einrichtungen geschlossen und am 23. März ein strenges Kontaktverbot verhängt. Das öffentliche Leben kommt nach der Schließung von nicht „systemrelevanten“ Geschäften praktisch zum Erliegen. Dennoch müssen Polizei und Ordnungsdienst immer wieder wegen „Corona-Partys“ oder geöffneten Shisha-Bars einschreiten - auch in der Quadratestadt. Nach einer Lockerung der Corona-Verordnung dürfen viele Geschäfte in Mannheim wieder öffnen – jedoch mit Einschränkungen 

Alle Entwicklungen und Zahlen zu Infizierten und Corona-Toten in Mannheim im Überblick:  +++ NEWS-TICKER AKTUALISIEREN +++

Coronavirus in Mannheim: Erste Covid-19-Tote in der Quadratestadt

Mittlerweile haben sich in Mannheim 251 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 71 sind wieder genesen (Stand: 1. April). Leider muss die Stadt am 1. April 2020 auch erste Corona-Tote melden. Es handelt sich um zwei über 80 Jahre alte Männer aus Mannheim, die am Dienstag (31. März) und am Mittwoch (1. April) in einer Mannheimer Klinik an einer Covid-19-Infektion gestorben sind. Beide litten nach Angaben der Stadt an schwerwiegenden Vorerkrankungen. Auch in Heidelberg stirbt am 1. April die erste Person am Coronavirus. Es handelt sich dabei um eine über 80 Jahre alte Frau.

Auch wenn die Stadt angesichts des Coronavirus mit „solch traurigen Nachrichten“ habe rechnen müssen, werde in diesen Momenten bewusst, dass noch lange nicht von Entwarnung gesprochen werden könne, sagt Mannheims Oberbürgermeister Peter Kur z (SPD). Gleichzeitig nutzt OB Kurz die Geschehnisse für einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung: „Und diese ersten beiden Todesfälle zeigen auch, wie wichtig die Reduzierung von sozialen Kontakten ist, um die vorerkrankten und die älteren Menschen zu schützen“.

Coronavirus in Mannheim: Kontaktverbot bis nach Ostern verlängert 

In Baden-Württemberg sind inzwischen fast 15.000 Menschen mit demCoronavirus infiziert, 239 zumeist ältere Personen sind gestorben (Stand: 1. April). Da die Spitze des Infektionsgeschehens noch nicht erreicht ist, haben sich Bund und Länder am Mittwoch (1. April) darauf geeinigt, das Kontaktverbot bis nach Ostern zu verlängern. Es gilt demnach bis mindestens 19. April. Über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise wollen Bund und Länder am 14. April beraten. 

Seit Wochen sind keine Besucher mehr in der Uniklinik Mannheim erlaubt. 

Damit ist auch klar: Die Oster-Feiertage werden die Bürger nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts verbringen können. Private Reisen und Verwandten-Besuche sind auch über Ostern tabu - auch in Mannheim. Dazu Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne): „Wir müssen Ostern anders begehen als sonst. Ich bitte Sie dringend, bleiben Sie Ostern möglichst zu Hause. Feiern Sie nur mit den Menschen, mit denen Sie sowieso zusammen leben.

Coronavirus in Mannheim: Integrierte Leitstelle in Betrieb

In Krisenzeiten kann es von Vorteil sein, wenn Notfälle zentral koordiniert werden. Nach jahrelangen Diskussionen zwischen Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis hat in Mannheim am 1. April eine eigene Integrierte Leitstelle (ILS) ihren Betrieb aufgenommen. Sie wird von der Stadt Mannheim und dem örtlichen Kreisverband des Deutschen Roten Kreuz betrieben. Damit erreichen die Mannheimer unter dem Notruf 112 jetzt nicht nur die Feuerwehr, sondern auch den Rettungsdienst.

Die Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung der Mannheimer Bevölkerung“, sagt der Mannheimer DRK-Chef Frank Berner. „Durch den gemeinsamen Betrieb der Integrierten Leitstelle können wir die Hilfsleistungen in der Planung besser aufeinander abstimmen und so eine optimale rettungsdienstliche Versorgung sicherstellen.“ 

Von der ILS werden nun auch die 65 Sirenen im Stadtgebiet zur Warnung der Bevölkerung ausgelöst. Darüberhinaus ist die Integrierte Leitstelle Mannheim für besondere Ereignisse auf dem Rhein zuständig und überwacht den Fahrlachtunnel, die Schleusen und Brücken auf der Friesenheimer Insel sowie die Liegenschaften des Amts für Feuerwehr und Katastrophenschutz.

Coronavirus in Mannheim: Für diese Plätze gilt ein Betretungsverbot

Neben dem allgemeinen Kontaktverbot gilt in der Stadt Mannheim auch ein Betretungsverbot für öffentliche Plätze. Es ist ab sofort verboten, in Mannheim diese öffentlichen Plätze zu betreten:

  • Rheinterrassen (zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Waldpark) 
  • Neckarwiesen (auf beiden Seiten des Neckarufers zwischen Industriestraße und Carlo-Schmid-Brücke) 
  • Paradeplatz (die gesamte Platzfläche, ausgenommen die herumführenden Gehwege) 
  • Wasserturm-Gelände (die gesamte Grünanlage sowie die befestigte Fläche um den Wasserturm, ausgenommen die herumführenden Gehwege sowie die Querungsstelle für Fußgänger und Radfahrer zwischen Tattersallstraße und Rosengarten/Berliner Straße)
Auch in Mannheim grassiert das Coronavirus (Archivbild).

Coronavirus in Mannheim: Gabenzäune für Obdachlose

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, gilt „Social Distancing“ als Gebot der Stunde - in der Familie, mit Freunden, bei der Arbeit und beim Einkaufen. Aber was geschieht in der Corona-Krise mit den Schwächsten und Ärmsten in der Gesellschaft? Auch in Mannheim bleiben Obdachlosen-Unterkünfte geschlossen, gemeinnützige Einrichtungen ebenso. 

Armen und Obdachlosen helfen, ohne gegen das Kontaktverbot zu verstoßen - geht das überhaupt? Ja! Miriam Rausch und Olivia Köhler haben auf Facebook den Mannheimer Gabenzaun gegründet. An inzwischen vier Stellen in der Stadt können Menschen dringend benötigte Dinge wie Hygieneartikel, Essen und Kleidung spenden. Man muss lediglich auf den gebotenen Mindestabstand achten, die Gegenstände wasserdicht verpacken und auf die Tüten schreiben, was sich darin befindet.

Hier findest Du die Gabenzäune in Mannheim: 

  • Marktplatz
  • Basketballplatz vor dem Gewerkschaftshaus
  • Quartiersplatz an der Teufelsbrücke im Jungbusch
  • Neumarkt in der Neckarstadt-West

Forscher der Uni Mannheim veröffentlichen jede Woche die Ergebnisse ihrer Corona-Studie. Täglich werden 500 Probanden über die Corona-Krise befragt. Es geht um Themen wie Arbeitsbedingungen, Ängste, Maßnahmen und Kinderbetreuung. 

rmx

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/ Eliran Kendi 

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