Kein Eis, gesperrte Plätze und viele Kontrollen

Trotz Traum-Wetter am Wochenende: Auf diese Dinge musst Du wegen Corona verzichten!

Mannheim - Am Wochenende gibt es Sonne satt. Doch wegen des Coronavirus sollten wir eigentlich zu Hause bleiben. Wer dennoch rausgeht, sollte diese Plätze meiden:

  • Das Wochenende verspricht traumhaftes Wetter mit vielen Sonnenstunden.
  • Doch wegen des Coronavirus sollten die Bürger in Mannheim zu Hause bleiben.
  • Die Stadt Mannheim verhängt für viele beliebte Plätze ein Aufenthaltsverbot.
  • Für Verstöße gegen die Verbote drohen hohe Bußgelder.

Mittags am Neckarufer in der Sonne liegen und abends mit den besten Freunden in eine Bar gehen und feiern. Normalerweise wäre das für viele Mannheimer ein normaler Tag am Wochenende – doch nicht in Zeiten der Corona-Krise. Aufgrund des Coronavirus sind wir dazu aufgefordert zu Hause zu bleiben. Im März tritt das Kontaktverbot in Mannheim und ganz Deutschland in Kraft. Seither dürfen wir uns nur zu zweit oder mit den Menschen, die mit uns im Haushalt leben, treffen. Außerdem gilt es zu anderen Personen mindestens 1,5 Meter Abstand zu halten.

Ein Eingriff in die persönliche Freiheit sind die Coronavirus-Maßnahmen auf jeden Fall. Doch sie schützen Leben. Denn durch das Verbot von Menschenansammlungen kann die Ausbreitung des Virus verhindert werden. 

Coronavirus in Mannheim: Traum-Wetter lockt nach draußen – doch Kontaktverbot muss eingehalten werden

Das Kontaktverbot und die Maßnahmen rund um das Coronavirus werden jedoch am Wochenende auf die Probe gestellt. Denn am Samstag und Sonntag erwarten uns frühlingshafte Tage in Mannheim. Das Thermometer steigt bis auf 20 Grad an, ein wolkenloser, strahlend blauer Himmel erwartet uns und natürlich jede Menge Sonnenstunden. An diesen Tagen zu Hause zu bleiben ist auch in Zeiten des Coronavirus extrem schwer. Das Wetter soll bis Ostern sogar so schön bleiben.

In Mannheim sind viele Plätze wegen des Coronavirus gesperrt.

Wer es in den eigenen vier Wänden nicht mehr aushält und eine Runde raus will, der muss aber weiterhin das Kontaktverbot einhalten. Außerdem sperrt die Stadt Mannheim einige Plätze.

Coronavirus in Mannheim: Trotz Frühlings-Wochenende – diese Plätze sind gesperrt

Die Stadt Mannheim hat für mehrere Plätze ein sogenanntes Aufenthaltsverbot verhängt. Das bedeutet, dass Du Dich auf diesen Plätzen nicht aufhalten darfst. Wer sich nicht an das Verbot hält, macht sich strafbar. Die Polizei Mannheim wird kontrollieren, ob die Coronavirus-Maßnahmen eingehalten werden. „Dazu werden wir über den jeweiligen Tag verteilt mit mehr als 60 zusätzlichen Streifen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis agieren, um die Einhaltung von Rechtsvorschriften zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus intensiv zu überwachen", verspricht Polizeipräsident Andreas Stenger am Freitagabend.

Für diese Plätze gilt ein Aufenthaltsverbot:

  • Alter Messplatz 
  • Rheinterrassen (auf den Wiesen am Rheinufer zwischen Rheinterrassen/Konrad-Adenauer-Brücke und Beginn des Waldparks) 
  • Neckarwiese (am Nordufer zwischen Jungbuschbrücke und Friedrich-Ebert-Brücke, auf den Gehwegen darf man unter Einhaltung des Kontaktverbots weiterhin spazieren gehen, joggen, mit dem Hund Gassi gehen oder sich auf Bänke setzen)
  • Friedrichsplatzanlage (unterer, tieferliegender Bereich des Wasserturmgeländes)
  • Paradeplatz (die Wege um die Anlage und den Platz sind offen und frei begehbar)

Die Stadt Mannheim hat das Aufenthaltsverbot beschlossen, da besonders belebte Orte schwer zu kontrollieren sind. Ein Verbot könne das Infektionsrisiko des Coronavirus in Mannheim reduzieren, wie die Stadt auf ihrer Webseite mitteilt. Auch Heidelberg ergreift diese Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Die Neckarstadt lässt ebenfalls beliebte Plätze wie beispielsweise die Neckarwiese sperren. 

Coronavirus in Mannheim: Viele Plätze gesperrt – Wer Verbote ignoriert, handelt sich diese Strafen ein

Wer sich nicht an die Verbote in Mannheim hält, macht sich strafbar. „Auch wenn sich der Großteil der Bevölkerung inzwischen an die notwendigen Einschränkungen hält, gibt es leider nach wie vor Einzelne, die die Corona-Verordnung nicht befolgen und damit sich und andere gefährden. Auf Basis des Infektionsschutzgesetzes und des vom Land vorgegebenen Bußgeldkataloges hat die Stadt Mannheim jetzt die Bußgeldhöhen festgelegt, mit denen ab sofort Verstöße gegen die Corona-Verordnung geahndet werden“, heißt es am Freitag (3. April) in einer Pressemitteilung der Stadt. 

  • Verstoß gegen Coronavirus-Verordnung im Freien: Zeigt eine Person sich einsichtig, werden nur die Personalien aufgenommen. Bei fehlender Einsicht droht ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro.
  • Verstoß gegen Coronavirus-Verordnung in geschlossenen Räumen: Be einer Veranstaltung von mehr als fünf Personen außerhalb der Familie in privaten Räumen muss der Gastgeber 500 Euro zahlen. Jeder Gast bekommt ein Bußgeld von 250 Euro.
  • Verstoß gegen Coronavirus-Verordnung in Gaststätten oder Bars/Clubs: Gaststätten, Bars, Clubs und andere Lokale dürfen überhaupt nicht aufmachen. Wenn sich der Betreiber nicht daran hält, muss er 5.000 Euro zahlen, seine Gäste jeweils 500. Kommt es zu einem Wiederholungsfall drohen Stafen in Höhe von 25.000 Euro.

Coronavirus in Mannheim: Auch bei schönem Wetter – Eisdielen bleiben geschlossen

Trotz des schönen Wetters ist es Cafés und Eisdielen untersagt Eis, Kuchen oder andere Genussmittel zu verkaufen. Das gilt auch für den Straßenverkauf an der Theke oder der Mitnahme „to go“. Es ist ebenfalls verboten, dass Privatleute ein Eis vorbestellen und es abholen. Es ist nur erlaubt, dass Essen geliefert zu bekommen (wenn die Hygienevorschriften eingehalten werden). Wer sich nicht an das Verbot hält, handelt sich eine Strafe ein.

Die ganzen Maßnahmen seien laut einer Anwältin aus Heidelberg „eklatant verfassungswidrig“. Deshalb will sie gegen die Corona-Verordnungen vors Gericht gehen, wenn‘s sein muss sogar bis ans Bundesverfassungsgericht.

In Zeiten der Corona-Krise soll jeder auf soziale Kontakte verzichten, allerdings nicht auf Unterhaltung. Deshalb macht in Karlsruhe ein Autokino auf. Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Rohöl ist der Spritpreis an den Zapfsäulen in der Metropolregion Rhein-Neckar drastisch gesunken. Eine Fahrt zum Autokino sollte also drin sein!

jol

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/PR-Video/Priebe

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