Fake-Shops, Enkeltrick, Anlagebetrug

Corona schickt Börsen auf Talfahrt - skrupellose Anlagebetrüger nutzen das aus!

Mannheim/Heidelberg - Das Coronavirus macht vielen Menschen Angst – und genau das nutzen skrupellose Betrüger aus! Die Polizei warnt vor Fake-Shops, fiesen Enkeltricks und Anlagebetrügern: 

  • Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus, auch in Mannheim, Heidelberg und der Region.
  • Viele Menschen sind wegen des Coronavirus in Sorge.
  • Betrüger nutzen Ängste vor allem bei Senioren aus.
  • Polizei Mannheim und LKA warnen vor EnkeltrickFake-Shops und Anlagebetrug.

Update vom 26. März: Neben Fake-Shops und Enkeltricks haben skrupellose Betrüger in der Corona-Krise jetzt die nächste Masche gefunden, um Bürger um ihr Geld zu bringen: Spezialisten für Wirtschaftskriminalität warnen angesichts weltweiter Kursstürze an den Börsen vor Anlagebetrug. Dabei versuchen Betrüger mit unlauteren Versprechungen an das Geld möglicher Anleger zu kommen. Immer wieder kommt es laut der Kriminalbeamten dabei zu einer sich ähnelnden Betrugsmasche.

Corona schickt Börsen auf Talfahrt - neue Betrugsmasche!

In einer Mitteilung beschreibt die Polizei die Kontaktaufnahme der Betrüger wie folgt: Zumeist über einen unaufgeforderten Telefonanruf auf die private Festnetznummer oder nachdem das Opfer im Netz auf vermeintlich vielversprechende Anlageoptionen aufmerksam wurde. Dabei versprechen die Betrüger Anlageformen mit traumhaften Renditeerwartungen - alles exklusiv für den Angerufenen. Um die Seriosität des Angebots zu unterstreichen, werden namhafte Unternehmen genannt, deren Aktien erworben werden sollen. 

Mit dem Ersttelefonat - zumeist aus dem Ausland unter falschen Rufnummern und falschen Identitäten geführt - wollen die Betrüger vertrauen aufbauen. Oft geht es zunächst um kleine Summen oder die Einrichtung eines Depots, für die Gebühren im dreistelligen Bereich fällig werden. Bei weiteren Telefonaten werden die Anleger mit der angeblichen Wertentwicklung der Anlage konfrontiert und zu höheren Investitionen gepresst, da die angeblich lukrativen Angebote nur noch für kurze Zeit verfügbar seien. 

Die Kommunikation findet dabei ausschließlich über Telefon oder E-Mail statt. Teilweise betreiben die Betrüger auch aufwändig gestaltete Webseiten, die das Vermitteln von Finanzanlagen vortäuschen. Fakt ist: „Gewinne“ werden dem Opfer zur Beruhigung zwar angezeigt, allerdings nur virtuell. Gelder werden nicht angelegt, sondern wandern direkt in die Taschen der Betrüger. 

Coronavirus und Anlagebetrug - das rät die Polizei

Deshalb rät die Polizei: Sei misstrauisch,

  • wenn Du von fremden Personen oder Institutionen kontaktiert wirst, die Dir hochrentable Geldanlagen anbieten
  • wenn Du unter Druck gesetzt wirst und Dich schnell entscheiden sollst
  • wenn nicht klar ist, wie der Anrufer an Deine Kontaktdaten gekommen ist
  • wenn der Anbieter keine Kontaktanschrift in Deutschland hat und auf eine Überweisung auf ein ausländisches Konto drängt.

Immer dran denken: Niemand hat etwas zu verschenken und hohe Renditen, die zu schön sind um wahr zu sein, sind auch nicht wahr. Im Zweifel sollte man immer zuerst Kontakt mit der eigenen Hausbank aufnehmen. 

Falls Du Opfer eines Anlagebetrugs wurdest, wende Dich an deine nächste Polizeidienststelle und erstatte Strafanzeige.

Weiterführende Informationen und Tipps zu diesem Thema unterhttps://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/

Sie spielen mit den Coronavirus-Ängsten! Polizei Mannheim warnt vor skrupellosen Betrügern

Grundtext vom 18. März: Das Coronavirus bereitet vielen Menschen in Deutschland große Sorgen. Auch in Mannheim, Heidelberg und der Region steigt von Tag zu Tag die Angst, da auch immer mehr Menschen mit dem Virus in Kontakt kommen. Mittlerweile sind über 150 Personen am Coronavirus in der Metropolregion Rhein-Neckar erkrankt, Tendenz steigend. Eine Ausgangssperre gibt es zwar bislang noch nicht. Aber Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat bereits in einer Videokonferenz klargemacht: Nur wenn wir uns alle an die bereits getroffenen Maßnahmen halten, kann eine Ausgangssperre verhindert werden. 

Doch als wäre das Thema nicht schon beunruhigend genug, gibt es Menschen, die die Corona-Krise ausnutzen. Trickbetrüger wittern nämlich – besonders bei älteren Menschen – ihre Chance.

Polizei Mannheim warnt: Betrüger nutzen skrupellos Sorge um Coronavirus aus

Betrüger lassen sich immer neue Ideen einfallen, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Derzeit nutzen unbekannte Täter die angespannte Situation rund um das Coronavirus aus. Wie die Polizei Mannheim auf Facebook mitteilt, spielen die Betrüger skrupellos mit den Ängsten von Senioren. 

Die Trickbetrüger rufen bei älteren Menschen an und gaukeln ihnen vor ein Enkel oder Verwandter zu sein, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Die Senioren werden gebeten Geld zu geben, damit teure Behandlungen oder Medikamente bezahlt werden können. Ein "Freund" würde das Geld oder Wertgegenstände abholen kommen.

Coronavirus: Betrüger nutzen schamlos Angst von Senioren aus 

Solche Anrufe hat es bereits in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis gegeben, wie die Polizei Mannheim berichtet. Teilweise haben die Betrüger von ihren Opfern mehrere zehntausend Euro verlangt. 

Glücklicherweise haben bislang alle Anrufer richtig reagiert und aufgelegt. Anschließend haben die Betroffenen die Polizei informiert

Die Betrüger machen sich die Sorgen der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Coronavirus schamlos zunutze. Das ist eine besonders abstoßende und niederträchtige Vorgehensweise skrupelloser Krimineller“, sagt Ralf Michelfelder, Präsident des LKA Baden-Württemberg.

Coronavirus: Polizei Mannheim warnt vor Fake-Shops

Doch die Enkeltrickmasche ist nicht die einzige fiese Idee, die sich die Betrüger einfallen lassen. Auch wimmelt es im Internet von Fake-Shops, die das Coronavirus ausnutzen wollen. Dort werden Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel angeboten, die auch ständig verfügbar sind. „Die bestellte Ware kommt dann nie beim Kunden an, das Geld ist weg. Andere Shop-Betreiber oder private Anbieter verschicken zwar die Ware, aber zu horrenden Preisen“, so die Polizei Mannheim

Coronavirus: Tipps von der Polizei Mannheim – So kannst Du Dich vor skrupellosen Betrügern schützen

Damit Du, Deine Familie oder Freunde nicht auf diese extrem fiesen Maschen hereinfallen, gibt die Polizei Mannheim wichtige Tipps.

So entlarvst Du einen Enkeltrick:

  • Übergebe NIEMALS Geld oder Wertsachen an eine fremde Person
  • Fordere Anrufer dazu auf, den Namen des Enkels zu nennen
  • Rufe die Dir bekannte Telefonnummer des Verwandten zurück
  • Frage nach Dingen, die nur der Verwandte wissen kann (Erlebnisse)
  • Gebe keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis
  • Lass Dich nicht unter Druck setzen, leg einfach auf
  • Rufe sofort die Polizei unter 110, wenn Du einen Betrug vermutest

So bemerkst Du, dass es sich um einen Fake-Shop handelt:

  • Die Waren sind ständig verfügbar
  • Die Waren sind extrem günstig oder übertrieben teuer
  • Die Ware ist nur gegen Vorkasse erhältlich
  • Schau im Internet nach, was Du über den Shop in Erfahrung bringen kannst
  • Nutze seriöse Bezahldienste oder kaufe auf Rechnung
  • Keine Spontan- oder Panikkäufe tätigen
  • Hast Du einen Verdacht, dass es sich um einen Fake-Shop handelt, rufe die Polizei

Die Polizei fahndet außerdem nach einem bislang unbekannten Täter, der mit einem Bombenanschlag auf ein Mannheimer Gartencenter gedroht hat. Hintergrund ist auch hier das Coronavirus.

Die Zahl der Infizierten hat sich in Mannheim weiter erhöht. Eine der positiv Getesteten ist die Mitarbeiterin einer Notfall-Kita-Betreuung

Unterdessen spitzt sich die wirtschaftliche Situation in Mannheim infolge der Corona-Krise weiter zu. Auch die Eichbaum-Brauerei prüft nun Anträge auf Kurzarbeit.  

jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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