Produktion in Mannheim

Corona-Test rezeptfrei: Roche-Schnelltest bald in Apotheken erhältlich

Corona-Selbsttests einfach zu Hause machen: Nach einer Sonderzulassung will der Pharmariese Roche mit Standtort in Mannheim seine Test schnellstmöglich an Apotheken ausliefern.

Update vom 1. März: Während der Corona-Pandemie hat der Schweizer Pharmariese Roche im vergangenen Jahr 490 Millionen Euro in deutsche Standorte investiert. Das Geld fließt nach Angaben vom Montag (1. März) unter anderem in Infrastruktur und Produktionsanlagen vor allem in Mannheim. Dort stellt Roche auch Mittel für Corona-Tests her und füllt sie für weltweite Lieferungen ab.

In diesem Zusammenhang gibt Roche zudem bekannt, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Sonderzulassung für einen Corona-Selbsttest erteilt habe. Den Sars-CoV-2-Antigen-Schnelltest sollen auch Laien per Abstrich mit Probenstäbchen im vorderen Nasenbereich zu Hause vornehmen können. Nach nur 15 Minuten soll das Ergebnis vorliegen. Die Tests werden in Südkorea produziert und in Mannheim vertrieben.

NameRoche
BranchePharmazie
StandorteBasel, Mannheim, Berlin, Penzberg, Potsdam, Grenzach, Ludwigsburg
Umsatz58,3 Mrd. CHF (Stand: 2020)
MitarbeiterÜber 100.000 (Stand: 2020), davon 8.300 in Mannheim

Der Test soll in Apotheken erhältlich sein und sei nicht verschreibungspflichtig. Die ersten Lieferungen seien für diese Woche geplant. Laut Unternehmensangaben sei es möglich, zweistellige Millionen-Stückzahlen pro Monat weltweit zur Verfügung zu stellen. Zudem will Roche die Schnelltest an den medizinischen Fachhandel verkaufen. Drogerie- und Supermärkte sollen zunächst nicht beliefert werden.

Auch Aldi und Co. bestätigen den Verkauf von Tests: Alle Infos zum Corona-Schnelltest aus dem Discounter.

Corona-Selbsttest: Jens Spahn verkündet Zulassung – Tests bald im Supermarkt erhältlich

Erstmeldung vom 24. Februar: Schnelltests auf das Coronavirus gelten als wichtiges Mittel zur Eindämmung der Pandemie. Jetzt hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Das teilt ein Sprecher am Mittwoch mit. Bei allen drei Corona-Selbsttests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen. Dieser könne nach den von den Herstellern vorgelegten Studien jeweils durch Laien sicher durchgeführt werden, erklärt das Bundesinstitut weiter.

Corona-Selbsttest: Gesundheitsminister Spahn – Tests für Laien bald in Geschäften erhältlich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Mittwochmorgen im ZDF-Morgenmagazin angekündigt, dass Corona-Selbsttests in den nächsten Tagen auch in Geschäften erhältlich seien, zum Beispiel im Discounter. „Ich gehe davon aus, dass wir schon nächste Woche weitere genehmigen können, Sonderzulassungen aussprechen können.“, so Spahn außerdem in der TV-Sendung.

Vor der Erteilung einer Sonderzulassung für einen Corona-Selbsttest prüft das Bundesinstitut nicht nur das technische Funktionieren der Tests, sondern auch, ob der Test sicher von Laien angewendet werden kann. Dazu gehört unter anderem auch eine verständliche Bedienungsanleitung, hieß es im Vorfeld. Beim Bundesinstitut waren mit Stand 12. Februar fast 30 Anträge auf eine Sonderzulassung von Corona-Selbsttests gestellt worden. Unabhängig von den Sonderzulassungen erwartete das Bundesinstitut aber auch auf dem regulären Weg weitere Antigen-Tests zur Laienanwendung.

Coronavirus: Spahn reagiert auf Kritik zu versprochenen Schnelltests

Im ZDF-Interview reagiert Jens Spahn auch auf er auf die Kritik zu den versprochenen Schnelltests, die nun doch nicht zum ersten März kommen: „Wir werden uns jetzt eben mit den Ländern abstimmen und dann denke ich, dass wir am 3. März zu einem Ergebnis kommen“, so Spahn. Im Gegensatz zum Impfstoff ließen sich die Tests leicht herstellen.

Schnelltests gelten neben den Impfungen als ein wichtiger Baustein bei der Eindämmung der Pandemie. Das Thema hat durch die rasante Ausbreitung der als noch ansteckender geltenden Corona-Variante, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war, sowie die erfolgten Öffnungsschritte bei Kitas und Schulen weiter an Bedeutung gewonnen.  Die bisher verfügbaren Corona-Schnelltests sind seit dem 2. Februar auch zur Anwendung durch nicht medizinisches Personal nach einer Schulung zugelassen.

Gesundheitsminister Spahn hatte zunächst angekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürger kommen soll, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen – etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken. Darüber soll nun aber erst bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen zur Pandemie am 3. März gesprochen werden.

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Rubriklistenbild: © dpa/epa Keystone Schmidt

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