News und Zahlen

Corona in Mannheim: Tests für Kontaktpersonen aus „vulnerablen Gruppen“ auch ohne Symptome

Corona in Mannheim - Die Fallzahlen steigen wieder und es werden kaum Lockerungen vereinbart. Alle wichtigen Entwicklungen und Entscheidungen in unserem Ticker:

  • Coronavirus in Mannheim: Bisher wurden insgesamt 792 (+9) Menschen positiv getestet (Stand: 2. September).
  • Die aktuelle Corona-Verordnung von Baden-Württemberg gilt seit dem 1. Juli.
  • Stadt Mannheim öffnet den Bürgerservice in K7 wieder.
  • Der Oldtimermarkt Veterama wird endgültig abgesagt.
  • Kontaktpersonen aus „vulnerablen Gruppen“ werden auch ohne Symptome getestet:

Update vom 4. September: Hier geht's zum neuen Corona-Ticker für Mannheim.

Update vom 2. September, 17:18 Uhr: In einer Pressemitteilung informiert die Stadt Mannheim über die aktuelle Lage zum Corona-Virus: Seit gestern wurden dem Gesundheitsamt neun neue Corona-Fälle gemeldet. Damit steigt die Zahl der bisher positiv Getesteten auf 792 Personen. Ein großer Teil der Fälle sei „reiseassoziiert“. Aktuell sind damit 104 Personen in Mannheim mit dem Corona-Virus infiziert.

Seit Beginn der Corona-Pandemie müssen Veranstaltungshäuser erhebliche Verluste verkraften. Um auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen, haben sie jetzt die „Alarmstufe Rot“ ausgerufen.

Update vom 2. September, 10:05 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie beschweren sich Mannheimer über zu wenig Termine und zu lange Wartezeiten in den Mannheimer Bürgerbüros. Mitte August wird es sogar noch schlimmer, denn ein Mitarbeiter des Bürgerbüros in K7 infiziert sich mit dem Coronavirus. Die Stadt Mannheim muss den Bürgerservice schließen, Mitarbeiter testen und Kontaktpersonen in Quarantäne schicken. Etwa 1.000 Termine müssen auf andere Stadtteile verteilt werden.

Nachdem am vergangenen Donnerstag wieder Termine wahrgenommen werden konnten, ist der Bürgerservice in K7 seit dem 1. September wieder im „Normalbetrieb“. Das bedeutet, dass der Besuch der offenen Sprechstunde ohne Termin wieder möglich ist.

Besucher der Sprechstunde werden über den barrierefreien Eingang ins Innere geleitet. Vor dem Bürgerbüro sind gelbe Linien auf dem Boden aufgemalt. Sie sollen als Leitsystem fungieren und dafür sorgen, dass die Menschen die Abstandsregeln einhalten. Sicherheitspersonal kontrolliert vor um im Gebäude ob die Menschen eine Maske tragen und genügend Abstand zueinander haben.

Corona in Mannheim: Fast alle neuen Fälle sind Reiserückkehrer

Update vom 1. September, 20:20 Uhr: Bis heute Nachmittag (Stand 16 Uhr) sind zehn weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Damit gibt es in Mannheim 96 akute Fälle. Laut Gesundheitsamt sind wieder fast alle neuen Fälle sind „reiseassoziiert“.

Corona in Mannheim: Keine Oldtimer auf Maimarktgelände – Veterama endgültig abgesagt!

Update vom 1. September, 11:35 Uhr: Das Verbot von Großveranstaltungen bis Jahresende wegen Corona hat nicht nur mit Blick auf Konzerte und Sport-Events Konsequenzen für Mannheim. Wie die Veranstalter am Dienstag (1. September) mitteilen, wird auch die Veterama abgesagt. Eigentlich hätte „Europas größter Oldtimer-Markt“ am zweiten Oktober-Wochenende auf dem Maimarktgelände stattfinden sollen.

Selbst wenn die Behörden die seit 1975 stattfindende „Schrauber-Messe“ erlaubt hätten – angesichts potenzieller Auflagen wie Mindestabständen, limitierten Ausstellerplätzen und begrenzter Besucheranzahl hat sich die Veranstalterfamilie Seidel dazu entschieden, die Veterama 2020 abzublasen. In den letzten Jahren besuchten 50.000 Besucher die Veterama. Aus ganz Europa kommen mehr als 4.000 Aussteller auf den Oldtimer-Markt.

Corona in Mannheim: Deshalb sagen Veranstalter die Veterama ab

Diese Nachricht zu übermitteln falle „schwer“, schreibt Familie Seidel in einem Presse-Statement. Aber „als Veranstalter einer solch großen Veranstaltung hat man auch eine große Verantwortung“ – gegenüber Ausstellern, Besuchern, Personal und Dienstleistern. Ein Drittel der Veterama-Szene komme aus dem Ausland nach Mannheim, teilweise aus Risikogebieten. Zudem befinde sich die Hälfte der Besucher und Aussteller im „Risikoalter", erklären die Veranstalter ihre Entscheidung.

Auf dem Gelände des Maimarkts gibt es bei der 'Veterama' viel für Auto- und Motorradfans zu entdecken.

Die Veterama war und ist die Kult-Veranstaltung der Schrauber-Szene und das soll Veterama auch unbedingt bleiben. Ungezwungen, fröhlich und einzigartig“, so die Veranstalter. Für das kommende Jahr hoffen die Seidels, für die zwei ausgefallenen Veranstaltungen einen zusätzlichen Sommer-Termin ins Veterama-Programm aufnehmen zu können.

Corona in Mannheim: Über 90 aktive Fälle – der aktuelle Stand

Update vom 31. August, 18:30 Uhr: Dem Gesundheitsamt sind bis 16 Uhr vier weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Bei den Infizierten handelt es sich ausschließlich um Reise-Rückkehrer. Aktuell gibt es in Mannheim 93 akute Fälle.

Corona in Mannheim: Bürgerservice in K7 öffnet wieder – Hotline für eilige Anliegen

Update vom 31. August, 14:10 Uhr: Das Bürgerservice-Zentrum Mitte in K7 ist seit Donnerstag, dem 27. August, wieder geöffnet. Die Bürger müssen für ihre Anliegen aber weiterhin einen Termin vereinbaren. Termine, die bereits vereinbart worden sind, können dort wahrgenommen werden. Die amtliche Stelle ist aufgrund des Corona-Virus für 14 Tage geschlossen gewesen. Neben dem Bürgerservice in K7 sind weitere amtliche Stellen geöffnet:

  • Innenstadt/Jungbusch (K7)
  • Waldhof
  • Vogelstang
  • Rheinau
  • Neckarau
  • Neckarstadt
  • Neuostheim/Neuhermsheim
  • Friedrichsfeld
  • Seckenheim
  • Wallstadt

Für eilige Anliegen wie Express-Reisepässe und vorläufige Personalausweise kann unter der Hotline 0621/293-2628 ein Termin vereinbart werden. Zur Abholung bearbeiteter Ausweis- und Passdokumente muss kein Termin vereinbart werden. Ab dem 1. September soll dann wieder der Normalbetrieb im Bürgerservice K7 beginnen.

Update vom 30. August: Dem Gesundheitsamt werden bis zum Sonntagnachmittag, 16 Uhr, 9 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 769. Bislang sind in Mannheim 655 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 101 aktive Fälle.

Update vom 29. August, 17:30 Uhr: Dem Gesundheitsamt sind bis Samstagnachmittag, 16 Uhr, 9 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 760. Bislang sind in Mannheim 641 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 106 akute Fälle.  

Alle beteiligten Ärzte, Gesundheitsbehörden sowie das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt arbeiten dabei eng zusammen. Die weit überwiegende Zahl aller in Mannheim bislang nachgewiesenen Infizierten zeigen nur milde Krankheitsanzeichen und können in häuslicher Quarantäne verbleiben. 

Corona in Mannheim: Reise-Rückkehrer lassen die Fallzahlen steigen

Update vom 28. August, 18:45 Uhr: Wie das Gesundheitsamt Mannheim mitteilt, hat es in der Stadt elf weitere bestätigte Corona-Erkrankungen gegeben. Damit steigt die Zahl der Fälle auf 751, von denen 641 bereits wieder gesund sind. Akut gibt es in Mannheim also 97 Erkrankte.

Update vom 28. August, 11:27 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Mannheim steigt seit einigen Wochen wieder an. Einen sehr hohen Anteil an den steigenden Fallzahlen haben Rückkehrende aus Risikogebieten. Deshalb wird die Stadt Mannheim in den kommenden beiden Wochen mit einer Plakat-Kampagne nochmals verstärkt darauf hinweisen, welche Maßnahmen verpflichtend nach Rückkehr aus einem Risikogebiet getroffen werden müssen: Testen lassen, in Quarantäne gehen und sich unter 31corona@mannheim.de melden!
 
Im ganzen Stadtgebiet, vor allem an den Ein- und Ausfahrtsstraßen, werden großformatige Plakate darauf aufmerksam machen. Außerdem wurden Ärzte und Apotheker um ihre Mithilfe gebeten, indem sie entsprechende Poster in den Arztpraxen und Apotheken aufhängen. „Wir wollen mit dieser Kampagne nochmals darauf hinwirken, dass die Menschen, die in Risikogebieten waren, sich bei ihrer Rückkehr richtig verhalten. Wer sich nicht an die Verordnung hält, verstößt gegen das Infektionsschutzgesetz. Das ist kein Kavaliersdelikt. Wer sich nicht an diese Regeln hält, handelt verantwortungslos, weil er bewusst in Kauf nimmt, anderen Menschen Schaden zuzufügen. Deshalb können in diesem Fall auch hohe Bußgelder verhängt werden“, betont Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Update vom 27. August, 18:30 Uhr: Neben Reiserückkehrern gelten vor allem private Feiern wie Hochzeiten als eine der Hauptursachen für die steigenden Infektionszahlen. Daher ist von Kanzlerin Angela Merkel eine bundeseinheitliche Linie angestrebt worden – doch daraus wird zunächst nichts. Hier können sich Bund und Länder auf keine einheitliche Linie einigen. Anders sieht es bei Verstößen gegen die Maskenpflicht aus: Hier soll ein Bußgeld von mindestens 50 Euro drohen - überall, abgesehen von Sachsen-Anhalt.

Unterdessen gibt das Gesundheitsamt neue Zahlen bekannt (Stand: 16 Uhr): Neun weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion werden gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 740. .

Update vom 27. August, 11:22 Uhr: Am Donnerstag treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Corona-Konferenz. Dabei sprechen sie über Lockerungen und Verschärfungen der Corona-Regeln. Laut dpa-Informationen, will Merkel die Großveranstaltungen bis Neujahr verbieten und private Feiern bis zu 25 Teilnehmern erlauben. Außerdem soll das Bußgeld für Masken-Verweigerer auf mindestens 50 Euro erhöht werden.

Corona in Mannheim: Verkaufsoffener Sonntag abgesagt

Update vom 26. August, 17:05 Uhr: Dem Gesundheitsamt sind bis heute Nachmittag (Stand: 16 Uhr) 18 Neu-Infektionen gemeldet worden. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 731. Nahezu alle neuen Fälle sind nach Angaben der Behörde „reiseassoziiert oder Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen“.

Update vom 26. August, 14:50 Uhr: Am ersten Sonntag im Oktober (4. Oktober) feiert der Einzelhandel in Mannheim seit vielen Jahren mit einem „Verkaufsoffenen Sonntag“ die Verleihung der Marktrechte an die Stadt im Jahr 1613. Neben der zusätzlichen Einkaufsmöglichkeit locken die Quadrate mit tollen Veranstaltungen: auf den Kapuzinerplanken findet der Herbstmarkt statt, auf dem Paradeplatz der Kunsthandwerkermarkt, auf dem Marktplatz der Stoffmarkt und die ‚Oktobermess’ auf dem Neuen Meßplatz.

Im Corona-Jahr 2020 fallen diese Events leider aus. „Zu unserem Leidwesen mussten wir den verkaufsoffenen Sonntag absagen. Das ist ein massiver Verlust“, sagt Lutz Pauels, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Mannheim City. Corona macht dem Einzelhandel einen Strich durch die Rechnung. Das berichtet der Mannheimer Morgen. Der eigentliche Grund ist folgender: Die Öffnung von Geschäften in der Mannheimer Innenstadt ist nur mit besonderem Anlass möglich. Im Fall des „Verkaufsoffenen Sonntags“ Anfang Oktober ist dies die „Marktmeile“, ein Kunsthandwerker- und Stoffmarkt. Bis Ende Oktober gilt aber noch ein allgemeines Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern. Dies macht die Veranstaltung der „Marktmeile“ unmöglich und so fehlt auch der Anlass für den „Verkaufsoffenen Sonntag“.

Corona in Mannheim: Jugendhaus in Neckarstadt-West geschlossen

Update vom 25. August, 20:00 Uhr: Dem Gesundheitsamt sind bis heute um 16 Uhr, 13 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 713. Wieder handelt es sich fast ausschließlich um Reise-Rückkehrer oder Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Es gibt noch 85 aktive Fälle.

Bei einem der am Vortag (24. August) bestätigten Fälle handelt es sich um einen Besucher des Jugendhauses Erlenhof in der Neckarstadt-West. Dieses bleibt zunächst geschlossen. Das Gesundheitsamt ermittelt gegenwärtig die Kontaktpersonen, darunter auch Mitarbeitende und weitere Besucher*innen des Jugendhauses.

Corona in Mannheim: Neuer Rekordwert – Reise-Rückkehrer schuld am rasanten Anstieg?

Update vom 24. August, 18:35 Uhr: Am heutigen Montag sind 12 weitere Fälle einer Corona-Infektion in die Statistik aufgenommen worden. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 700. Wie das Gesundheitsamt mitteilt sind wieder nahezu alle Neu-Infizierten Reise-Rückkehrer! Bislang sind in Mannheim 591 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 96 akute Fälle.

Die Corona-Fälle in Baden-Württemberg steigen unaufhörlich. Seit vergangener Woche stehen vor allem Reise-Rückkehrer aus Kroatien, dem Kosovo und der Türkei im Fokus. Damit steigt auch der Druck auf die Politik dagegen vorzugehen und Lockerungen zurückzunehmen. Gemeinsam mit den Gesundheitsminister*innen von Bund und Ländern berät Manne Lucha (Grüne) an diesem Montag (24. August) in einer Telefonkonferenz über mögliche Reaktionen auf die besorgniserregende Zunahme registrierter Corona-Fälle. Die Lage im Land sei „überaus fragil“, sagt er der dpa.

Aus Kreisen der Gesundheitsminister will die dpa erfahren haben, über welche mögliche Konsequenzen die Politiker beraten. Dabei steht ein ganzes Bündel an Maßnahmen im Raum.

Corona in Mannheim: Reise-Rückkehrer lassen Fall-Zahlen rasant ansteigen

Update vom 23. August, 16:45 Uhr: Dem Gesundheitsamt sind elf weitere Fälle (Stand: 16 Uhr) einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim abermals auf nunmehr 688. Nach Angaben des Gesundheitsamts sind alle neuen Fälle auf Reise-Rückkehrer zurückzuführen! Gegenwärtig gibt es in der Quadratestadt 97 akute Fälle.

Update vom 22. August, 11:30 Uhr: Die Zeiten niedriger Corona-Fallzahlen im Mannheim gehören der Vergangenheit an: Das Gesundheitsamt gibt immer mehr positive SARS-CoV-2-Tests bekannt. Bis Samstagnachmittag (22. August, 16 Uhr) werden neun weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 677. Laut der Behörde sind die erhöhten Fallzahlen vor allem auf Reise-Rückkehrer zurückzuführen. Aber ist diese Interpretation wirklich gesichert? Kritiker führen die steigende Kurve auf vermehrte Corona-Tests zurück. Dafür bedarf es jedoch solider Daten, wie beispielsweise die genaue Anzahl der durchgeführten Tests. Laut der gesetzlichen Meldepflicht müssen aber lediglich die positiven Test weitergeleitet werden, während die negativen aus der Statistik fallen.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass negative Abstriche aus Arztpraxen, Test-Zentren, Flughäfen usw. dem Gesundheitsamt nicht bekannt sind. Wie der Mannheimer Morgen berichtet (Bezahlschranke), bilden Mannheimer Kliniken hierbei eine Ausnahme. Trotz eines weitgehend konstanten Volumens von knapp 2300 Tests pro Woche sinken in den Klinik-Test die positiven Befunde.

Anfang bis Mitte März hatten pro Woche noch circa acht Prozent der Tests ein positives Ergebnis. Seit Mitte April liegt der Wert durchgehend unter zwei Prozent - bis heute“, sagt ein Sprecher des Uniklinikums Mannheim dem „morgenweb“.

Mannheimer Klinikum führt wöchentlich 2300 Corona-Test durch (Archivfoto).

Obgleich die positiven Corona-Fälle bei den Klinik-Tests auf niedrigem Niveau und zudem rückläufig sind, steigen die Fallzahlen insgesamt. Daher spricht vieles dafür, dass Reise-Rückkehrer für die erhöhten Infektionszahlen in Mannheim verantwortlich sind. Denn diese werden nicht in Kliniken, sondern vermehrt an Flughäfen und mobilen Einrichtungen getestet.

Das Robert Koch Institut (RKI) interpretiert die vorliegenden Daten aus dem gesamten Bundesgebiet und schließt daraus folgende Zusammenhänge:

  • Inzwischen infizieren sich überwiegend jüngere Personen zwischen 15 und 34 Jahren, was für einen sorglosen Umgang (unter anderen auf Partys) mit Corona sprechen könnte.
  • Fast 3.000 Neuinfektionen (ca. 39 Prozent) zwischen dem 10. und 17 August sind aus dem Ausland eingeschleppt worden. Auch hier sind es überdurchschnittlich viele junge Menschen.
  • Die größte Gruppe bilden infizierte Rückkehrer aus dem Kosovo, der Türkei und Kroatien.

Dem Gesundheitsamt wurden bis Samstagnachmittag (22. August, 16 Uhr) neun weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 677.

Corona in Mannheim: Stadt weitet Test-Kapazitäten aus – Zahl der Fälle steigt

Update vom 21. August, 18:04 Uhr: Die Stadt Mannheim wird ab Montag (31. August) bis Mittwoch (30. September) gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Mannheim (UMM) zusätzliche Corona-Tests in verschiedenen Stadtteilen anbieten. Damit wird für noch größere Testkapazitäten in Mannheim sorgen. Hintergrund ist hier die zu erwartende steigende Test-Nachfrage zum Ende der Ferien- und Urlaubszeit.
 
Neben Urlaubsrückkehrern können sich auch Lehrer und Erzieher seit dem 17. August testen lassen – auch ohne Vorliegen von Symptomen. „Als Stadt Mannheim unterstützen wir die Teststrategie des Landes Baden-Württemberg, nach der jede an einer Schule, einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege tätige Person sich bis 30. September auch ohne Auftreten von Symptomen zweimal auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus testen lassen kann“, erklärt Familien- und Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert. „Durch die Übernahme der Kosten für diese Tests bietet das Land den Lehr- und Fachkräften sowie den Familien der Kinder damit ein Stückweit Sicherheit bei der Rückkehr in den Alltag nach den Sommerferien“, ergänzt er.

Personen mit Krankheitszeichen und dem Verdacht auf eine Corona-Infektion melden sich weiterhin bei der Hotline des Gesundheitsamtes (Tel. 293 – 22 53) und erhalten von hier das Passwort zur Testung im Container auf dem Gelände der UMM. Auch enge Kontaktpersonen eines bestätigten Falles gehen zur Testung zum Container bei der UMM. Bei ihnen erfolgt der Abstrich nicht in den neu eingerichteten Testangeboten.

In Mannheim gibt es aktuell 77 aktive Fälle. Insgesamt haben sich 668 Personen mit Corona infiziert, davon sind 578 wieder genesen.

Update vom 20. August, 18:49 Uhr: In Mannheim gibt sechs neue Fälle. Die Zahl der Infizierten steigt somit insgesamt auf 659, davon sind aber bereits wieder 574 wieder genesen. Es gibt noch 72 aktive Fälle in Mannheim.

Update vom 20. August um 8:45 Uhr: Das Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim hat eine Studie zum Thema Sorgen, Ängste und depressiver Stimmung während der Corona-Krise durchgeführt. Befragt wurden 666 Personen zwischen 16 und 25 Jahren. Die Studie kommt zu einem klaren Ergebnis. Demnach sind 57 Prozent der befragten durch die Pandemie belastet – 38 Prozent sogar mittel bis schwer!

Unsere Daten zeigen: Mit zunehmendem Grad der sozialen Isolation wurde das Risiko einer psychischen Belastung immer größer", erklärt ZI-Mitarbeiter Christian Rauschenberg. Die Mannheimer Studie lässt sich gut mit einer früheren Befragung vergleichen, bei der es das Coronavirus noch nicht gab. Laut Ulrich Reininghaus, Leiter der ZI-Abteilung Public Mental Health, zeigen internationale Studien sogar, dass junge Menschen von den Einschränkungen stärker betroffen seien, als alte.

Corona in Mannheim: ZI arbeitet an App für depressive Menschen

Das ZI Mannheim arbeite derzeit an einer App, die depressiven und belasteten Menschen in solchen Situationen helfen kann. Diese soll mit Vorstellungen von sicheren Orten, angenehmen Bildern oder mitfühlenden Nachrichten arbeiten. Die Entwicklung könnte aber noch mindestens drei Jahre dauern. Trotzdem fühle sich das ZI in der Pflicht, die App auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu entwickeln. Viele der derzeitigen Hilfen seien wie im Wilden Westen. Als Beispiel nennt Reininghaus eine App, die depressiven eine Anleitung zum Suizid gebe!

Update vom 19. August: Es gibt in Mannheim sieben neue Fälle. Somit steigt die Zahl der Infizierten insgesamt auf 653, davon sind bereits wieder 573 Personen genesen. Es gibt noch 67 aktive Fälle.

Corona in Mannheim: Fällt Fasching aus?

Update vom 18. August um 19:28 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn möchte Feiern zum Karneval aufgrund von Corona absagen. Dies soll er einer Telefonschalt-Konferenz des Gesundheitsausschusses des Bundestags am Dienstag gesagt haben. Er soll sich dafür ausgesprochen haben, den Karneval sowohl 2020 als auch 2021 bundesweit komplett ausfallen zu lassen. Dies berichtete die Rheinische Post. Wie das Blatt aus Teilnehmerkreisen der der Schaltkonferenz erfahren haben will, sagte Spahn: „Ich war selbst Kinderprinz und komme aus einer Karnevalshochburg. Ich weiß also, wie wichtig Karneval für viele Millionen Deutsche ist. Aber: Ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie schlicht nicht vorstellen. Das ist bitter, aber so ist es.

Update vom 18. August um 18:23 Uhr: In einer aktuellen Pressemitteilung meldet die Stadt Mannheim 14 Neuinfektionen im Vergleich zu gestern. Die neuen Fälle seien in fast allen Fällen reiseassoziierte Infizierte oder enge Kontaktpersonen von bereits Infizierten. Darunter sind auch einige Reiserückkehrer, die schon bei ihrer Einreise positiv getestet worden waren und sich bei ihrer Ankunft in Mannheim direkt in Quarantäne begeben haben. Dr. Peter Schäfer, Leiter des Fachbereichs Jugendamt und Gesundheitsamt, spricht von einem vorbildlichen Vorgehen. Mit den neuen Fällen hat Mannheim 62 aktive Infizierte.

Update vom 18. August: Nachdem unter den Mitarbeitern im Bürgerservice K7 (Schalterhalle) in der Innenstadt eine Corona-Infektion bestätigt wurde, bleibt dieser noch bis einschließlich 26. August geschlossen. Wie die Stadt Mannheim mitteilt, konnten knapp 1.000 Termine auf andere Standorte verlegt werden. Die Betroffenen wurden bereits per E-Mail informiert. Führerscheinstelle, Standesamt und Ausländerbehörde in K7 seien laut Stadt von der Schließung des Bürgerservice nicht betroffen. Die Abholung von fertigen Pass- und Ausweisdokumenten kann ebenfalls ohne Termin erfolgen.

Corona in Mannheim: Zahlen steigen weiter – erste Bilanz nach Kontrollen am Wasserturm

Update vom 17. August: Nach dem ersten Wochenende, an dem eine Sicherheitsfirma die Überwachung der Corona-Regelungen sowie die Regeleinhaltung hinsichtlich der städtischen Polizeiverordnung rund um den Wasserturm übernommen hat, zieht die Stadt eine durchweg positive Bilanz. „Die Grünflächen wurden nicht betreten, Abstandsregelungen wurden eingehalten und die freundliche Belehrung der Sicherheitsleute reichte aus, um für ein sicheres und sauberes Stadtbild zu sorgen. Kein einziges Mal musste der städtische Ordnungsdienst zur Durchsetzung behördlicher Maßnahmen hinzugezogen werden“, beschreibt Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht. Auch bei den Bürgerinnen und Bürger stoße das Pilotprojekt grundsätzlich auf Zustimmung. In Mannheim gibt es sechs Neu-Infektionen. Insgesamt gibt es somit noch 58 aktive Fälle.

Corona in Mannheim: Zahlen steigen wieder

Update vom 16. August: Dem Gesundheitsamt Mannheim wurden bis Sonntagnachmittag sechs weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 626. Bei den neuen Fällen handelt es sich in allen Fällen um reiseassoziierte Infizierte oder enge Kontaktpersonen von bereits positiv getesteten Personen. Bislang sind in Mannheim 560 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 53 akute Fälle.

Update vom 15. August: Im Stadtgebiet von Mannheim gibt es 7 weitere Corona-Infektionen. Die Zahl der Fälle, die seit Beginn der Pandemie bestätigt wurden, steigt damit auf insgesamt 620. Wie die Stadt Mannheim am Samstag mitteilt, handelt es sich bei den Neu-Infektionen in fast allen Fällen um Reise-Rückkehrer sowie enge Kontaktpersonen von bereits positiv getesteten Menschen. In Mannheim gibt es aktuell noch 47 akute Corona-Fälle.

Corona in Mannheim: Zahlen steigen weiter – Ausbruch im Bügerservice

Update vom 14. August: Innerhalb eines Tages sind in Mannheim 13 weitere Fälle des Coronavirus bekannt geworden. Damit liegt die Gesamtzahl bei 613 Fällen. Bei fast allen Neu-Infizierten handelt es sich laut der Stadt Mannheim um „reiseassoziierte Infizierte oder enge Kontaktpersonen von bereits positiv getesteten Personen.“ Bislang sind 560 Personen schon wieder genesen, wodurch es 40 akute Fälle gibt. Bei einer bestätigten Coronavirus-Infektion handelt es sich um einen Mitarbeiter des Bürgerservice Zentrum Mitte in K 7, weshalb dieser bis mindestens 18. August geschlossen bleiben muss.

Corona in Mannheim: Stadt erhöht Überwachung am Wasserturm

Erstmeldung vom 13. August: Fast 600 Menschen in Mannheim haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert. Das Gesundheitsamt meldete am Mittwoch sieben Neu-Infektionen im Stadtgebiet. Die Zahl der Ansteckungen erhöhte sich somit auf insgesamt 596, 554 Personen sind bereits genesen. Wie die Stadt Mannheim mitteilt, handelt es sich bei den neuen Fällen überwiegend um Reiserückkehrer. In Mannheim gelten weiterhin die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstandsgebot zur Eindämmung der Pandemie. Um die Einhaltung dieser Regeln im öffentlichen Raum zu kontrollieren, hat sich die Stadt nun Unterstützung zur Überwachung rund um den Wasserturm geholt.

Corona in Mannheim: Sicherheitsdienst rund um den Wasserturm soll Polizei und Ordnungsdienst entlasten

Zur Unterstützung des städtischen Ordnungsdienstes bei der Überwachung der Corona-Regeln und der Regeleinhaltung hinsichtlich der städtischen Polizeiverordnung setzt die Stadt Mannheim ab kommendem Samstag (15. August) probeweise immer am Wochenende einen privaten Sicherheitsdienst am Wasserturm ein. Jeweils zwei Doppelstreifen der Sicherheitsfirma Securitas werden jeden Samstag und Sonntag zwischen 12 und 20 Uhr präsent sein. Außerhalb dieser Zeiten wird die Jugendstilanlage am Wasserturm weiterhin durch den Ordnungsdienst kontrolliert.

Laut Stadt seien die Sicherheitsmitarbeiter klar als solche erkennbar. Die Überwachung am Wasserturm werde längstens bis Ende September laufen. „Insbesondere die Durchsetzung der Corona-Verordnung fordert die Mitarbeitenden unseres städtischen Ordnungsdienstes aktuell sehr – sowohl in der Innenstadt als auch in den Stadtteilen oder an den Badeseen. Da ist eine zeitlich begrenzte Unterstützung bei der Wasserturmaufsicht als sinnvolle Ergänzung anzusehen“, begründet Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht diesen Schritt.

Corona in Mannheim: Nach Chaos am Hitze-Wochenende – Sicherheitsdienst rund um den Wasserturm

Vor allem am vergangenen Wochenende war es wegen der Hitze an den Badeseen in der Region immer wieder zu chaotischen Szenen gekommen. Polizei und Ordnungsdienst mussten mehrfach einschreiten. Die Sicherheitsleute rund um den Wasserturm haben nicht die hoheitlichen Befugnisse der Polizei. Doch die Stadt Mannheim verspricht sich durch ihren „präventiven und aufklärenden Ansatz“ dennoch eine Entlastung des Ordnungsdienstes. Der könne im Zweifelsfall schnell hinzugezogen werden, sollte sich jemand nach einem Regelverstoß uneinsichtig zeigen oder ein Bußgeld nötig werden. (pm/kab)

Rubriklistenbild: © Essalud/Agentur Andina/dpa

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